Religionsfreiheit und religiöse Vielfalt 2014: Indikatoren und Berichte

10. August 2014

“In Herford entlud sich die Gewalt zwischen Jesiden und Sympathisanten radikaler Islamisten”, hieß es am 7. August in der “Welt” (vgl. unsere Kurzinformation Yeziden sowie zur aktuellen Situation den “[d]ringende[n] Appell zum Schutz der kurdischen Yeziden im Irak” der Gesellschaft für bedrohte Völker, der Kurdischen Gemeinde Deutschlands und des Zentralrats der Yeziden vom 4. August). Die aktuelle Krise der Religionsfreiheit im Irak ist längst in Deutschland angekommen. Das zur Denunziation und Drohung an Häusern von Christen angebrachte arabische Nun wurde zum Solidaritätszeichen, das online aktuell auf Webseiten oder als Profilbild von Twitter-Accounts (darunter auch Kirchen) zu finden ist. Doch wie sieht es aktuell global überhaupt mit Religionsfreiheit aus?

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Nachgefragt: Religion in Ex-Position. Eine religionswissenschaftliche Ausstellung

23. Juli 2014

Eine religionswissenschaftliche Ausstellung ist eine Heraus-forderung, so kenne ich das von der Religionskundlichen Sammlung Marburg. Im Seminarraum ging es häufiger darum, auf welchem Konzept ein Museum oder eine Sammlung fußen kann, und dass überhaupt ein religionskundliches Konzept weltweit eine Seltenheit darstellt (vgl. z.B. Susanne Claußen: Anschauungssache Religion. Zur musealen Repräsentation religiöser Artefakte, Bielefeld 2009). 2004 zählte Sandra Schramm für Europa drei Einrichtungen: das Museum of the History of Religion in St. Peterburg, die Religionskundliche Sammlung in Marburg und das St. Mungo Museum of Religious Life and Art in Glasgow (Spirita: Darstellung von Religion in Museen). Am 4. Dezember 2013 berichtete Konstanze Runge bei der REMID-Reihe “Religion am Mittwoch” über den Dharma-Meister Hsin Tao und das von ihm konzipierte Museum der Weltreligionen in Taipeh (mwr.org.tw). Nun ist gerade letzteres sicherlich ein Beispiel für eine gerade nicht religionswissenschaftliche Ausstellung von Religion(en). REMID befragt Simone Heidbrink und Carina Branković (Religionswissenschaft Heidelberg) zu ihrer aktuellen Ausstellung “Religion in Ex-Position“.

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Interview: “Abbau der systematischen Benachteiligung für Menschen ohne Religion”

16. Juli 2014

Im aktuellen diesseits-Heft des Humanistischen Verbandes Deutschlands wurde an einer Stelle der REMID-Blogartikel “Extreme liegen vorn: Alexa Ranks von religionsbezogenen Webseiten für Deutschland” vom 30. Nov. 2012 besprochen. Auch Dr. Michael Blume hatte sich vor einem Jahr unter dem Titel “Ablass per Twitter – Welche Religionen und Weltanschauungen gewinnen im Internet?” auf die ermittelte Rangliste religionsbezogener Webseiten in einem sogenannten SEO-Analyse-Tool bezogen. Anlass genug, mit Arik Platzek, diesseits-Redakteur, Journalist, Erfinder von wissenrockt.de, ein Interview zu führen – über Humanismus in Deutschland, Religionskritik, Sozial- und Medienarbeit – und Spiritualität.

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Mittendrin: Rechtspopulistische Parteien in Mittelosteuropa

30. Juni 2014

Religionswissenschaftliches Interesse am Rechtspopulismus begründet sich einerseits damit, gerade dass religiöse und kulturelle Vielfalt bei diesem ein (negativ besetztes) Thema sein können und er somit als der Produzent von Diskriminierung, Vorurteilen etc. schlechthin in Erscheinung tritt, denen mit wissenschaftlicher Expertise begegnet werden muss, um sie zu entkräften (vgl. Interviews zu Rassismus, Islamophobie und Orientalismus). Andererseits kann es sich bei ihm selbst um religiös motivierte Milieus handeln (vgl. Interviews zur Jungen Freiheit [Christentum und Islamfeindlichkeit statt Heidentum], zur Ariosophie und zu zeitgenössischer rechter Esoterik). REMID interviewte zu rechtsradikalen Parteien in Mittelosteuropa – genauer in Polen, Ungarn und der Slowakei – Bartek Pytlas von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Pytlas hat seine Doktorarbeit zu diesem Thema geschrieben und absolvierte zuvor den Master-Studiengang European Studies.

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Kirchenasylbewegung Deutschland: “Jeder Einzelfall zählt”

13. Juni 2014

“In Bayern, genauer in Augsburg, wurde am Dienstagmorgen von der Polizei ein Kirchenasyl geräumt”, liest bzw. hört man im freien Radio Corax Widerhall am 21. Februar diesen Jahres, “[e]ine alleinerziehende Mutter mit 4 Kindern hat dort Schutz vor der Abschiebung nach Polen gefunden. Nun wurde sie dahin abgeschoben. Flüchtlingsorganisationen wie etwa das ökumenische Kirchenasylnetz Bayern, die Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche und der Bayerische Flüchtlingsrat haben das Vorgehen der Polizei kritisiert. Denn bislang galt das Kirchenasyl als ein für die Behörden unantastbarer und sicherer Ort für Flüchtlinge”. REMID interviewte zum Thema Kirchenasyl Pastorin Fanny Dethloff von der Arbeitsstelle Ökumene – Menschenrechte – Flucht – Friedensbildung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Beauftragte für Migrations-, Asyl- und Menschenrechtsfragen. Sie war zwölf Jahre lang Flüchtlingsbeauftragte der evangelischen Nordkirche und ist Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft “Asyl in der Kirche” (vgl. auch unsere Interviews Fluchtgrund: (Un)Glaube. Ein Interview zum Tag des Flüchtlings und Religion und Menschenrechte. Im Gespräch mit Amnesty International).

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Religiöse Vielfalt und politische Gegenwart im Libanon

27. Mai 2014

Einen besonderen Blick auf ein anderes Land ermöglicht uns Christian Witt, Politologie-Student an der Universität Marburg. Nach der Herbstmigration der Bhaktiari im Iran, dem Christentum nicht nur auf den Philippinen, religiösem Pluralismus in Südkorea oder Auroville in Indien widmet sich das aktuelle Interview der religiösen Vielfalt und der politischen Gegenwart des Libanon – einschließlich der Anerkennungspraxis von Religionen, ihrer Beteiligung in der Politik, über Atheismus, westliche Kultur, Antisemitismus und antikes Erbe.

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Okkulte DDR – Umgang mit heterodoxen Wissensbeständen, Erfahrungen und Praktiken

23. Mai 2014

“Natürlich hatte Hans Bender – der wohl berühmteste (und gleichermaßen auch hierzulande nicht unumstrittene) Parapsychologe in der BRD – eine Stasiakte”, erwähnt Dr. Ina Schmied-Knittel am Rande, doch die genaue Sichtung der entsprechenden Akten, der öffentlichen und weniger öffentlichen Diskurse, der Praxis im Privaten wie ihrer Beobachtung und Dokumentation im Geheimen, Zeitzeugeninterviews – das ist die Aufgabe, der sich die Soziologin und ihr Team um Prof. Dr. Michael Schetsche und M.A. Andreas Anton während der Laufzeit des Projektes stellen. Dabei ist die Forschungsgruppe auf die Mithilfe von Menschen angewiesen, die damals in der DDR Erfahrungen mit diesen Themen sammeln konnten (Email: kontakt [at] okkulte-ddr.de).

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Esoterik und (Tier-)Heilpraktiker: Mindmap zu (telepathischer) Tierkommunikation

12. Mai 2014

Esoterik ist ein schwieriger Sammelbegriff (vgl. Esoterik: Ein ungewolltes Kind von Reformation, Aufklärung und Kolonialismus? sowie unsere Kurzinformation). Er dürfte auch für Religions-wissenschaftler_innen immer wichtiger werden: Zwar etablierte sich in Deutschland eine religiöse Vielfalt (vgl. unsere Statistik), doch die Zeiten starken Zustroms zu einzelnen Neureligionen – so wie das im 20. Jahrhundert für die Neuapostolische Kirche (2012: 350.374 Mitglieder), Jehovas Zeugen (2012: 167.107) und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen; 2013: 38.739) zutraf – scheinen passé, die Tendenz geht zu Kleinstgruppen, loseren Assoziationen unterhalb des Vereins und zu einer gesteigerten Marktförmigkeit, insofern weniger Mitgliedschaften entscheiden, sondern Seminare, Workshops, Initiationen (letztere stammen insbesondere aus reformhinduistischen und westlich-hermetischen Kontexten und sind dort mit formalen Mitgliedschaften verquickt). Dagegen gibt es seit 2005 einen sogenannten “Esoterik-Boom”. Wie lässt sich hier ein Überblick gewinnen? Mit Hilfe des Mindmap-Tools bubbl.us sei ein Zugriff versucht – ausgehend vom Stichwort (telepathische) Tierkommunikation.

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Beispiele für angewandte Religionswissenschaft? Internationale Zugänge zur Dialogforschung

13. April 2014

Das internationale Forschungsprojekt “Religion and Dialogue in Modern Societies” (ReDi), angesiedelt unter anderem an der ‘Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg’, reagiert angesichts einer multireligiösen Gesellschaft auf das Desiderat einer wissenschaftlichen Dialogforschung. Durch die Erforschung des komplexen Phänomens religiöser Begegnungen sollen so Möglichkeiten eröffnet werden, eine offene und friedliche Gesellschaft zu erschaffen, die in Theologie und Praxis die Religionsvielfalt explizit mit einbezieht (vgl. Darstellung der Akademie der Weltreligionen). Unterstützung findet dieses Projekt dabei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung innerhalb 2013 und 2018 mit einer Fördersumme von 3,1 Millionen Euro (ebd.). Im Rahmen zweier Konferenzen im Vorfeld des internationalen Projektes entstand dabei das Konzept des nun Anfang 2014 erschienenen Buches “Religion and Dialogue – International Approaches“, dessen Beiträge größtenteils von Konferenzteilnehmenden und -Referent_innen stammen (hrsg. von Wolfram Weisse, Katajun Amirpur, Anna Körns und Dörthe Vieregge; Münster: Waxmann Verlag 2014, S 9 [= R&D]). Diesen widmet sich der aktuelle Gastbeitrag von Friedemann Rimbach-Sator.

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