Gott in Frankreich: Ein Fall von bedingter Religionsfreiheit

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Neu erschienen ist ein Bericht zur Religionsfreiheit nicht nur von Christen im Auftrag von Deutscher Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche Deutschlands. Dazu heißt es in der Süddeutschen: „Seit 2007 hätten ‘Verletzungen des Rechts auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit beständig zugenommen’ […], ob durch staatliche Gesetze oder durch soziale Anfeindungen, die der Staat nicht unterbindet. Dies betreffe alle Religionen auf allen Kontinenten, am meisten betroffen seien jedoch Christen und Muslime. […] Ausdrücklich beschränkt der Bericht sich nicht allein auf die Christenverfolgung, er vermeidet auch Begriffe wie ‘Märtyrer’ oder ‘Glaubenszeugen’” (Artikel vom 1. Juli, man vgl. unsere Karte zur Religionsfreiheit nach dem Amnesty International Report 2012). Dabei sollten auch (west)europäische Länder berücksichtigt werden – sicherlich in Abstufung der jeweiligen Einschränkungen der Religionsfreiheit, aber auch ohne verharmlosend diese Diskriminierungen zu relativieren. REMID interviewte die Religionswissenschaftlerin und Soziologin Christiane Königstedt (Universität Leipzig, Graduiertenkolleg Religiöser Nonkonformismus und Kulturelle Dynamik) zur Situation in Frankreich.

Über Frankreich und Religionen wissen unsere LeserInnen vielleicht nicht sehr viel. Wie sieht es dort aus mit der Vielfalt der Religionen?

In Frankreich ist die religiöse Vielfalt, vor allem in Bezug auf die Anzahl kleinerer Gemeinschaften in keinem Fall geringer als in anderen europäischen Ländern. Auf der Liste der französischen Enquête-Kommission über so genannte „Sekten“ (französisch: sectes bzw. dérives sectaires) sind von den 173 genannten Gruppen vielleicht die Hälfte französischen Ursprungs. Allein für die Bretagne zählte eine detaillierte Studie von 2006 (Renaud Marhic: „Sectes et Mouvements Initiatiques en Bretagne, du Celtisme ou Nouvel Age“) neben den „klassischen“ Neuen Religiösen Bewegungen von den Zeugen Jehovas über ISCON und Scientology in einer über 200 verschiedenste Gruppen und kleine spirituelle oder pagane Kreise, welche z.T. nicht mehr als drei Mitglieder aufwiesen. Dass sich partiell eher kleine Kreise bilden, welche öffentlich kaum sichtbar sind oder dass sich im Bereich des „New Age“ und alternativer Heilmethoden interne Kontrollinstanzen bilden, die man etwa in Deutschland nicht findet, hängt vermutlich besonders in letzterem Fall mit der schwierigen rechtlichen Situation und dem verhältnismäßig schnell aufkeimenden gesellschaftlichen Argwohn zusammen. In Bezug auf den ersten Aspekt spielt die Tatsache, dass nach den kleinen Gemeinschaften überhaupt konkret gesucht wird und diese gezählt werden, sicherlich eine Rolle – die Entwicklung vor allem der nicht-traditionellen Religionsgemeinschaften wird in Frankreich von einer eigenen interministeriellen Arbeitsgruppe (Kurz: MIVILUDES) und zum Teil von den „Anti-Kult“-Bewegungen überwacht. Auffällig ist dabei die Praxis, die Gruppen in „gefährlich“ beziehungsweise „nicht gefährlich“ zu unterteilen.

Praktizierende selbst berichteten auch davon, sich oft nicht ernst genommen und abgewertet zu fühlen, was ebenso ein möglicher Grund dafür wäre, sich öffentlich eher bedeckt zu halten, und wenn, dann vorsichtig nach außen zu gehen (sich mit wenigen Menschen auszutauschen) bzw. eher über das Internet Kontakt zu halten. In Frankreich sind alternativ-religiöse Szenen m.E. deutlich weniger sichtbar. Es werden aber, zum Beispiel von Seiten der „neuen Hexen“, auch inhaltliche Gründe für eine geringe Sichtbarkeit der Szene genannt: Ein großer Teil der einschlägigen Literatur würde nur auf Englisch veröffentlicht; für Wicca sind hauptsächlich Scott Cunninghams Bücher in französischen Übersetzungen erhältlich, in denen eine eher individualistische und eklektizistische Spielart des Wicca-Glaubens vermittelt werden würde. Zu den sprachlichen Barrieren komme das junge Alter der Communities im Cyberspace, welche eine wichtige Plattform des Austausches und der Gemeinschaftsbildung darstellen. Das Medium Internet steht erst seit etwa 20 Jahren in nennenswertem Umfang zur Verfügung. Mittlerweile gibt es aber Festivals und reale Zusammenkünfte. Außerdem wird sich mit den britischen Gruppen ausgetauscht, wobei die französischen Gruppen, wie andere auch, vor allem an die jeweils lokale Geschichte beziehungsweise Traditionen anknüpfen. Auch die Freimaurer haben in Frankreich eine besondere eigene Geschichte.

frankreich

Neben der Frage nach der Religionszugehörigkeit (Q23a) wurde auch nach der Religiosität gefragt (Q28). Hier finden sich für Frankreich die Angaben „religious person“ 43,1%, „not religious person“ 38,2% und „convinced atheist“ 18,7% (zusammen damit 56,9% Religionsferne, für Deutschland wird an dieser Stelle 20,5% angegeben). Zur Vergrößerung klicken Sie bitte auf die Grafik.

Bild von REMID e.V. (Christiane Königstedt / Christoph Wagenseil) unter Creative Commons Lizenz CC BY-SA 3.0

In Zahlen war und ist Frankreich bekanntermaßen zumindest traditionell katholisch und kulturell merklich hiervon geprägt. In Bezug auf die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft gaben im ISSP 2008 85,7% (!) die katholische Kirche an und die übrigen verteilen sich dann auf die anderen Gemeinschaften, in der Reihenfolge Islam, Protestantismus, Judentum, Buddhisten und Orthodoxe (Christen), andere Religionen (0,6), Zeugen Jehovas (0,5) und Hindus. Auf die Frage danach, ob eine Person sich selbst als „religiös“ bezeichnen würde, antworteten von allen Befragten jedoch 38,2% mit „nein“, 18,7% bezeichneten sich als „Atheisten“ und nur 43,1 % bejahten die Frage, was den Schluss nahelegt, dass die Zugehörigkeit besonders zum Katholizismus wenig über tatsächliche religiöse (i.d.F. katholische) Überzeugungen aussagt.

Laizismus hat in Frankreich eine besondere Tradition. Was bedeutet das für die Erforschung von Religionen in Frankreich, aber auch für die Religionen selbst?

Das laizistische Prinzip der Trennung von Staat und Kirche und das Verweisen von „Religion“ beziehungsweise religiösen Überzeugungen in den privaten Raum zeigt sich mehr oder weniger darin, dass „Religion“ nur dann ein öffentliches Thema ist, wenn gesellschaftliche Probleme entstehen und/oder die Grenzen von „religiös“ und „säkular“ erneut verhandelt werden müssen. „Laizität“ und ihre Bedeutung selbst sind oft das Thema, über welches die Debatten dann eigentlich geführt werden. Im (öffentlichen) Alltag herrscht gegenüber religiösen Angelegenheiten, vor allem ihren Inhalten und Praktiken eine relative Indifferenz bis hin zu Desinteresse vor. „Frau/Man“ spricht selten darüber, was die Forschung erschweren kann. Das Thema „Sekten“, also als gefährlich eingestufte Neue Religiöse Bewegungen, war dem hingegen lange Zeit sehr brisant und ist immer noch schwer durch Interviews mit Unbeteiligten zu untersuchen: Als ForscherIn, die solche [religionswissenschaftliche; Anm. Red.] Fragen stellt, wird man schnell im negativen – also „Sekten“-apologetischen – Spektrum verortet.

An französischen Universitäten gibt es auch kein Fach „Religionswissenschaft“, wie wir es kennen, sondern ForscherInnen anderer Disziplinen widmen sich institutionell dezentriert dem Thema Religion – und auch dann oft eher in ihren politischen oder historischen Aspekten. Die bekanntere Religionssoziologie untersucht zum Beispiel in Bezug auf Religion häufig „Laizität“, inklusive normativer Reflexionen, wie „Laizität“ sein sollte. Jenseits dessen es gibt aber auch ForscherInnen an Universitäten und Forschungszentren, die sich dezidiert „Religion“ widmen. Zu nennen ist hier z.B. Françoise Champion.

Für die Religionen selbst hat dies in unterschiedlichen Ausmaß verschiedene Konsequenzen, wobei entscheidend ist, ob es sich um den Katholizismus, eine andere traditionelle „große“ Religion oder Neue Religiöse Bewegungen und neu-esoterische oder pagane Gruppen handelt.

Die katholische Kirche befand sich lange in Aushandlungsprozessen mit dem Staat und ihre Position und ihr Aufgabenbereich ist gegenwärtig durch den so genannten paque laïque definiert, der im Grunde generell die Unterordnung der Kirche unter laizistische Prinzipien bedeutet.

Religionsgemeinschaften, die sich ähnlich einpassen, haben wenige Probleme und sind quasi „anerkannt“ (auch wenn offiziell von staatlicher keine Religion einer anderen vorgezogen werden darf und offiziell keine anerkannt wird), während es besonders kleinere und jüngere Religionsgemeinschaften relativ schwer haben, diesen Status zu erreichen. Besondere Probleme haben die als „Sekten“ klassifizierten Gruppen, die zumeist nur als vordergründig „religioid“ oder „pseudo-religiös“ und eigentlich als kriminelle Organisationen gesehen werden, die ihre Mitglieder psychisch unterdrücken und sich finanziell oder anderweitig an diesen bereichern würden. Darüber hinaus werden Menschen, die sich öffentlich zu einer neueren Glaubenstradition bekennen, wie oben gesagt, von ihren Mitmenschen zuweilen wenig ernst genommen, was übrigens seit mindestens der Aufklärung eine gewisse Tradition hat. Die, die sich so genannten „Scharlatanen“ anschließen, sind in den Augen der bürgerlichen Mehrheit vermeintlich überdurchschnittlich oft Personen mit geringer Bildung und geringen sozialem Status und vorwiegend Frauen. Dass NRB und besonders das esoterische Spektrum gegenwärtig besonders die Mittelschichten anziehen, ist auf der Ebene der staatlichen „Anti-Sekten“-Kommission übrigens ein Grund zur Besorgnis. In den Augen der allgemeinen Bevölkerung führt diese historisch gewachsene negative Wertung esoterischer oder „magischer“ Praktiken dazu, dass die gegenwärtigen Gläubigen/Praktiker in ihrem sozialen Status abwertet werden, beziehungsweise dazu, dass deren „geistige Klarheit“ infrage gestellt wird.

Dies steht – sehr vereinfacht formuliert – in Verbindung mit dem laizistischen (und humanistischen) Primat der Rationalität des Einzelnen, welche – im Sinne der republikanischen Idee – für den Staat konstitutiv ist: Laizität bedeutet nämlich auch weit mehr als die Abwesenheit von oder die Neutralität gegenüber Religion: Sie beinhaltet ein eigenes, nicht homogenes Set von Wertvorstellungen, die ein konstantes Thema von Aushandlungprozessen in der französischen Öffentlichkeit darstellen und seit jeher auch die Haltung zu alternativen Glaubensformen prägen.

Wenn man die Situation des Islam in Deutschland und in Frankreich vergleicht, wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede?

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Haupteingang der Grand Mosque in Paris.

Bild von Jebulon unter Creative Commons Lizenz CC0 1.0 Universal

Grundsätzlich ähneln sich die Situationen in beiden Ländern, insofern Integration ein wichtiges politisches Ziel darstellt und vor allem die Grenzen zwischen „Religion“ und „säkularer“ Öffentlichkeit ausgehandelt werden müssen. Dennoch hat Frankreich eigene Strategien dies zu realisieren, die an dieser Stelle vielleicht am besten an einigen Beispielen zu veranschaulichen sind:

Frankreich hat, nicht zuletzt durch seine lange Kolonialgeschichte, den höchsten Anteil muslimischer Bevölkerung, v.a. maghrebinischer Herkunft, der bei zwischen 5 und 10 Prozent liegt (Deutschland liegt bei etwa 5- 6 Prozent, meist türkischer Herkunft). Die zur Zeit der Besatzung Algeriens geborenen algerischen Bürger haben zum Beispiel automatisch die französische Staatsbürgerschaft bekommen, und viele aus den Kolonien kämpften in den Weltkriegen für Frankreich, weshalb auch große Moscheen in Paris und Marseille errichtet worden sind. Frankreich wird oft als das Land, welches Muslime mit am besten integriert, beschrieben, wobei hier verschiedene Gesichtspunkte betrachtet werden müssen.

Denn auch hier kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen in den Banlieus von Paris, welche, wohlgemerkt, durch ökonomische Unterschiede und nicht religiös motiviert waren. Ebenso wie in Deutschland finden räumliche Segregation der muslimischen Bevölkerungsanteile in Städten und Wohngebieten und auch verdeckte Diskriminierung zum Beispiel im Einstellungsverhalten von Arbeitgebern statt (vgl. unten), die die ökonomischen Unterschiede zwischen den verschiedenen Teilen der Bevölkerung in Frankreich aufrecht erhalten. Dennoch ist die Akzeptanz laizistischer Werte in den muslimischen Communities hoch und eine positive Sicht auf Christentum und Judentum weit verbreitet – und im Vergleich zu anderen europäischen Ländern – sogar besonders hoch (vgl. z.B. Jodie T. Allen: „The French-Muslim Connection: Is France Doing a Better Job of Integration than Its Critics?“; Pew Research Center 2006).

Das Kopftuchverbot in Frankreich wird allgemeinverbindlich gehandhabt, während es in Deutschland Sache der Länder ist. Öffentliche Schulen in Frankreich müssen säkular sein, so dass viele Muslime, die eine religiöse Ausbildung ihrer Kinder wünschen, diese auf – staatlich geförderte – katholische Schulen schicken. In vielen deutschen Bundesländern gibt es hingegen Islam-Unterricht in den Schulen, oft entwickelt in Zusammenarbeit mit den Schulbehörden und ausgeführt durch Mitglieder der jeweiligen Religionsgemeinschaften, was in Frankreich so nicht praktiziert wird.

Die Ausbildung der Imame obliegt in Frankreich der Grande Mosque in Paris und Versuche, muslimische Theologie an deutschen Universitäten zu lehren – was im übrigen auch eine Form von Kontrolle darstellt – gibt es dort ebenfalls nicht. Die individuelle Integration von Muslimen wird häufig von muslimischen Vereinen unterstützt und begleitet, worin sich m.E. der laizistische Grundsatz, der Staat solle sich nicht in religiöse Angelegenheiten einmischen und dies den jeweils zuständigen Religionsgemeinschaften überlassen, ausdrückt. Die Imame müssen dementsprechend im Ausland ausgebildet werden, sprechen zum überwiegenden Teil nicht fließend französisch. Als zu radikal Befundene unter ihnen wurden bereits des Landes verwiesen. Insofern ist die Souveränität – innerhalb der französischen administrativen Kategorien – muslimischer Vereine als relativ hoch und in religiösen Angelegenheiten weitestgehend selbstverantwortlich einzuschätzen. Oder anders formuliert: Statt Kontrolle im Zuge aktiver Integration auch in öffentliche Institutionen wird eher eine Politik der Bereichszuweisung zwischen Staat und Religionsgemeinschaften praktiziert und nur in extrem erscheinenden Fällen von staatlicher Seite eingegriffen. Andere spezielle Themen, wie die Beschneidung männlicher Kinder, wurden bis jetzt pragmatisch gehandhabt und bewusst in einer rechtlichen Grauzone belassen, um die Praktik nicht in die „Hinterhöfe und Ferienbesuche“ zu verbannen und die Möglichkeit guter medizinischer Betreuung zu gewährleisten.

Auf der anderen Seite gibt es die Front Nationale, die gegen eine Islamisierung Frankreichs wettert und verhältnismäßig viele Übergriffe aus der Bevölkerung, von denen laut des Religious Freedom Report 2012 (des Bureau of Democracy, Human Rights and Labor, U.S. Department of State) im selben Jahr etwa 117 explizit anti-islamisch motiviert waren (im Jahr 2010 waren es 94). Vorhergehende Vorfälle schlossen die Schändung eines muslimischen Friedhofs ein. Genaue Zahlen zu Deutschland sind diesbezüglich leider schwer zu ermitteln, da ethnisch und religiös motivierte Übergriffe hier schwer voneinander zu trennen sind. Derselbe Bericht stellte für Deutschland im Jahr 2012 Übergriffe auf Menschen nordafrikanischer Herkunft – aber auch eine zunehmende Feindlichkeit von muslimischer Seite gegenüber Menschen jüdischer Herkunft fest, was aus Frankreich nicht berichtet wird. Die integrationsorientierte staatliche französische Agenda mit ihren überwiegend positiven und teilweisen negativen Effekten beziehungsweise trotzdem entstehenden Problemen, sowie die feindliche Reaktionen partikularer politischer Gruppen und Teilen der Bevölkerung in Frankreich sind also gegenläufige Aspekte derselben Integrationssituation.

Während in Deutschland 1998 die Enquete-Komission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“ empfahl den Begriff „Sekte“ nicht mehr zu verwenden und mit einigen Vorurteilen Neuen Religiösen Bewegungen gegenüber aufräumte, hat sich in Frankreich gleichzeitig eine andere Entwicklung vollzogen?

Die Entwicklung in Frankreich verlief dem diametral entgegengesetzt: Nach der Veröffentlichung des Berichtes der französischen Enquête-Kommission wurde die staatliche Behörde zur Beobachung und Bekämpfung des „Sektenproblems“ (MILS, später MIVILUDES – interministerielle Behörde zur Beobachtung und Bekämpfung sektiererischer Abweichungen) eingesetzt und an Gesetzesverschärfungen zur rechtlichen Bekämpfung angeblich gefährlicher Gruppen gearbeitet. Das Resultat war im Juni 2001 der Erlass des umgangssprachlich so genannten About-Picard- Gesetzes, mit dem die Auflösung „verbrecherischer“ Gruppen ermöglicht werden sollte. Bis heute wurde es jedoch nur einmal „erfolgreich“ im gemeinten Sinne angewendet, während mehrere Versuche Scientology in Frankreich aufzulösen fehlgeschlagen sind. Die ebenfalls in diesem Gesetz vorgesehenen Strafverschärfungen für Einzelpersonen die im Rahmen „sektiererischer“ Aktivitäten handeln, kamen etwas häufiger zum Einsatz. Insgesamt ist das Gesetz jedoch mehr als symbolisch wirksam zu betrachten, da der Straftatbestand schwer nachzuweisen ist und die Beweispflicht auf Seiten der Gerichte liegt. Allerdings gibt es auch andere rechtliche Wege den Gruppen zu schaden oder diese auszubremsen, die von den steuerrechtlichen Bestimmungen bis zu Baugesetzen reichen und die wesentlich häufiger zum Einsatz kommen als das spezielle „Anti-Sekten“-Gesetz.

Kürzlich verklagten einige Religionsgemeinschaften Frankreich erfolgreich vor dem Europäischen Gerichtshof der Menschenrechte. Worum ging es?

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Der sogenannte Aumismus ist eine Neue Religiöse Bewegung mit Nähe zum Buddhismus. Der Name ist an das Mantra „Aum“ (Om) angelehnt. Ein besonderer Schwerpunkt ist die französische Stadt Mandarom, die auch als Gruppenname rangiert.


Bild von Meister unter Creative Commons Lizenz CC BY-SA 3.0.

Hierbei ging es um steuerechtliche Maßnahmen Frankreichs gegen die Gruppen „Mandarom“ und zwei affiliierte Gruppen (Les Chévaliers du Lotus d’or und der Temple Pyramide), die seit 2007 vor dem ECoHR gegen – bereits gezahlte – übermäßig hohe Steuerforderungen Frankreichs klagten. Eine Anerkennung als religiöser Verein geht in Frankreich mit Steuerbefreiungen, aber auch mit der Auflage einher, dass die Gruppe als religiöser „Verein“ ausschließlich religiösen Zwecken dienen bzw. religiös-rituelle Aktivitäten verfolgen, also weder ihre Mitglieder in Schulen ausbilden oder publizieren darf. Dies wird immer wieder kontrolliert und bei Verstößen gegen diese Auflagen werden extrem hohe Steuern auf die eingenommen Spendengelder nachgefordert (etwa 60%). In den 1990ern geriet Mandarom in den Fokus der „Sekten“-Gegner und fielen so unter diese Klausel. Gegen diese oft das finanzielle Aus für eine Gruppe bedeutende und meist von „Sekten“-Gegnern eingeleitete Verfahrensweise, die im Jahr 1998 die Zeugen Jehovas auch betroffen hatte (diese klagten bereits erfolgreich im Jahr 2011), hatte aktuell Mandarom, zwei assoziierte Gruppen sowie eine evangelikale Gemeinde geklagt. Der ECoHR sieht im Gegensatz zu Frankreich, welches keine religiösen Minderheiten anerkennt, den Schutz eben dieser vor und verschiedene französische Gruppen wendeten sich dementsprechend an den Europäischen Gerichtshof. Bereits im Jahr 2011 wurde hier zugunsten der Zeugen Jehovas, nun im Januar diesen Jahres auch für Mandarom entschieden und vorerst Frankreich zu Rückzahlungen verurteilt (die Vorsitzende der UNADFI, einer der wichtigsten „Anti-Kult“-Bewegungen in Frankreich, hat öffentlich angekündigt, den französischen Präsidenten darum bitten zu wollen, in Berufung zu gehen).

Zwar verfügen nicht alle Gruppen über die Mittel sich vor dem ECoHR Gehör zu verschaffen, dennoch sind solche Urteile gegen Frankreich auch für die französische Öffentlichkeit wichtige Signale, an denen die – in Bezug auf Neue Religiöse Bewegungen – negative Sonderrolle Frankreichs in Europa deutlich wird.

Wie sieht es aus mit „Esoterik“ in Frankreich? Ist das dort ein Thema? Wird das in den Medien auf ähnliche Weise thematisiert wie hierzulande?

Was die Inhalte anbetrifft, scheint es Unterschiede zu geben, zumindest in Bezug auf Paris. Die großen Buchhandlungen Frankreichs sind voll mit Literatur über „Esoterik“ und „Geheimwissenschaften“, aber auch über Engel und Außerirdische. Erstere präsentieren sich wenig religiös und tendenziell wissenschaftlicher oder vermeintlich historisch fundiert – dies ist eine Tendenz, die ich am Rande meiner hauptsächlichen Recherche-Themen feststellen konnte. Alternative Heilmethoden für seelische und körperliche Probleme finden sich dabei übrigens räumlich weit entfernt von den Büchern mit esoterisch-okkulten und spirituellen Inhalten, wo sich in Deutschland eher fließende Übergänge finden. Der Begriff „Spiritualität“ wird außerdem – im Gegensatz zu Deutschland – oft konfessionell konnotiert in Verbindung mit dem katholischen Glauben verwendet. Frankreich hat eigene ältere esoterische Traditionen, an die häufig angeknüpft wird, und Antoine Faivre wäre als ein Spezialist in diesem Bereich zu nennen. In Antiquariaten fand ich darüber hinaus auch überraschend viel „interne“ Literatur von Freimaurern und Gruppen, die sich des Namens „Rosenkreuzer“ bedienen, ein Hinweis auf wohlmöglich lebhaftere Vereinsaktivitäten in diesem Bereich. Generell werden die Grenzen in Frankreich zwischen religiös und säkular, sowie zwischen legitimer und illegitimer Religion – je nachdem wie man „Esoterik“ konzeptionell fassen möchte – deutlich nachdrücklicher und expliziter gezogen, was auf den ersten Blick jedoch überwiegend in Diskussionen über andere Themen wie dem Islam oder den sogenannten „Sekten“ sichtbar wird. „Esoterik“ wird erst als solche in den Medien thematisiert, wenn eine Gruppe oder eine Praktik problematisch wird – dann oft unter den Stichworten „charlatanerie“ oder „dérives sectaires“ – und/oder die Grenzen zwischen religiös und säkular überschritten zu werden drohen.

Die letzte Gelegenheit, bei der zeitgenössische Esoterik, respektive „Spiritualität“ medial sichtbar wurde, waren die Gerüchte um die 189-Seelen-Gemeinde Bugarach in Südfrankreich. Zur Wintersonnenwende sollte der Berg „Pic de Bugarach“ als einziger Sicherheit vor der (angeblich) nach dem Maya-Kalender anstehenden Apokalypse bieten, genauer: der Ort sein, an dem Außerirdische zur Rettung der anwesenden „Erdlinge“ einschreiten würden. In der Tat wurde der Ort von vielen spirituell Gläubigen im Vorfeld aufgesucht und in den Medien wurde von nackt Tanzenden und „Hippis“ gesprochen. Dazu wurden vorwiegend der Bürgermeister des Ortes und mehr oder weniger enervierte Dorfbewohner interviewt, die die Geschehnisse zum Teil recht abschätzig kommentierten. Im Prinzip wurde eine Haltung gegenüber spirituell-esoterisch-gläubigen Menschen ausgedrückt, von der häufig aus Frankreich berichtet wird. Auch nicht überraschend konstatierte der Präsident von MIVILUDES George Fenech öffentlich, dass eventuell die Gefahr bestünde, dass Einzelne oder Gruppen sich angesichts der bevorstehenden Apokalypse auf dem Berg etwas antun könnten, weshalb das Gelände bei Näherung des respektiven Datums weitestgehend abgesperrt wurde. Als Resultat kam es bekanntermaßen nicht zur Apokalypse und internationale Reporter und George Fenech fanden sich mehr oder weniger allein mit den Dorfbewohnern in der Sperrzone wieder. Es kam nicht zu Unglücken unter spirituell Gläubigen. Im Nachgang der „Geschehnisse“ wurden in den Medien vielmehr die anscheinend unnötigen und relativ hohen staatlichen Ausgaben für die Sicherung des Geländes diskutiert und eine werbewirksame Inszenierung der „Apokalypse“ durch den Bürgermeister von Bugarach, um den Tourismus im Dorf anzukurbeln, nicht ausgeschlossen.

Abschließend gefragt: Wie es überhaupt um Religionsfreiheit in Frankreich bestellt?

In Frankreich ist das Recht auf Religionsfreiheit – die Freiheit zu glauben, was man möchte, und diesen Glauben auszuüben, ein in der Verfassung garantiertes Recht, die „liberté de conscience“. Ebenso ist der Staat verpflichtet, die „liberté de penser“, die Freiheit des Denkens der Bürger zu schützen, was häufig betont wird, wenn gegen les sectes und die von diesen angeblich betriebene mentale Manipulation als Gefahr gesprochen wird. Die traditionellen Religionen werden hiervon explizit ausgenommen, zumal auch diese theoretisch vom „Anti-Sekten“-Gesetz betroffen sein könnten.

Insofern ist Religionsfreiheit in Bezug auf „anerkannte“ Religionen durchaus gegeben, wenn auch nur im Privaten. In Bezug auf Neue Religiöse Bewegungen (NRB) und die„Anti-Sekten“-Gesetzgebung, die für Individuen zu Strafverschärfungen bis zum zeitweisen Verlust der Bürgerrechte führen kann, wird und wurde (vor allem bis 2004 oder 2005, als die oben genannte „Blacklist“ angeblich gefährlicher Gruppen zumindest offiziell für ungültig erklärt wurde) in diesem Bereich ein diffuser Druck auf Individuen ausgeübt, welcher die freie Wahl der Glaubensgemeinschaft aus diesem Spektrum faktisch behinderte und noch behindern kann. Dieser Druck lässt mit der Zeit, in der die seltene Anwendung der rechtlichen Mittel deutlich sichtbar wird, zwar nach, die Möglichkeit, sich eventuell einer nicht-traditionellen Gruppe anzuschließen, die mit den Autoritäten in Konflikt geraten könnte oder intern bereits unter Verdacht steht und sich als Einzelperson dadurch selbst in Misskredit und konflikthafte Situationen zu bringen, ist aber im Prinzip noch immer gegeben. Einzelne Verurteilungen und härtere Strafen belegten dieses Risiko bereits in der Praxis. Die rechtlich anvisierten Gruppen hatten außerdem bereits vorher einen schlechten öffentlichen Ruf, der von den „Anti-Sekten“-Bewegungen aktiv produziert wurde, was in den 1990er in sozialen und auch beruflichen Konsequenzen mündete und auch heute noch münden könnte. Die Faktoren soziale Sanktion oder soziale Ausgrenzung sind unter dem Gesichtspunkt der „Religionsfreiheit“ im Sinne der freien Wahl seiner Religion nicht zu unterschätzen.

Die Antwort auf die Frage nach der Religionsfreiheit kristallisiert sich im Prinzip um die Zuschreibung der Qualität „religiös“: Mitglied einer Religionsgemeinschaft zu sein ist offiziell kein Problem, ausgenommen in einer, die als potenziell kriminell und damit nicht in erster Linie religiös eingestuft wird. Diese Zuordnung wird nicht nach wissenschaftlichen Kriterien oder den Selbstbeschreibungen der Gruppen entsprechend, sondern vor der Vergleichsfolie „Katholizismus“ vorgenommen, so dass zum großen Teil die neueren religiösen Traditionen ausgeschlossen sind. In Frankreich kann also nicht von absoluter, sondern höchstens von an Bedingungen geknüpfter Religionsfreiheit gesprochen werden, insofern diese für die Privatsphäre, entsprechende Vereine und für als ungefährlich eingestufte Gruppen garantiert ist.

Abschließend ist dem hinzu zu fügen, dass man nicht von dem „Frankreich“ als Träger einer homogenen Meinung sprechen kann: Hier gibt es ein säkularistisches und ein liberaleres politisches Lager, von denen sich ersteres in Bezug auf „Sekten“ zumindest bis jetzt durchgesetzt hat. Durch das nachlassende Interesse in der Bevölkerung an der „Sektenproblematik“, den Urteilen des ECoHR und einigen Verurteilungen der „Sekten“-Gegner wegen Diffamierung bessert sich die Situation für betroffene Gruppe tendenziell (siehe oben), während gegenwärtig allerdings besonders alternative Heilpraktiken in den Blick der „Sekten“-Gegner geraten.

Danke für das Interview.

Das Interview führte Christoph Wagenseil.

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8 Kommentare:

  1. Heinz-Jürgen Loth

    Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass es seit Anfang diese Jahres die „Strazburg Ilahiyat Fakültesi“ gibt, also eine Theologische Fakultät, die auf Initiative der Ditib errichtet wurde (http://www.fransaditib.com/?Syf=18&Hbr=309187&/STRAZBURG-İLAHİYAT-FAKÜLTESİ-BAŞVURULARI-BAŞLADI!) und der Imam-Ausbildung dient.
    Zum Thema „räumliche Segregation der muslimischen Bevölkerungsanteile“ müssen die bekannten ZUS (Zones Urbaines Sensibles) angeführt werden, jene 751 no-go-areas, die von der franzöischen Regierung im Internet veröffentlicht sind (http://sig.ville.gouv.fr/Atlas/ZUS/). Hier ist oft nicht mehr die République das Gesetz, sondern Mafia, Scharia und bisweilen auch Feindseligkeit gegenüber „Ungläubigen“. Und vor allem Big Business mit Drogenhandel. Der französische Kriminologe Xavier Raufer spricht von Ghetto und Gefängnis, das die muslimischen Bürger sich nicht ausgesucht haben. Das erinnert an die Ghettos auf Jamaica und die Favelas in Brasilien … Kurzum, ich glaube nicht, dass Frankreich „a Better Job of Integration“ macht, es sei denn, man blendet die ZUS aus. Es wartet noch viel Arbeit auf die französischen Politiker!

    • Wie geschrieben, „es gibt Personen, die der Ansicht sind, Frankreich leiste „bessere“ Integrationsarbeit – ich habe mir da kein allgemeines Urteil erlaubt, zumal „Integration“ eine Angelegenheit mit sehr vielen Facetten ist. Dass die DITIB eine solche Fakultät initiierte, ist sehr spannend, auch insofern, als dass dies eben nicht auf Inititive der franz. Regierung geschah (siehe: Autonomie der Religionsgemeinschaften).

      • Heinz-Jürgen Loth

        Sehr geehrte Frau Königstedt,
        im Prinzip haben Sie recht, was die Trennung von Staat und Kirche angeht. Aber denken Sie bitte auch daran, dass der französische Innenminister gleichzeitig zuständig ist für die „cultes“. In dieser Eigenschaft veranlasste Sarkozy 2002 die Gründung des „Conseil français du culte musulman“. 2011 hat dann der französische Staat das muslimische Straßengebet und das Tragen der Burka in der Öffentlichkeit verboten. Die Umgehung des Burka-Verbots führt immer wieder zu Konflikten, da die Polizei zur „Burka-Kontrolle“ verpflichtet ist.
        Was Strasbourg und Alsace angeht, so gilt dort wie auch im Department Moselle nicht das Gesetz über die Trennung von Staat und Kirche, da diese Gebiete bekanntlich 1905 nicht zum französischen Staat gehörten. Daselbst gilt noch das Konkordat und damit auch Religion sunterricht, Besoldung des Klerus und theologische Fakultäten. Bislang wurden staatliche Gelder auf katholische und protestantische Kirchen sowie die jüdische Gemeinde verteilt.
        Mag es auch in Frankreich die Trennung zwischen Staat und Kirche geben, so gibt es doch zweifellos Beziehungen zwischen Politik und Religion. So engagierte sich die damalige Straßburger Bürgermeisterin Catherine Trautmann für die Errichtung der Grande Mosquée de Strasbourg, während der jetzige Amtsinhaber Roland Ries sich für die islamische Fakultät stark machte (http://www.eurojournal.net/2012/10/03/a-linauguration-de-la-grande-mosquee-de-strasbourg-2/). Im Kampf um die Ratshäuser unterscheiden sich französische PolitikerInnen keineswegs von denen in Deutschland … Da sucht und sammelt man/frau seine Stimmen auch im religiösen Lager.

  2. Boris Schneider

    Ich bin der Auffassung, dass Frankreich auf keinen Fall bessere Integratiosnarbeit leistet als die Deutschen. Besser gesagt: man kann die beiden Länder nicht vergleichen, weil kulturelle Unterschiede bestehen und die Geschichte sich unterscheidet. Man braucht sich nur die Wellen der Gewalt in Frankreich anzusehen, die immer wieder entfachen, um zu sehen, dass die Arbeit keinesfalls gut ist.

  3. Lieber (sehr geehrter) Herr Loth, lieber Herr Schneider,

    vielen Dank für Ihre Meinung und Hinweise – leider wird hier ignoriert, was eigentlich geschrieben wurde, und dass ich mir eben kein Urteil, welcher Staat besser intergiert erlaubt habe. Allerdings vermerk ich mir natürlich, hier einen wunden Punkt berührt zu haben. Im Übrigen wird auch aus Frankreich aus einigen politischen Lagern und von Seiten einiger Immigranten ein “Allein-Gelassen-Werden” bemängelt, während andere dem französischen Modell zustimmen. Ebensowenig habe ich die kritischen Aspekt, die dort, wie nebenbei auch hier, einer Intergration entgegenwirken. Viel spannender fände ich eine Meinung dazu, ob “Freiheit” “Alleinlassen”bedeuten muss und “Aktive Integration” wie in Deutschland, eher Kontrolle oder Unterstützung bedeuten kann.

    Zu Herrn Schneider: Sie sagen nicht ganz zu Unrecht, dass ein Vergleich zweier so unterscheidlicher Länder schwierig ist, vergleichen aber doch Ihren Eindruck der Ergebnisse – […].

    Mit freundlichen Grüßen, Christiane Königstedt

  4. Ein informativer Artikel.

    In diesem Zusammenhang möchte ich auf ein Interview mit Régis Dericquebourg (Dozent für soziale Psychologie an der Universität Lille und Mitglied der Forschungsgruppe für Religionssoziologie und Laizismus am CNRS) hinweisen; er sagt:

    „Andere Länder wie Frankreich, die feindlich gegenüber religiösen Minderheiten gesinnt sind, verbieten diese nicht, aber erlassen Gesetze über den Missbrauch bei Schwäche oder mentaler Unterwürfigkeit, die auf Sekten angewandt werden können. Außerdem unternehmen sie Fiskalkontrollen gegen diese Bewegungen, gegen alternative Therapeuten und gegen Forscher, die Sekten untersuchen, ohne Negatives über sie zu schreiben.

    Diese Maßnahme wurde in Frankreich vor einigen Jahren von den Sozialisten als „Fiskalwaffe gegen die Sekten“ beschlossen und bereits gegen die Zeugen Jehovahs angewandt, die jedoch vor dem Europäischen Gerichtshof Recht bekamen. Der französische Staat schuldet ihnen nun eine große Summe Schadensersatz.“

    Vollständiges Interview (Artikel) siehe http://bit.ly/Hlc1eB

  5. Pingback: Vortrag am 25. Januar: ‚Sekten‘ und die (Un-)Möglichkeit wissenschaftlich-säkularer Neutralität (Dr. Christiane Königstedt) - REMID - Religionswissenschaftlicher Medien- und Informationsdienst e.V.

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