Überall „Sekten“? – Religionsbezogene Diskriminierung (nicht nur) in öffentlich-rechtlichen Medienanstalten

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„Letztlich geht es jedoch darum, sich von seiner eigenen Leidensgeschichte zu lösen. Nur so kann sich ein freies Ich entfalten. Schauen Sie erst mal ganz genau hin, was Sie runterzieht. Leider landen wir da häufig bei Eltern und Freunden…“. So wird in Folge 1611 („In den Fängen der Sekte“) der Telenovela „Rote Rosen“ (ARD) Malakron eingeführt – eine „Sekte“, welche die Figur Lotte aufsucht wegen ihrer Medikamentensucht. Ein evangelischer Pastor setzt sich in den nächsten Folgen dafür ein, dass schließlich Lotte von ihrer Familie aus der „Sekte“ befreit wird. Gehört es zum Auftrag der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten missionarisch für hier die evangelische Kirche tätig zu werden? Selbst mit erfundenen Beispielen kann Stimmung gegen neue religiöse Bewegungen gemacht werden – und die Diskriminierung beginnt nicht erst, wo Ähnlichkeiten zwischen der Fantasie-Gemeinschaft und einer konkreten neuen Religion ausgemacht werden können. Die Diskriminierung geht tiefer, denn sie baut auf einem verzerrten Bild alternativer Religiosität auf, welches diese grundsätzlich diabolisiert: „Ich frag nur, weil ich die Machenschaften einiger Sekten kenne“ (Rote-Rosen-Pastor Mertens in Folge 1623).

religionsmonitor

Im Religionsmonitor 2013 sieht eine Mehrheit zwar in religiöser Vielfalt eine Bereicherung, aber auch zugleich in zunehmender Vielfalt eine Ursache für Konflikte. Mehrheitlich eine Bereicherung, so lässt sich nach obigen Zahlen formulieren, wird in Christentum, Buddhismus und Judentum gesehen (Hinduismus kommt im Westen, Atheismus im Osten immerhin auf knappe 49%). Von keiner Religion wird so sehr gefürchtet, sie sei eine Bedrohung, wie beim Islam (mehrheitlich nur im Osten Deutschlands).

Die Entstehung von neuen Religionen ist der Normalfall der Religionsgeschichte. Religionswissenschaftlich lässt sich kein formalisierbarer Unterschied zwischen „Sekten“ und Religionen feststellen (vgl. Interview und Links in: Von Paulus bis Scientology: Ein Buch über Sekten-Macher und neue religiöse Bewegungen). Gängige Sektenklischees sind nicht verallgemeinerbar oder sogar überhaupt falsch. „Gehirnwäsche“ ist ein Mythos des Kalten Krieges. „Die meisten Mitglieder werden nicht auf der Straße angeworben, sondern kommen durch den Partner oder Freunde in Kontakt mit der Gruppierung“; „Studien zeigen, dass es vielen Menschen mit der Mitgliedschaft besser geht“ (Prof. Murken im Interview im Focus).

Abseitige Beispiele, welche allein deshalb schon, dass sie nur kurze Zeit existieren und in der ersten Generation scheitern, nicht repräsentativ sind (vgl. Artikel Generationen in Konflikt und Wechsel: Von “Jugendsekten” zur “Gemeinde 2.0″), dienen hier zur Stabilisierung eines Generalverdachts.

Vergleichbar anderen Diskriminierungsformen etablieren sich Narrative wie das der schwarzen Kannibalen im Dschungel (im Horrorfilm bis in die 1980er, nach 2000 Rückkehr des Motivs als Inzest- und Redneck-Horror oder ironisch gebrochen als Religionswissenschaftler, der einen betont postkolonialen neuseeländischen Kannibalenkult wieder aufleben lässt wie in der Komödie „Fresh Meat“ [2012]). Doch für religionsbezogene Diskriminierung gibt es keinen eigenen Namen wie z.B. bei „Rassismus“, noch wird sie überhaupt bemerkt, während z.B. das Blackfacing inzwischen regelmäßig auch gesellschaftliche Kritik hervorbringt (sei es bei der ZDF-Wetten-dass-Saalwette am 14. Dezember, wo mindestens 25 Paare sich als Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer verkleiden sollten – eine Person „schwarz geschminkt“, „mit Schuhcreme oder Kohle“; oder sei es die holländische Tradition des „Swarte Piet“ als Begleiter des Nikolaus).

Insofern sind die Beispiele ebenfalls bei religionsbezogener Diskriminierung zahlreich. Auch ein Tatort in der ARD spielte dieses Jahr im „Sekten-Milieu“ (Folge „Geburtstagskind“, Aug. 2013). Die kirchliche Sektenstelle der Schweiz kommentierte live per Twitter. Genau genommen gab es Tatortfolgen mit „Sekten“ in den Jahren 1985 („Doppelspiel“), 2x 1993 („Gehirnwäsche“ und „Ein Sommernachtstraum“), 1995 („Bienzle und die Feuerwand“), 1996 („Perfect Mind – Im Labyrinth“), 1999 („Der Heckenschütze“), 2004 („Abschaum“ mit „satanischer Sekte“), 2010 („Glaube, Liebe, Tod“) und 2013. Ein unbedarfter Zuschauer kann den Eindruck bekommen, „Sekten“ bzw. kleine oder neue Religionsgemeinschaften wären häufig in tatortrelevante Verbrechen verwickelt. Ähnlich sind Tatortfolgen über z.B. „Ehrenmorde“ kritisch zu sehen (vgl. auch „‚Islamische Ehrenmorde‘ und ‚christliche Familiendramen'“).

Die Enquete-Kommission des Bundestages 1998 (Drucksache 1310950) empfahl, den Begriff “Sekte” nicht mehr zu verwenden, da er immer eine Wertung enthalte. Die Empfehlung war an staatliche Stellen gerichtet. Öffentlich-rechtliche Medienanstalten dürften über ihren öffentlichen Auftrag ebenfalls angesprochen sein. Denn selbst durch solche fiktiven Beispiele wird eine Angst geschürt, welche alles andere als zuträglich ist für ein Religionsfreiheit beförderndes Klima (vgl. Artikel Religionsfreiheit hat in Deutschland keine Lobby).

Antisemitismus und Islamophobie sind bestimmte Formen religionsbezogener Diskriminierung. Eine neue Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte vom 9. Nov. 2013 zu Erfahrungen und Wahrnehmung jüdischer Bürger in Bezug auf Hassverbrechen, Diskriminierung und Antisemitismus spricht von einem Zuwachs in Europa:

„Vorläufige Ergebnisse zeigen bereits, dass drei Viertel der Befragten der Auffassung sind, dass sich der Antisemitismus in den letzten fünf Jahren verschlimmert hat, insbesondere hinsichtlich antisemitischer Kommentare und Hassreden im Internet. Andere Aspekte der Umfrage betreffen antisemitische Gewalterfahrungen durch die Befragten, ihre Familien und Freunde, Vermeiden des Tragens oder Zurschaustellung jüdischer Symbole in der Öffentlichkeit sowie die Auswirkungen der Ereignisse im Nahen Osten auf die Sicherheit von in Europa lebenden Juden. Ferner wird die Frage gestellt, inwieweit Juden mit Stereotypen konfrontiert sind, wie etwa die Verantwortung der Juden für die Wirtschaftskrise, oder inwieweit Juden nicht in die Gesellschaften der Länder integriert sind, in denen sie leben.“

Auf der anderen Seite sind Judentum und Islam diejenigen Religionen, welche dem in Europa den normalreligiösen Hintergrund bestimmenden Christentum am ähnlichsten sind (vgl. aber auch Artikel Was ist eigentlich christlich?). Allein schon daher müsste eine Anerkennung noch am leichtesten fallen. Auch wenn hier ebenso stark Ängste geschürt werden, es besteht wenigstens zugleich ein gesellschaftliches Problembewusstsein.

Dagegen wird es für kleine Gemeinschaften nicht einmal mehr wesentlich, ob ihre Lehre als „genuin religiös“ oder dergleichen verstanden wird (vgl. zum Problem „Gefangen im Sprachspiel – der Religionsbegriff und die neuen Atheisten“). Jüngst kürte die Presse in England einen „maoistischen Jesus“ (vgl. Taz-Artikel „Das Leben Londoner Sklaven“ von Ralf Sotscheck, 1. Dez. 2013). Man könnte eher von einem Common-Sense-Normismus sprechen, der alternativen Lebensentwürfen grundsätzlich misstrauisch begegnet. Und das nicht einmal nur dann, wenn es um die utopischen Entwürfe von gegenweltlich inspirierten Kommunen geht (vgl. Artikel über Auroville in Indien). Eine sich nicht bloß abschottende „Sekte“ wird sogar stärker gefürchtet. So erhielt REMID schon öfters Anfragen, ob diese oder jene zweifelhafte wirtschaftliche Praxis etwas mit Scientology zu tun habe.

gehirnwäsche

Der Mythos der „Gehirnwäsche“ begann damit, dass amerikanische Soldaten während des Koreakrieges zum Kommunismus überliefen. Das konnte man sich in den 1950ern nur mittels „Gehirnwäsche“ vorstellen. Sicherlich bemühen sich neue Religionen gegenüber Neuankömmlingen um Überzeugung von ihrer Lehre. Die erste vollautomatische Waschmaschine kam in Amerika 1946, in Deutschland 1951 auf den Markt. Wie bei ihren Waschprogrammen stellte man sich die Manipulation in „Sekten“ oder „totalitären Regimen“ vor. Doch könnte obiges Bild auch auf die darauf entstandenen „Deprogrammierer“ anspielen, welche zeitweise Menschen aus neuen Religionen entführten, um sie – zum Teil unter Einsatz von folterähnlichen Methoden – wieder „normal“ zu „waschen“.

Die Sorgen von Freund_innen oder Familienangehörigen sind verständlich, aber die Konflikte, welche vor einer z.B. spirituellen Neuorientierung lagen, dürften eher schlecht als recht gelöst bzw. „exorziert“ werden können mittels einer überzeichneten Schuldzuweisung an die „Sekte“ als ideale Projektionsfläche. Eine persönliche Krise auch als „metaphysisch“ oder „spirituell“ zu interpretieren und damit entsprechende Sinnsuchen zu motivieren – das mag sicherlich ein häufiger Hintergrund sein für neureligiöse Experimente. Und sicherlich ist in einem solchen psychischen Zustand zur Vorsicht geraten; professionelle Hilfe sollte therapeutisch etwaige Schritte begleiten. Dennoch sollte niemals eine generelle Absage an die Möglichkeit spiritueller Neuorientierung erteilt werden.

Andersherum geht es auch nicht um einen „Persilschein“ für neue Religionen. Doch braucht es auch keinen „religiösen Verbraucherschutz“, der mittels „Sekten“-Klischees stigmatisiert und diskriminiert. Schließlich schützt Religionsfreiheit sowieso nicht vor einer Verurteilung bei strafrechtlich relevanten Verbrechen. Es gibt nur sehr wenige Fälle einer tatsächlich systematischen und durch die Lehre der Gemeinschaft forcierten Kriminalität – und auch bei der Gemeinschaft der Zwölf Stämme gilt es, den Einzelfall zu prüfen, da nicht die alleinige Zugehörigkeit zur Gemeinschaft kriminalisiert werden darf.

Das Führen von „Sektenlisten“ (in Italien z.B. um die 650 „satanische Sekten“; man vgl. demgegenüber unsere Statistik der Religionen und Weltanschauungen) ist genauso diskriminierend wie das „Racial Profiling“ (vgl. Artikel in Frankfurter Rundschau, „Racial Profiling aus Polizeirecht verbannen. Menschenrechts-Institut fordert Aus für verdachtsunabhängige Kontrollen“, 10. Dez. 2013). Es darf nicht sein, dass ein absurder, aber spektakulärer Sonderfall, wie z.B. der berüchtigte Charles Manson & The Family, zum Muster neuer Religionsformen stilisiert wird (man vgl. z.B. die Serie „The Following“ [seit 2013], in welcher ein Literaturwissenschaftler einen mörderischen Kult um Edgar Allen Poe begründet). Die jeweiligen Motive, eine Gemeinschaft oder Bewegung in eine solche „Sektenliste“ aufzunehmen, mögen teilweise berechtigte Kritikpunkte enthalten, doch ist die Konsequenz daraus oft unverhältnismäßig: „Die Zugehörigkeit der Bewerber zu einer Sekte erschwert die Aufnahme eines Pflegekindes erheblich“ heißt es noch moderat bei PAN – Pflege- und Adoptivfamilien NRW e.V.; deutlicher formuliert der Internationale Bund: „Pflegeeltern dürfen nicht Mitglied einer Sekte sein“. Zudem werden andere Mitgliedschaften verwehrt, Veranstaltungsorte nicht vermietet, Arbeitsaufträge nicht angenommen uvm.

Meistens werden gerade Kinder von Angehörigen neuer oder alternativer Religiosität beäugt. Schon vor dem Beispiel der Zwölf Stämme interessierte die Medien die Geschichte um „Guru Gerhard“ (Bildzeitung) und seine „Neue Gruppe der Weltdiener“. Es geht dabei nicht darum, ob der auch in diesem Fall vollzogene Sorgerechtsentzug diesen Sommer gerechtfertigt war, sondern um die Einbettung in eine mediale „Moral panic“ um „Sektenkinder“ (völlig übertriebene Zahlen aus der Anti-Sekten-Debatte der Neunziger von über einer halben Millionen werden als aktuell und seriös wieder aufgewärmt). Das meint nicht nur, dass die damals aus vier Erwachsenen und drei Kindern bestehende „Gruppe“ fälschlicherweise von den Medien in Verbindung gebracht wurde mit dem Institut für Planetarische Synthese in Genf oder als regionale Meditationsgruppe von Lucis Trust (in Deutschland nicht vertreten) fehlinterpretiert wurde – nur weil alle sich auf die Autorin Alice Bailey berufen. Es geht um eine eher grundsätzlich vom medialen Bild der „Sekte“ her bestimmte Angst, deren Sprengkraft um so stärker wird, wenn es um Kinder geht. Auf einmal repräsentieren drei Betroffene eine halbe Millionen „Sektenkinder“ – es wird suggeriert, dass eben auch diese „gerettet“ werden müssten, und das völlig unabhängig vom Einzelfall und ob überhaupt eine für das Jugendamt relevante Misslage vorliegt.

Deutschland sollte sich entgegen solcher Tendenzen für Religionsfreiheit einsetzen, Programme zum Abbau von Vorurteilen und Klischees gegen Diskriminierung wegen Herkunft oder Religion unterstützen. Auch (aber nicht nur dort) in den öffentlich-rechtlichen Medien sollte kein Platz für Rassismus noch für andere Diskriminierungsformen sein. Wie alle Sollens-Sätze ist das eine normative Bestimmung, die sich aber aus dem Grundrecht auf Religionsfreiheit, der Ächtung des Rassismus etc. ergibt. Die deskriptive Beigabe aus der Religionswissenschaft zu dieser normativen Bestimmung ist lediglich die Aufgabe des Sektenbegriffes als wissenschaftliche Kategorie und die Widerlegung gängiger Sektenklischees. Insofern tendiert jede fortgesetzte Praxis, in solchen Fällen mit zweierlei Maß zu messen (akzeptierte versus nicht-akzeptierte Religion), zu übler Nachrede.

Christoph Wagenseil

Nachtrag (08. Jan. 2014): Die Bezeichnung von „Gehirnwäsche“ als Mythos des Kalten Krieges bezweifelt nicht die Anwendung von Folter z.B. in China unter Mao (eine solche Praxis wurde dann auch in Nachfolge eines Artikels von Edward Hunter in den Miami News vom 7. Oktober 1950 in Bezug auf den Koreakrieg vermutet), sondern den dabei angenommenen erzwungenen „Identitätsaustausch“ – also das psychologische Konzept „Gehirnwäsche“.

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13 Kommentare:

  1. Die Frage ist doch, wann denken sich Amazon und die anderen großen Firmen eine vergleichbare Geschichte über die gefährlichen Tante-Emma-Läden aus?

  2. Pingback: “Betrug”, “Gewalt” oder “Spiritualität”: Entwicklungen in der Berichterstattung über Religion in ‘Stern’ und ‘Spiegel’ seit 1960 « REMID Blog

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  4. Man vgl. auch meinen Hinweis zum Stichwort „Sektenfilter“ und „Schutzerklärungen“ im Kommentarbereich des Artikels zur Religionsfreiheit in Deutschland.

  5. Pingback: Retweetet: Religion und Weltanschauung aus staatskirchenrechtlicher Perspektive « REMID Blog

  6. Artikel Epochtimes, Chinesisches Medium gibt zu: „Falun Gong ist keine Sekte“:

    Auch Chinas offizielle Sekten-Definition machte im Zuge des Mordfalls in den Medien die Runde. Sie lautet: „1. Sekten diskriminieren andere Ideologien und promoten sich selbst als das einzig Wahre. 2. Sekten haben einen Zwangscharakter und überzeugen ihre Anhänger durch Gehirnwäsche und Selbstlob von ihrer Unfehlbarkeit. 3. Die Jagd nach wirtschaftlichen Vorteilen ist ihr Hauptzweck. 4. Die Sekte baut sich aktiv ein Netzwerk, das ihr Vorteile verschafft. 5. Eine Sekte hat nur nach außen ein gutes Image, ist aber in Wirklichkeit kriminell.“

    Die Definition sorgte für Lacher im chinesischen Internet: „Wenn es danach geht, ist die Kommunistische Partei die größte Sekte Chinas!“, meinten viele User.

  7. Pingback: Die Sache mit der Religionsfreiheit. 25 Jahre REMID: Bericht zur Jubiläumstagung « REMID Blog

  8. Christoph Wagenseil

    Interessant im Kontext Sektendebatte ist folgende Studie Freedom of Religion or Belief: Anti-Sect Movements and State Neutrality. A Case Study: FECRIS, in: Religion – Staat – Gesellschaft. Zeitschrift für Glaubensformen und Weltanschauungen/Journal for the Study of Beliefs and Worldviews, herausgegeben von/edited by Gerhard Besier und/and Hubert Seiwert in Zusammenarbeit mit/in cooperation with James A. Beckford, Massimo Introvigne, James T. Richardson, Richard Singelenberg, Hermann Weber; 13. Jahrgang (2012), Heft 2, online gestellt von Human Rights without Borders.

  9. Die im Text erwähnte Serie „The Following“ ist nicht die einzige neuere Serie, in welcher sogenannte „Sekten“ vorkommen. Es handelt sich dabei um Serien, die narrativ wie „Game of Thrones“ [seit 2011], „Breaking Bad“ [seit 2008] oder das als früherer Vorläufer geltende „Twin Peaks“ [1991/2] von David Lynch gestaltet sind, d.h. sie erzählen eine fortlaufende, oftmals komplexe Geschichte (im Gegensatz zu solchen Serien, welche in einer einzelnen Episode insbesondere eine für sich geschlossene [Fall-]Geschichte erzählen mit nahezu immer gleichem Ausgangssetting wie beim „Tatort“).

    Anbei eine Liste, die gerne ergänzt werden darf:

    The Following (ab 2013)
    The cult (2013)
    True Detective (zumind. 1. Staffel 2014)
    Aquarius (2015)
    Chosen (2013; „geheimnisvolle und mächtige Organisation“)
    The Leftovers (2014; mehrere „Sekten“ und zudem eine Antisektenbehörde)
    Da Vinci’s Demons (2013; Renaissance-Geschichte als Streit zw. zwei Geheimbünden)
    Orphan Black (2013; Transhumanistengruppe gegen russ.-christl. Fundamentalistengruppe)
    The Prisoner (2009; eine „sektenähnliche“ Kunstwelt, Remake einer brit. Serie von 1967)
    Helix (2014; 2. Staffel: eine „Sekte“ auf einer Insel betreibt genetische Experimente)

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