Homosexualität in den Religionsgemeinschaften Deutschlands

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Homosexualität und Religion sind nicht notwendig ein Gegensatz. Die hier im Folgenden zusammengestellten Erklärungen und Positionen zu alternativen Formen der Sexualität aus unterschiedlichen religiösen Strömungen Deutschlands zeigen eine Breite an möglichen Einstellungen. Allerdings gilt eine „fundamentalistische Religiosität“ als einer von drei Faktoren für Homophobie, so Dr. Ulrich Klocke, Sozialpsychologe an der HU Berlin und Diskriminierungsforscher, in der Zeit am 10. Feb. 2014. Er ergänzt, dass laut einer Studie besonders Menschen, die Homosexualität aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen ablehnen, ihre Einstellung bei persönlichem Kontakt zu Homosexuellen überdenken (Cunningham & Melton, 2013). Folgende Zusammenstellung ist bemüht, offizielle Erklärungen im Auszug abzudrucken. Nur in Ausnahmefällen wurden Sekundärquellen herangezogen. Sollte durch Auslassung ein Zitat Ihrer Ansicht nach verfälscht worden sein, bitten wir von REMID um einen entsprechenden Kommentar.

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Gesellschaftliche Akzeptanz von Homosexualität (2006). Gelb, orange und rot bedeuten Prozentwerte über 50%. Grau bedeutet, dass keine Information vorliegt. Zur Vergrößerung klicken Sie bitte auf die Weltkarte.

Bild von Zantastik unter Creative Commons Lizenz CC BY-SA 3.0.

Zwar ist die Akzeptanz alternativer sexueller Orientierungen weltweit angestiegen, zugleich gibt es aber seit einigen Jahren international Entwicklungen von einerseits strengeren Gesetzesinitiativen gegen Homosexualität (nicht allein durch islamische Staaten; neben Indien sei als christlich-evangelikal geprägtes Beispiel Uganda genannt, vgl. Telepolis-Artikel vom 25. Feb. 2014 sowie zum Land das REMID-Interview: „Live von einer Feldforschung“ von 2011) und andererseits Protestbewegungen gegen Gleichstellungsmaßnahmen in westlichen Ländern wie Frankreich („Französischer Frühling“, vgl. Telepolis-Artikel vom 27. April 2013) oder Deutschland. Hier hatte unter anderem die homophob motivierte Online-Petition gegen die Verankerung der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ im schulischen Bildungsplan für Baden-Württemberg ab 2015 eine gesamtgesellschaftliche Debatte ausgelöst.

Es ist aber ebenso wichtig zu sehen, dass weder die Islamverbände noch das Judentum oder die christlichen Freikirchen auf eine eindeutige (ablehnende) Position festgelegt werden können. Freilich sind Abstufungen zwischen offener Ablehnung, Unterstützung der Bekämpfung von Diskriminierung und Akzeptanz gelebter Homosexualität vorhanden.

Sexuelle Orientierungen neben Homo- und Heterosexualität kommen in den aufgeführten Erklärungen und Positionen nur am Rande und eher zufällig vor.

Schließlich sei kurz angedeutet, dass die jeweiligen konservativen Strömungen der diversen Religionstraditionen auch ein modernes Phänomen darstellen (vgl. Artikel „Das kategorische Dilemma des Konservativen“). Das gilt auch eingeschränkt für ihre häufige Gegnerschaft zur Homosexualität. Das Ringen um z.B. Ehe- und Familienkonzepte macht Homosexualität erst im Diskurs mit aktuellen progressiven Kräften zu einem Streitthema. Die jeweiligen Traditionen selbst böten oft genügend Material für alternative Deutungen eines Einbezugs alternativer sexueller Orientierungen. Einige der zitierten Quellen enthalten Beispiele daraus.

Die Sortierung erfolgt nach Tradition und auf zweiter Ebene nach Größe der Religionsgemeinschaft (absteigend). Orientierung bietet auch unsere ähnlich gegliederte Statistik der Religionen und Weltanschauungen Deutschlands. Nach Katholizismus, Protestantismus (einschließlich Freikirchen und „Sondergemeinschaften“) sowie Orthodoxie folgen Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus. Abschließend folgt eine Auswahl sonstiger (neuer) Religionen und einiger weltanschaulicher Gemeinschaften.

Katholizismus

Kongregation für die Glaubenslehre der katholischen Kirche:  Einige Anmerkungen bezüglich der Gesetzesvorschläge zur Nicht-Diskriminierung homosexueller Personen (Vatikan 1992):

10. Die »sexuelle Orientierung« stellt keine Eigenschaft dar, die im Bezug auf die Nichtdiskriminierung mit Merkmalen wie Rasse, ethnischer Herkunft, usw. vergleichbar wäre (vgl. Schreiben, Nr. 3). Im Unterschied zu diesen ist die homosexuelle Orientierung eine objektive Unordnung und gibt in moralischer Hinsicht Anlaß zur Sorge.

11.Es gibt Bereiche, in denen es keine ungerechte Diskriminierung ist, die sexuelle Veranlagung in Betracht zu ziehen, wie z.B. bei der Zuweisung von Kindern zur Adoption oder bei der Auswahl von Pflegeeltern, der Einstellung von Sportlehrern, oder im Militärdienst.

12. Homosexuelle Personen haben als menschliche Personen dieselben Rechte wie alle anderen Menschen, und ihre Personenwürde darf keinesfalls verletzt werden (vgl. Nr. 10). Abgesehen von den anderen Rechten haben alle Menschen das Recht auf Arbeit, auf Wohnung usw… Doch nichtsdestoweniger sind dies keine absoluten Rechte. Sie können aufgrund eines Verhaltens, das objektiv als ungeordnet zu bezeichnen ist, zu Recht eingeschränkt werden. Dies ist zuweilen nicht nur rechtmäßig, sondern verpflichtend, und zwar nicht nur im Falle schuldigen Verhaltens, sondern auch im Falle von Handlungen geistig oder körperlich kranker Menschen. So wird es ja auch akzeptiert, daß der Staat z.B. im Falle von Menschen, die ansteckende Krankheiten haben oder geistig krank sind, die Ausübung von Rechten einschränken kann, um das Allgemeinwohl zu schützen.

Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland, 53. Ordentlichen Bistumssynode vom 01. bis 04.10.1997 in Mainz, Amtliches Kirchenblatt Nr. 2/1997, S. 12:

Die Synode stellt fest, daß in vielen unserer Gemeinden gleichgeschlechtlich liebende Frauen und Männer integriert sind. Die Synode bittet die Gemeinden, sich um ein Klima der Akzeptanz, der Offenheit und Toleranz gegenüber homosexuell liebenden und lebenden Menschen weiterhin zu bemühen.

Ergänzung der  Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e. V.: „Nicht explizit genannt wurde dabei die Frage der Partnerschaftssegnungen. Doch wurden u. a. auf Grundlage dieses Synodenbeschlusses in mehreren Gemeinden problemlos Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare durchgeführt“.

Protestantismus –
einschließlich Freikirchen und „Sondergemeinschaften“

Evangelische Kirche Deutschlands: Homosexualität – Einführung ins Thema (Hannover 2011):

Mehrere Gliedkirchen sahen sich Anfang der 90er Jahre vor die Aufgabe gestellt, unter Aufnahme humanwissenschaftlicher Erkenntnisse neu über die ethische Bewertung von Homosexualität nachzudenken und neue Wege des Umgangs mit homosexuell lebenden Menschen zu finden. […]

Gegenwärtig gibt es in den Gliedkirchen in der Frage einer Segnung gleichgeschlechtlicher Paare keine einheitliche Regelung. Bisher haben sich insgesamt 14 Gliedkirchen mit dieser Frage beschäftigt; davon sind

  • neun Gliedkirchen für eine Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in Form einer Andacht oder eines Gottesdienstes (Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg–schlesische Oberlausitz, Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche, Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg, Evangelische Kirche der Pfalz, Evangelische Kirche im Rheinland) und,  Evangelische Kirche von Westfalen);
  • fünf Gliedkirchen für eine Segnung gleichgeschlechtlicher Paare im Raum seelsorgerlicher Intimität (Evangelische Landeskirche in Baden, Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, Pommersche Evangelische Kirche und Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens)

[…] Die Stiefkindadoption sei zwar im Einzelfall eine denkbare Lösung, dürfe aber nicht als Türöffner für die gemeinschaftliche Adoption fungieren.

Die Landessynode der Nordkirche gibt schwulen und lesbischen PastorInnen die selben Rechte wie Hetero-Pfarrern. Nicht verpartnerte Paare sind nicht erlaubt. Vorher bereits können gleichgeschlechtliche Paare in den Landeskirchen Braunschweig und Hannover im Pfarrhaus leben. Die Landeskirche Kurhessen-Waldeck hat im Jahr 2013 sogar gesetzlich festgeschrieben, dass Segnungen homosexueller Paare wie Ehen auch in den Kirchenbüchern zu dokumentieren sind (vgl. taz-Artikel: Homosexuelle Liebe im Pfarrhaus).

Stellungnahme der Neuapostolischen Kirche zu bestimmten Fragen des Sexualverhaltens, S. 6 (Zürich 2005):

Praktizierte Homosexualität heisst die Neuapostolische Kirche aufgrund der biblischen Grundlagen und der christlichen Tradition nicht gut.Ob und in welchem Umfang ein Mensch, der in seiner homosexuellen Veranlagung absolut festgelegt ist, durch das Praktizieren seiner Homosexualität Schuld gegenüber Gott auf sich lädt, liegt allein im Ermessen Gottes. In diesem Zusammenhang wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die sexuelle Veranlagung für die seelsorgerische Betreuung der Glaubensgeschwister keine Bedeutung hat. Glaubensgeschwister, die Homosexualität praktizieren bzw. in einer homosexuellen Partnerschaft leben, können keine Amts- und Lehrtätigkeit in der Kirche ausüben.

Wachtum Bibel- und Traktat-Gesellschaft der Zeugen Jehovas e.V. (Selters/Taunus 2008), Fragen junger Leute, Band 2, Kapitel 28: „Was, wenn ich homosexuelle Gefühle habe?“:

[…] Homosexualität wird heute von vielen verharmlost – sogar von einigen Geistlichen. Gottes Wort, die Bibel, drückt sich dagegen klar und deutlich aus: Jehova hat Mann und Frau geschaffen, und er hat vorgesehen, dass die Sexualität nur zwischen Ehemann und Ehefrau ausgelebt wird (1. Mose 1:27, 28; 2:24). Daher ist es nur logisch, dass die Bibel homosexuelle Handlungen verurteilt (Römer 1:26, 27).
[…] Einige behaupten natürlich, das hätte alles sowieso keinen Sinn und man sollte lieber seine sexuelle Orientierung hinnehmen und dazu stehen. Die Bibel versichert uns aber, dass man sich ändern kann. Sie berichtet von Personen, die Homosexualität praktiziert haben, sich dann aber änderten und Christen wurden (1. Korinther 6:9-11).

Ein offener Brief des Präsidiums des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten und Brüdergemeinden) an die Gemeinden: Zum Umgang mit dem Thema Homosexualität in Gemeinde und Bund (Elstal, Feb. 2013):

[…] Andere sind der Auffassung, dass die angeführten Textstellen keine grundsätzlichen Aussagen zur Homosexualität machen, sondern vor allem ihre Entartung (z. B. durch den Zusammenhang mit Götzendienst oder Pädophilie) verurteilen. Verbindliche homosexuelle Partnerschaften auf der Grundlage von Liebe und Treue geraten in der Bibel nirgends in den Blick.

[…] Von daher ist Homosexualität keine Schöpfungsvariante.

[…] Es gibt Anzeichen, dass Homosexualität manchmal veränderbar ist und auch dafür,dass sie es manchmal nicht ist. „Die“ Homosexualität gibt es eben nicht.

[…] Es ist ein Irrweg, die Haltung zum Thema Homosexualität zum Maßstab des Christseins zu machen bzw. ihr heilsentscheidenden Charakter zu geben.

[…] Das Ausleben der Homosexualität (dazu gehört auch die eingetragene Partnerschaft) steht einer Ordination entgegen bzw. führt in der Regel zur Streichung von der Liste der Ordinierten Mitarbeiter.

[…] Die Ehe ist in der Bibel die Verbindung zwischen Mann und Frau. Eine Trauung homosexueller Paare oder eine öffentliche Segenshandlung können wir nicht empfehlen.

Meldung der Evangelisch-Methodistischen Kirche, 4. Mai 2012:

Somit bleibt es bei der bisherigen offiziellen Auffassung der Kirche, dass praktizierte Homosexualität nicht geduldet wird und mit christlicher Lehre unvereinbar ist. Sie ist so in den Sozialen Grundsätzen, Artikel 161, der weltweiten Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) festgelegt.

Am Vormittag (3. Mai) hatten die Pastoren Adam Hamilton und Mike Slaughter einen Antrag eingebracht, den bestehenden Text zu ändern. Beide gelten als eher konservativ und leiten Gemeinden mit jeweils mehreren Tausend Gliedern. Im Wesentlichen sollte ihrem Antrag zufolge festgehalten werden, dass es zur Homosexualität in der EmK unterschiedliche Auffassungen gibt. Dazu wurden die Mehrheits- und Minderheitsmeinung beschrieben. Die Delegierten der Generalkonferenz (GK) lehnten diesen Antrag mit 54 Prozent ihrer Stimmen ab. Ein anderer Antrag mit der Absicht, die bestehende offizielle Auffassung der Kirche zu ändern, wurde mit noch größerer Mehrheit, 61 Prozent, abgelehnt.

„junge gemeinde – Mennonitisches Forum: Glaube und Gesellschaft“, im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. (AMG): Statement von Eva Narewski zur Mennonitischen Europäischen Regional Konferenz 2000 „betr. Homosexualität – Das heimliche Hauptthema der Mennonitischen Europäischen Regionalkonferenz in Ludwigshafen“:

Ich habe diesen Workshop besucht, weil ich nicht glauben konnte, dass es tatsächlich einen Menschen geben kann, der wirklich etwas zu der „Heilungschancen von Homosexuellen“ zu sagen hat und daran auch glaubt. Ich wurde eines Besseren belehrt. Trotzdem bin ich froh, dass darüber geredet wurde.
Ich werde niemals einen Menschen verstoßen, weil er schwul, oder lesbisch ist – wenn ihn genau das glücklich macht. Wir leben nicht mehr 2000 vor, sondern 2000 nach Christus – auch wenn es einigen nicht passt: die Zeiten ändern sich.

Der Beitrag demonstriert, dass es innerhalb der mennonitischen Gemeinden unterschiedliche Positionen zum Thema gibt.

Auch vom Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden gibt es keine Erklärung zum Thema und insofern keine eindeutige Position. Aber eine solche kann einzelnen Teilgemeinden zugesprochen werden, von denen einige durch betont ablehnende Haltung zur Homosexualität sowie aufgrund des Angebots von Konversionstherapien häufiger in den Medien vorkommen.

Bund Freier evangelischer Gemeinden: Homosexualität im Spannungsfeld von Gesellschaft und Gemeinde. Stellungnahme der Bundesleitung. 2004.

In der Bibel wird als Sünde ausschließlich homosexuelles Verhalten bezeichnet. Es ist deshalb zu unterscheiden zwischen Menschen, die homosexuell bzw. homophil empfinden, und solchen, die sich homosexuell betätigen, also mit Menschen des gleichen Geschlechts sexuell verkehren. […]

Gleichzeitig ist es die seelsorgerliche Aufgabe der Gemeinde, Christen, die homosexuell empfinden, herauszufordern, ihre Identität in Übereinstimmung mit dem Evangelium verändern zu lassen. Wo homosexuell empfindende Menschen dazu bereit werden, wollen wir ihnen seelsorglich und therapeutisch helfen. Dazu sollte die Hilfe von Fachleuten in Anspruch genommen werden. […]

Es ist für homosexuell empfindende Christen ebenso unangemessen, an homosexuellem Verhalten festzuhalten, wie es für heterosexuell empfindende Christen unangemessen ist, an Unzucht oder Ehebruch festzuhalten […]

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen): Interview der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit mit Elder Dallin H. Oaks vom Kollegium der Zwölf Apostel und Elder Lance B. Wickman von den Siebzigern (2006):

Wir fordern diejenigen, die sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen, auf, diese Neigung unter Kontrolle zu halten und nicht entsprechend zu handeln, weil das Sünde wäre. Ebenso fordern wir diejenigen mit heterosexuellen Neigungen auf, diese nicht auszuleben, bis sie die Gelegenheit haben, auf rechtmäßige und gesetzliche Weise – vor Gott und der Welt – zu heiraten. So können wir glücklich werden und das ewige Leben erlangen.

Siebenten-Tags-Adventisten (STA): Erklärung aus dem Oktober 1999 von dem 330 Mitglieder umfassenden, in Silver Spring, Maryland/USA, tagenden Exekutiv-Ausschuss der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung):

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten anerkennt, dass jeder Mensch vor Gott wertvoll ist, und wir versuchen allen Männern und Frauen in der Gesinnung Jesu zu dienen. Wir glauben auch, dass durch Gottes Gnade und die Unterstützung der Glaubensgemeinschaft ein Mensch im Einklang mit den Grundsätzen des Wortes Gottes leben kann. Siebenten-Tags-Adventisten glauben, dass sexuelle Beziehungen nur in die eheliche Gemeinschaft von Mann und Frau gehören. Dies war die Absicht Gottes bei der Schöpfung. Die Heilige Schrift erklärt: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch“ (1. Mose 2,24). In der ganzen Heiligen Schrift wird dieses heterosexuelle Muster bestätigt. Die Bibel lässt keinen Raum für homosexuelle Betätigung oder Beziehungen. Sexuelle Handlungen außerhalb des Bereiches einer heterosexuellen Ehe sind untersagt (3. Mose 20,7-21; Römer 1,24-27; 1. Korinther 6,9-11). Jesus Christus bestätigte die göttliche Absicht bei der Schöpfung: „Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau und sprach: ,Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein‘? So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch“ (Matthäus 19,4-6). Deshalb wenden sich Adventisten gegen homosexuelle Praktiken und Beziehungen.
Siebenten-Tags-Adventisten streben danach, der Lehre und dem Beispiel Jesu zu folgen. Er bestätigte die Würde aller Menschen und wandte sich mitleidsvoll Personen und Familien zu, die an den Folgen der Sünde litten. Er half den sich abmühenden Menschen und hatte Worte des Trostes für sie, obwohl er seine Liebe zu Sündern von seiner deutlichen Lehre über sündige Handlungsweisen unterschied.

Selbstständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK): Sexualität im Leben eines Christen (2006):

Furcht vor oder Ablehnung von Homosexuellen ist unbegründet. Homosexualität ist keine „ansteckende Krankheit“. In Identitätsfindungsphasen Heranwachsender können sich allerdings gleichgeschlechtliche Neigungen durch offensives Werben und Verführung manifestieren.
[…] Ein besonderes kirchliches Handeln (Trauung, Segnung) an homosexuellen Paaren ist nicht möglich.
[…] Die Gemeinde sollte mindestens soweit über das Thema informiert sein, dass ein diskriminierungsfreier Umgang mit einem Homosexuellen möglich ist. Zugleich sollen Gemeindeglieder auch die noch nicht überall bekannten Ansätze zur Kenntnis nehmen, die zu einer Veränderung der homosexuellen Disposition bei Betroffenen führen können.
[…] Der bloße Ratschlag an Homosexuelle, sexuell enthaltsam zu leben, zeigt erfahrungsgemäß wenig Wirkung und überfordert viele Betroffene.

MCC Basisgemeinde Hamburg – Die Kirche (nicht nur) für Lesben und Schwule: Die Bibel, Lesben und Schwule

Hier wird es etwas kompliziert. Das hat damit zu tun, dass die Bibel nicht als fertiges Produkt vom Himmel gefallen ist, von Gott diktiert, das geistliche Kochbuch, das für jede Fragestellung und Situation des Lebens das richtige Rezept enthält. Vielmehr ist sie in einem langen Prozess von etlichen Jahrhunderten gewachsen. Nicht von Gott diktiert, sondern eine Sammlung von Berichten verschiedenster Menschen, verschiedenster Epochen, die davon erzählen, wie sie das Wirken Gottes in ihrem jeweiligen Umfeld erlebt haben.
[…] Die Bibel ist nicht Gottes Wort. Doch wir können Gottes Wort in der Bibel finden, gebrochen in der begrenzten Wahrnehmung der Menschen, die uns ihre Erfahrungen mit Gott mitteilen
[…] Die o.g. alttestamentlichen Stellen aus dem 3.Mose sind entstanden in einer Gruppe von Menschen, die als Nomaden unter kargsten Bedingungen, um ihr Überleben kämpften. Ihre Vorfahren hatten die, von ihnen als dekadent erlebten Stadtkulturen des alten Orient verlassen. Ihre Götterwelt und deren Kulte lehnten sie ab, sie folgten einem anderen Gott.
[…] Doch wir können endlich (und müssen) aufhöHier wird es etwas kompliziert. Das hat damit zu tun, dass die Bibel nicht als fertiges Produkt vom Himmel gefallen ist, von Gott diktiert, das geistliche Kochbuch, das für jede Fragestellung und Situation des Lebens das richtige Rezept enthält. Vielmehr ist sie in einem langen Prozess von etlichen Jahrhunderten gewachsen. Nicht von Gott diktiert, sondern eine Sammlung von Berichten verschiedenster Menschen, verschiedenster Epochen, die davon erzählen, wie sie das Wirken Gottes in ihrem jeweiligen Umfeld erlebt haben.
[…] Die Bibel ist nicht Gottes Wort. Doch wir können Gottes Wort in der Bibel finden, gebrochen in der begrenzten Wahrnehmung der Menschen, die uns ihre Erfahrungen mit Gott mitteilen
[…] Die o.g. alttestamentlichen Stellen aus dem 3.Mose sind entstanden in einer Gruppe von Menschen, die als Nomaden unter kargsten Bedingungen, um ihr Überleben kämpften. Ihre Vorfahren hatten die, von ihnen als dekadent erlebten Stadtkulturen des alten Orient verlassen. Ihre Götterwelt und deren Kulte lehnten sie ab, sie folgten einem anderen Gott.
[…] Doch wir können endlich (und müssen) aufhören, uns selbst abzulehnen, uns zu verbiegen, unsere Kraft daran zu ver- schwenden, etwas anderes aus uns machen zu wollen, als das, wozu Gott uns gemacht hat – homosexuelle Männer und Frauen, deren Weg sicher oft anders aussieht als der von Heterosexuellen, doch kein bisschen weniger wertvoll ist. Der genauso dazu führen soll, dass unsere Welt heilgeliebt wird, wie der eines jeden anderen Menschen, der Gottes Liebe erfährt.ren, uns selbst abzulehnen, uns zu verbiegen, unsere Kraft daran zu ver- schwenden, etwas anderes aus uns machen zu wollen, als das, wozu Gott uns gemacht hat – homosexuelle Männer und Frauen, deren Weg sicher oft anders aussieht als der von Heterosexuellen, doch kein bisschen weniger wertvoll ist. Der genauso dazu führen soll, dass unsere Welt heilgeliebt wird, wie der eines jeden anderen Menschen, der Gottes Liebe erfährt.


Orthodoxie

Für die orthodoxen Kirchen in Deutschland liegen keine entsprechenden Verlautbarungen vor. Stattdessen sei aus folgender Meldung des katholischen Nachrichtendienstes kath.net von 2011 zitiert:

Die orthodoxen Kirchen halten trotz der zunehmenden Akzeptanz der Homosexualität in der westlichen Welt daran fest, dass homosexuelle Praxis Sünde ist. Das stellt der griechisch-orthodoxe Erzpriester Stephen Maxfield (Shrewsbury/England) in der Juni-Ausgabe des Informationsdienstes „Orthodoxie aktuell“ (Dortmund) fest. Der Dienst wird im Auftrag der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland herausgeben.


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Judentum

„Eine organisierte Gruppe für schwule und lesbische Juden gibt es in Deutschland seit 2001 nicht mehr. Zu unterschiedlich seien die Ziele der Jachad-Mitglieder gewesen. Die Gruppe war 1995 gegründet worden und hatte Mitglieder in Berlin, Köln und München“ (Jüdische Allgemeine, „Der große Zwiespalt“, 2009 [Nachtrag 24. Mai 2015: Allerdings gibt es eine Webseite Vereinigung schuler, lesbischer und bisexueller Jüdinnen und Juden in Deutschland / Yachad Deutschland]). Der Artikel schließt damit, dass sich die Jüdische Gemeinde in Berlin einem Bündnis gegen Homophobie anschloss. Allerdings gilt im orthodoxen Judentum Homosexualität als Sünde. Es begegnet wiederum die Unterscheidung zwischen Neigung und Verhalten. Bezüglich der Deutung und der Konsequenzen gibt es aber Spielräume (ausführlich bei Hagalil: Juden und Homosexualität).

Die Union progressiver Juden (liberales Judentum) hat demgegenüber eine eigene Erklärung verfasst:

Die jüdische Einstellung zur Homosexualität sollte alle sexuellen Handlungen erlauben, wenn sie zwischen erwachsenen Menschen in gegenseitigem Einvernehmen im privaten Bereich geschehen, wie sie schon immer eine Vielfalt von Handlungen zwischen heterosexuellen Ehepartnern in der Intimität ihres ehelichen Lebens erlaubte (Nedarim 20b). Umgekehrt werden alle Formen der Untreue, Promiskuität oder sexuellen Ausbeutung verurteilt, unabhängig davon, ob sie von Hetero- oder Homosexuellen verübt werden. Außerdem sollte man der Doppelmoral ein Ende setzen, derzufolge Menschen, die das siebte Gebot übertreten und Ehebruch begehen, unbescholten davon kommen können, während man Schwule und Lesben, die treue Beziehungen leben, mit Abscheu betrachtet.

In den USA haben sich eigene Synagogen für Schwule und Lesben gegründet. Für die Herausbildung einer stabilen Identität als religiöse Juden war diese Entwicklung vielleicht ein wichtiger Schritt. Es wäre zu hoffen, dass progressive jüdischen Gemeinden es als ihre besondere Aufgabe betrachten, eine solche selbstgewählte Ausgrenzung unnötig zu machen: durch Offenheit, Toleranz und Akzeptanz für Lebensstile, die sich vom eigenen abheben.

Ein damit zusammenhängendes Thema sind Segnungen homosexueller Paare. In Deutschland sind homosexuelle Partnerschaften zivilrechtlich anerkannt.
Das Paar kann seine gegenseitige Verantwortung in einer religiösen Zeremonie öffentlich bekunden. Eine Gelegenheit bietet das Anbringen einer Mesusa in der gemeinsamen Wohnung. Sie symbolisiert die Gründung eines jüdischen Zuhauses mit der Hoffnung, dass diejenigen, die hier wohnen, in Harmonie zusammenleben mögen.


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Islam

Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB, 2008):

Die islamische Jurisprudenz unterteilt die Handlungen der Menschen in verschiedene Kategorien, etwa Pflichten, empfohlene sowie erlaubte und verbotene Handlungen. Homosexualität gehört in die Kategorie der religiös verbotenen Handlungen. Nach unserem Theologieverständnis ist sie nicht mit dem islamischen Menschenbild zu vereinbaren.

Der Koran verurteilt sie, knüpft daran jedoch keine Strafe im Diesseits. (7; 80-84, 26; 159-175)

Ob gegen Homosexualität Sanktionen verhängt werden oder nicht, hängt unmittelbar ab von der gesellschaftlichen Auffassung von Homosexualität und davon, wie sich die Normen in der Gesellschaft bilden bzw. worauf diese fußen. Hier gilt die übliche Gesetzgebung, die selbstsprechend auch für die Muslime gültig ist.

Folglich sind wir als DITIB grundsätzlich (prinzipiell) gegen jegliche Art von Verfolgung, von Gewalt und Diskrimierung aus Gründen des Geschlechts, der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung. (EU Vertrag §13) Dies aber nicht allein aus unserer Gesetzestreue, sondern auch aus unserem religiösen Verständnis heraus.

Wir als DITIB mit unseren 880 Ortsgemeinden werden nicht müde, zu sagen und zu erklären, dass wir uns gegen die Diskriminierung und Verfolgung von Homosexuellen wenden. Wir werden uns stets bemühen, eine gesellschaftliche Atmosphäre zu schaffen, in der eine Kultur des Fragens, des Verstehens und der Toleranz praktiziert und gestärkt wird.

Schura (regionaler Rat der islamischen Gemeinschaften), DITIB (Türkisch-Islamische Union) und VIKZ (Verband der Islamischen Kulturzentren) unterzeichneten Verträge mit dem Hamburger Senat, welche einschließen, dass Frauen und Homosexuelle nicht diskriminiert werden dürfen (vgl. Artikel der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland, 2012). Auch mit der Alevitischen Gemeinde Deutschland wurde ein entsprechender Vertrag ausgehandelt.

Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG):

Neben Gemeinschaften wie der „Russisch-Orthodoxe Kirche Stuttgart“, wirbt laut taz auch die „Islamische Gemeinschaft Milli Görüş“ für die homophob motivierte Online-Petition gegen die Verankerung der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ im schulischen Bildungsplan für Baden-Württemberg ab 2015 (vgl. Hagalil: Kulturkampf im Ländle, 22. Jan. 2014). Während der deutsche Vorsitzende Mehmet Sabri Erbakan im taz-Interview 2000 äußerte: „Ich glaube nicht, dass Homosexualität mit den Lehren des Islam vereinbar ist“, wird Haci Karacer, bis Anfang 2006 Direktor von Milli Görüs Nordholland, im Deutschlandfunk mit folgender Äußerung zitiert:

„Ich habe mich schon immer auf die Gesellschaft zu bewegt, ich bin schon immer sehr offen gewesen, ich hatte immer Kontakt mit Homosexuellen, mit Juden, mit Christen, mit allen Teilen der Gesellschaft.“

Zentralrat der Muslime, Artikel auf queer.de (2010):

Der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime setzt sich dafür ein, den Diskriminierungsschutz von Schwulen und Lesben im Grundgesetz festschreiben zu lassen. Aiman A. Mazyek reagierte damit auf die Aussage des CDU/CSU-Gutachters Winfried Knuth von der Uni Halle-Wittenberg in einer Bundestagsanhörung Mitte April. Knuth hatte erklärt, dass der Schutz von Schwulen und Lesben in der Verfassung die Integration von Muslimen gefährde (queer.de berichtete). Der Professor traute Muslimen offenbar generell nicht zu, Toleranz gegenüber Homosexuellen aufzubringen.

Gegen diesen Vorwurf wehrt sich nun Mazyek: „Die Verfolgung und Diskriminierung von Homosexuellen findet keine islamische Rechtfertigung“, so der FDP-Lokalpolitiker und Gründer des Forums islam.de. „Ein umfassender Diskriminierungsschutz in der Verfassung für alle Menschen ist für das friedliche Zusammenleben in Deutschland notwendig.“

Liberal-Islamischer Bund, Erklärung nach Podiumsdiskussion (Köln 2013):

Liberale muslimische Forscher und Theologen weisen auf eine lange Tradition homosexueller Beziehungen in der islamischen Kultur hin. Viele Muslime wüssten das nicht mehr und lehnten Homosexualität massiv ab, sagte der Berliner Koranforscher Andreas Ismail Mohr bei einer Podiumsdiskussion des Liberal-Islamischen Bundes (LIB) am Freitagabend in Köln. Anspielungen auf die Liebe zwischen Männern seien ein wichtiges Thema arabischer, persischer und türkischer Dichtung. Lesbische Liebe sei dagegen nicht thematisiert worden.

Mohr rief zu einer genauen Lektüre der heiligen Texte auf. Die Koranstelle, die als Quelle für ein Verbot homosexueller Praktiken herangezogen werde, sei nur vage formuliert. Der muslimische Wissenschaftler bezog sich dabei auf die Lot-Geschichte des Koran, die der biblischen Erzählung von Sodom und Gomorrha ähnelt.

Auch Transsexuelle haben nach Angaben der Bayreuther Religionswissenschaftlerin Leyla Jagiella traditionell einen festen Platz in islamisch geprägten Ländern. Seit Jahrhunderten gebe es Nischen für Menschen, die nicht in die Zweiteilung von Mann und Frau passten. In Südasien, wo viele Muslime leben, werde das als [von] Gott gewollt akzeptiert. Moderne islamische Bewegungen könnten mit solchen Mehrdeutigkeiten jedoch nicht umgehen und bekämpften diese, kritisierte die muslimische Forscherin.

Ahmadiyya Muslim Jamaat, externer Artikel in Kopie auf ahmadiyya.de (2012):

Für die Ahmadiyya ist Homosexualität nicht natürlich. Die Ehe sei der zentrale Bestandteil der Gesellschaft, sagt Imran Zaka. Allah sehe vor, dass sich Mann und Frau in der Ehe zusammentun und für Nachkommen sorgen. Das sei bei gleichgeschlechtlichen Verbindungen nicht möglich. Zaka glaubt nicht, dass ein homosexuelles Gemeindemitglied ausgeschlossen würde. Er vermutet aber, dass derjenige seine Neigungen nicht offen ausleben, sondern geheimhalten würde. Gern gesehen wird Homosexualität in der Gemeinde nämlich nicht.

2007 gab es zudem den Skandal um die vorübergehende Bestätigung der Aussage, der Verzehr von Schweinefleisch mache „schwul“, durch die Leitung der Ahmadiyya in Frankfurt (vgl. Artikel im Tagesspiegel vom 15. April und vom 22. April 2007).


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Buddhismus

Die Deutsche Buddhistische Union (DBU) beherbergt unter ihrem Dach unterschiedlichste Richtungen des Buddhismus. Vielleicht daher gibt es zwar ein DBU-Studienprogramm und buddhistische soziale Dienste, aber kein offizielles Statement. Allerdings gibt es viele Mitgliedergruppen oder auch Einzelpersonen, die im Kontext der DBU Homosexualität thematisieren oder sich auch für ihre Anerkennung einsetzen.

Zugleich ist zwischen westlichem und östlichen Buddhismus insofern zu unterscheiden, als dass monastische Formen des Buddhismus eher zu einer negativen Beurteilung der Homosexualität tendieren. Auch der Dalai Lama äußerte sich entsprechend und beschreibt Homosexualität als „ein schlechtes sexuelles Verhalten“. Es gibt buddhistische Staaten, in denen die gleichgeschlechtliche Liebe bestraft wird (vgl. aber Artikel zum Video der ersten öffentlichen Zeremonie einer schwulen Hochzeit in Myanmar / Burma auf queer.de vom 4. März 2014).

Folgender Auszug eines Textes von einem Laienbuddhisten mag diesen Unterschied verdeutlichen:

Wie ich in einer anderen Antwort schon geschrieben habe, gilt für Sexualität im Laienbuddhismus, vor allem ab dem Mahayana und Vajrayana-Fahrzeug, dass alles erlaubt ist, was alle Beteiligten aus eigener freier Entscheidung freiwillig tun. Für bestimmte Bereiche des buddhistischen Tantra, in dualen Tantras, gibt es Übungen in denen Sexualität mit einem Partner als Meditationsübung verwendet werden kann. Das setzt sehr viel voraus, so dass diese Einweihungen sehr selten im Westen gegeben werden. In Bezug auf diese Übungen ist es strittig bzw. dazu gibt es verschiedene Meinungen, ob dies mit einem gleichgeschlechtlichen Partner möglich ist. Da es darum geht, die eigenen gegengeschlechtlichen Anteile zu erkennen und mehr zu integrieren, hängt das wohl vom Einzelfall ab, ob das ein Hindernis sein kann oder nicht.

Manche homosexuelle Paare sind klar aufgeteilt in männliche und weibliche Rollen, bei anderen wechselt es ständig oder beide geniessen eher die Energien der einen oder anderen Seite gemeinsam. Das kann für fortgeschrittene Yogis möglichweise sogar das Potential für Erkenntnis erhöhen, wird die meisten Menschen jedoch zunächst mehr verwirren als dass es nutzt.

Auch der Buddhistische Dachverband Diamantweg e.V, größter Teilverband der DBU, hat mit Lama Ole Nydahl einen wichtigen Vertreter, der Homosexualität indirekt abwertet:

Buddha war klug genug, sich weitgehend aus unseren Schlafzimmern herauszuhalten. Auf Fragen zu Homosexualität hat er meistens geantwortet, sie würde aus starker Abneigung gegen das andere Geschlecht in vorherigen Leben entstehen. Wenn ich z. B. im letzten Leben ständig an den Mädchen etwas gefunden hätte, was mir nicht gefällt, dann würde ich heute anstatt mit Petra mit Peter Hand in Hand dasitzen. Es hängt also von der inneren Einstellung anderen gegenüber ab.

[…] Aber ich finde nicht, dass das Thema bedeutend ist. Solange sie sich gegenseitig gut behandeln und keine Krankheiten verbreiten, bin ich eigentlich nicht so sehr daran interessiert, was meine Schüler nachts machen.

Ähnliches gilt für den Begründer der Internationalen Zen Vereinigung (Association Zen Internationale), die nicht Teil der DBU ist (bzw. das sind nur manche deutsche Zen-Gruppen der AZI):

Meister Deshimaru sah Homosexualität als etwas Unnatürliches an. Er sagte: „Ihr dürft Euch nicht im Loch irren.“ Das heißt aber nicht, daß er die Homosexuellen nicht akzeptierte. Er ordinierte Homosexuelle sogar zu Mönchen. Er hatte Mitgefühl für alle. Aber er weigerte sich, Homosexualität als Normalzustand anzusehen. Wenn alle Menschen homosexuell wären, dann gäbe es keine Homosexuellen mehr.
[…]

Ich glaube, daß sich in der Gegenwart, in der sich die Gesellschaft und die Sitten weiterentwickeln, auch die Sichtweise des Zen weiterentwickeln kann. Wichtig ist in unserer Sangha einzig und allein, daß wir in den Sesshin, in den Sommerlagern darauf achten, daß unser Verhalten nicht die Praxis stört, weder unsere eigene noch die der anderen. Aber das betrifft alle, sowohl Homosexuelle als auch Heterosexuelle.


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Hinduismus

Aufgrund des Fehlens von Dachverbänden und einer besonderen Heterogenität der z.B. reformhinduistischen Strömungen kann an dieser Stelle nur allgemein gesprochen werden. Auf der einen Seite gehört Indien zu den Ländern, die aktuell Gesetze gegen Homosexualität anwenden. Auf der anderen Seite gibt es diverse Geschichten aus der hinduistischen Götterwelt, die „reich an gleichgeschlechtlichen erotischen Abenteuern, Geschlechtsumwandlungen oder Ideen von einem dritten Geschlecht“ sind (vgl. Darstellung der Villa Regenbogen 2007).

Als Beispiel aus einer reformhinduistischen Bewegung sei aber noch eine Darstellung von Jaya Badhra Prabhvi „Chant and Be Gay – Nichtheterosexualität in der Hare Krishna Bewegung“ zitiert, welche auf der privaten, aber zentralen Seite harekrsna.de zu finden ist. Ihr Autor gehört der Gay and Lesbian Vaishnava Association Germany an:

Als Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Krishna Bewusstsein (ISKCON), einer Gesellschaft, die jegliche Art von Sexualität philosophisch und sozial herunterspielt, finde ich es wertvoll zu untersuchen, wie mit Nichtheterosexualität in ISKCON umgegangen wird. Während ISKCONs Gründer A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada (1896-1977) sich stark gegen „Homosex“ ausgesprochen hat, waren seine persönlichen Beziehungen mit Nichtheterosexuellen, sowohl innerhalb als auch außerhalb ISKCONs, weder verurteilend noch diskriminierend. Allgemein hat er alle und jeden dazu ermutigt, zu „chanten und glücklich zu sein“ und in voranschreitendem Maße ihre Existenz zu reinigen. […]

Viele von Prabhupadas Nachfolgern mögen seine starken Aussagen bezüglich „Homosex“ nicht im weiteren Kontext seiner Verurteilung aller Sexualitätsformen außerhalb der Zeugung von Kindern, denen die volle Unterstützung für ihre spirituelle Entwicklung gegeben werden sollten, sehen. Vielmehr noch mag die Tendenz selbst der toleranteren und akzeptierenden Mitglieder von ISKCON sein, eine Art Abneigung gegenüber Nichtheterosexuellen aufrecht zu erhalten und diesen in einigen von Prabhupadas Aussagen bestätigt zu sehen. Dies kann dazu führen, dass ein ISKCON Mitglied unwissentlich selbst in den iccha-dvena Kreislauf, oder die Dualität von Anziehung und Abneigung, verstrickt wird, die aus ihrer Natur heraus schädlich für spirituellen Fortschritt ist.


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Sonstige Religionen
(und einige weltanschauliche Gemeinschaften)

Hier kann kein umfassender Überblick gegeben werden. Aber einige Entwicklungen seien abschließend genannt. 2002 haben sich innerhalb der Anthroposophie Schwule, Lesben und Bisexuelle zu einem Arbeitskreis Bi…sophie zusammengeschlossen (vgl. taz: „Schwule Anthrosophen“). Zur Freimaurerei (die sich so wenig wie die Anthroposophie als „religiös“ versteht) sei aus der Broschüre „Keine Angst vor der Freimaurerei! 100 Fragen und der Versuch, darauf Antworten zu geben“ (2004) zitiert:

Die Freimaurerei fragt ihre Interessenten nicht nach ihrer parteipolitischen Gesinnung, auch nicht nach der Kirchenzugehörigkeit, aber ebensowenig nach ihren sexuellen Anlagen und Vorlieben. Dies alles gehört in die private Intimsphäre des einzelnen. Dies sind persönliche Einstellungen, die für die Aufnahme in den Bund keine Diskussionspunkte sind.

Mit der wachsenden rechtlichen Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Partnerschaften beginnt erst die Diskussion, die Homosexuellen in ein Wertesystem einzuordnen. Die Brüder können in der Homosexualität eine besondere Ausprägung der Persönlichkeit sehen, die sie nicht daran hindert, diesen Brüdern die gleiche Achtung und brüderliche Zuneigung entgegenzubringen wie allen anderen auch. Sowenig es aber einem Bruder gestattet ist, in der Loge für eine Partei oder Kirche zu werben, so wenig würde es die Bruderschaft tolerieren, wenn sexuelle Vorlieben eines Bruders in die Loge getragen würden. Wir sollten bekanntgewordene Tatsachen zur Kenntnis nehmen und uns dann unseren eigentlichen freimaurerischen Aufgaben zuwenden.

Sucht man nach Scientology (die nur ihrer angeblichen Mitgliedergröße wegen an der Position zwischen Freimaurerei und Bahai angeführt werden) und Homosexualität finden sich zunächst ausschließlich Texte der Scientology-Gegner, deren Behauptungen über die Homophobie der Religionsgemeinschaft aber nach deren eigenen Erklärungen nicht mehr aktuell sind (so ein etwas moderaterer Artikel auf Queernews.at):

Wenige Tage nachdem der Regisseur und Oscar-Preisträger Paul Haggis der Scientology-Sekte nach jahrzehntelanger Mitgliedschaft den Rücken kehrte und dies in einem offenen Brief damit begründete, dass Scientology San Diego „Proposition 8“ unterstützt hat, also den Verfassungszusatz, der Lesben und Schwulen in Kalifornien das Recht zu heiraten wieder genommen hat, reagierte ein Sprecher [von Scientology].

Tom Davis betont, dass Scientology die Bürgerrechte aller Menschen unterstütze, unabhängig von sexueller Orientierung, Rasse, Hautfarbe oder Herkunft. Die Mitglieder von Scientology seien selbst eine Minderheit, wüssten also, wie das ist. Scientology San Diego sei nur durch ein Versehen auf der Liste der Unterstützer von Prop 8 gelandet.

Warum es bis zu dieser Klarstellung rund ein Jahr gedauert hat, geht aus der Stellungnahme von Davis nicht genau hervor. Er meinte, Haggis hätte mehr gewollt als die Korrektur, nämlich eine politische Stellungnahme von Scientology, welche diese nicht abgeben könne, ohne ihren Status als steuerbefreite Religionsgemeinschaft zu gefährden.

GGG.at wies gestern darauf hin, dass L. Ron Hubbard, der Gründer von Scientology, in Homosexuelle in seinen Schriften als „Perverse“ und „gefährlich für die Gesellschaft“ bezeichnet hat, wovon Scientology sich heute distanziert. Es gibt aber auch Informationen, dass Scientology seinen Mitgliedern die „Heilung“ von Homosexualität anbietet oder gar nahelegt.

Nach der Mitgliedergröße müssten zunächst Rosenkreuzer behandelt werden, zu denen allerdings ebensowenig wie zum Yezidentum eine zitierfähige Information vorliegt.

Bahá’í-Gemeinde in Deutschland, Generalsekretariat, Homosexualität – Eine Bahá’í-Perspektive (2007):

Das Verbot homosexueller Handlungen kann nicht mit Intoleranz oder Engstirnigkeit gleichgesetzt werden. Mitgefühl und Verständnis zu zeigen, ist ein zentraler Aspekt des Bahá’í-Lebensart. Die Bahá’í-Schriften schreiben außerdem unmissverständlich vor, dass die Zivilrechte aller Individuen geschützt und respektiert werden müssen. Die Bahá’í-Religion unterscheidet ganz deutlich zwischen dem Phänomen der Homosexualität und denjenigen, die davon betroffen sind einerseits und dem tatsächlichen Ausleben homosexueller Handlungen andererseits. Während homosexueller Geschlechtsverkehr als Verletzung des Gesetzes Gottes angesehen wird, schreibt das Universale Haus der Gerechtigkeit, dass es gänzlich gegen den Geist der Bahá’í-Schriften wäre, „Menschen mit homosexuellen Neigungen mit Vorurteil oder Verachtung zu behandeln“.

Die Vereinigungskirche bzw. heute Tongil-Gyo Vereinigungsbewegung verlinkt auf ihrer deutschen Webpräsenz tongilgyo.de aktuell den „The European“-Artikel „Homosexualität ist ein Fehler der Natur“ von Matthias Matussek.

Rev. Sun Myung Moon: Die wahre Familie und Ich, Ansprache bei der Welttour 1995:

Jedoch ist die Gegenwart die Ära, in welcher der Individualismus König ist, die Ära der freien Sexualität , welche Familien, die sich auf wahre Liebe hin orientieren, verhindert hat, die Ära der Verneinung der Eltern, die Ära der Verneinung von Ehemann und Ehefrau, die Ära der Verneinung der Kinder. Es ist das Zeitalter, in dem Aktivisten für Homosexualität unter Männern und Frauen danach trachten, die himmlische Seite auszumerzen, welche sich um die Errichtung idealer Familien bemüht jene Familien, die Gott durch die zweite Entsendung des Messias begründen will, auf daß diese Hölle sich in das Himmelreich auf Erden verwandelt. Der Messias, als Wahre Eltern, strebt danach, Vereinigung herbeizuführen: zwischen Geist und Körper, zwischen Eheleuten, unter den Kindern, letztendlich weltweite Vereinigung.


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Diese Zusammenstellung von Erklärungen und Positionen der Religionsgemeinschaften Deutschlands zur Homosexualität wurde von Christoph Wagenseil für REMID e.V. angefertigt.

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9 Kommentare:

  1. Als Hinweis zum Bereich Religion & Gender sei auf eine neue BAMF-Studie „Geschlechterrollen bei Deutschen und Zuwanderern christlicher und muslimischer Religionszugehörigkeit“ (13. Februar 2014) verwiesen, die zu dem Schluss kommt,

    dass sowohl die Mehrheit der Muslime als auch der Christen eine Gleichberechtigung von Männern und Frauen befürworten. Somit herrscht insgesamt ein klares Bekenntnis zur Geschlechtergerechtigkeit vor. […] Die Religionszugehörigkeit ist dagegen eher irrelevant. Darüber hinaus weisen Personen, bei denen Religion im Alltag eine größere Bedeutung einnimmt, traditionellere Geschlechterrollenmodelle auf. Dies trifft für praktizierende Muslime und Christen gleichermaßen zu.

  2. Pseudonym der Red. bekannt

    […] Der konservativ-christliche Standpunkt ist richtig. Allerdings muss die Kirche abgeschafft werden. Der Priester muss durch den christlichen Geistheiler ersetzt werden.

    Anm. Red.: Entfernt wurde die genaue Ausgestaltung der Ablehnung von Homosexualität durch den Kommentator, dessen Pseudonym und Formulierungen in einem rechten Blog mit Verschwörungstheorien wiedergefunden wurden. Der Kommentar macht damit aufmerksam auch auf ein möglicherweise neues Profil christlich-esoterischer Geistheiler. Diese politische Ausrichtung kann, aber muss kein Sonderfall sein (vgl. auch Interview zu brauner Esoterik). Ohne eine solche politische Dimension ist beispielweise das Christliche Heiler Netzwerk. Ein schon älteres Beispiel für christliche Geistheilungskonzepte ist die Religionsgemeinschaft Christian Science. Letztere hat seit 1985 mit Emergence International (Wiki; eigene Seite) „eine weltweite Gemeinschaft von christlichen Wissenschaftlern und ihren Familien, die Schwule, Lesben und Transgender-Personen in der Christian Science-Bewegung unterstützen“.

  3. Robert Stephanus

    Nachtrag Sikhismus:
    Sikhismus ist mit geschätzten 23-25 Millionen AnhängerInnen eine der größten Religionen der Welt und Homosexualität ist ein umstrittenes Thema.
    Theologisch betrachtet, besitzt die Seele kein Geschlecht und die Einheit der Menschheit wird besonders betont. Insofern dürfte es eigentlich keine Vorbehalte gegen Homosexualität geben.
    Allerdings wird Sexualität allgemein außerhalb einer Ehe als sündhaft angesehen, sodass sich die Frage stellt, ob homosexuelle Paare getraut werden sollen. Das ist umstritten. Da im Guru Granth Sahib (GGS dem „heiligen“ Buch der Sikhs) keine gleichgeschlechtliche Ehe auftaucht, wird sie meist abgelehnt. Allerdings sind viele Passagen geschlechtsneutral gehalten, sodass dies auch für die Legitimität einer gleichgeschlechtliche Ehe sprechen könnte. Homosexualität wird nicht ein einziges Mal erwähnt.

    2005 hat sich der Jathedar des Akal Takht Giani Joginder Singh Vedanti (der höchste von 5 spirituellen Führern) sehr negativ zur Homosexualität geäußert:
    „Nobody would support such a person having such dirty thoughts in their mind because it is against the Sikh religion and the Sikh code of conduct and totally against the laws of nature.“
    http://www.cbc.ca/news/canada/world-sikh-group-against-gay-marriage-bill-1.536239
    Im Code of Conduct (dem Sikh-Verhaltenskodex auch bekannt als Sikh Reht Maryada) steht allerdings überhaupt nichts zur Homosexualität.
    http://sgpc.net/rehat_maryada/section_one.html

    Tatsächlich gibt es auch Sikh-Gruppen, die aktiv für Homosexualität bzw. LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) eintreten:
    http://www.sarbat.net/

  4. Pingback: Religionsfreiheit und religiöse Vielfalt 2014: Indikatoren und Berichte « REMID Blog

  5. Christoph Wagenseil

    Nachtrag 2015: „Studie der Bertelsmann-Stiftung: Mehrheit der liberaleren Muslime in Deutschland für Ehe-Öffnung“:

    „In Deutschland stimmen rund 67 Prozent der wenig religiösen und rund 60 Prozent der ziemlich oder sehr religiösen Muslime der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben zu. Werden die hochreligiösen Muslime einbezogen, die mit 40 Prozent Zustimmung das Ergebnis deutlich abschwächen, liegt die Unterstützung mit 48 Prozent noch immer bei rund der Hälfte.

    Das ist das Ergebnis einer Studie der Gütersloher Bertelsmann-Stiftung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. In der „Sonderauswertung Islam“ werteten die Politikwissenschaftler Professor Dirk Halm und Dr. Martina Sauer unter anderem Daten des Religionsmonitors 2013 aus.“ (Quelle: queer.de, 8. Jan. 2015)

  6. Pingback: Religion und Vorurteil von A bis Z « REMID Blog

  7. Nachtrag zur Neuapostolischen Kirche:

    So erhalten Mann und Frau den kirchlichen Segen, homosexuelle Brautpaare ein segnendes Gebet. „Homosexualität, Transsexualität ist ein Thema. Es gibt auch die Regenbogen-NAK“, so Schulz. (Zweites Leben im Himmelreich)

    Die erwähnte Regenbogen-NAK wurde 1999 gegründet.

  8. Pingback: “No negations of any kind!” – Islamischer Feminismus versus Pro-Familie-Bewegung – REMID Blog

  9. Pingback: Mit Parallelen zu islamistischen Ideologien: „Christlicher Extremismus in Deutschland“ – REMID Blog

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