Esoterik und alternative Spiritualität von A bis Z

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Auf einer vergangenen Tagung der Religionswissenschaft wurde die Zusammenstellung „Religion und Vorurteil von A-Z“ besonders gelobt. Daher soll folgende neue Zusammenstellung zu „Esoterik und alternative Spiritualität von A bis Z“ eine Art erste Vertiefung bieten. Dabei wird versucht, auf diverses bereits vorhandenes Material einzugehen, so dass diese Übersicht auch einen geeigneten Einstieg im Sinne einer Themenschwerpunktseite „Esoterik und alternative Spiritualität“ bietet (neben den bisherigen Schwerpunkten „Religionsfreiheit“ und „Islam“). Die einzelnen Stichworte wurden dabei so ausgewählt, dass sowohl Esoteriker_innen, Alternativ-Spirituelle, Interessierte mit beliebigem weltanschaulichen oder religiösen Hintergrund, „Skeptiker_innen“ als auch Religionswissenschaftler_innen, Mediziner_innen usf. jeweils Aspekte hinzulernen können.

 

Alchemie. Auf antiken Quellen aufbauend, durch arabische Quellen auch in Europa reaktiviert, vereint die alchemische Lehre das Hermes Trismegistos zugeschriebene Lehrgebäude (siehe Stichwort „Anciennität“) mit dem Konzept der Veredelung der Materie (und des Geistes). Während also das anekdotische Sujet der Goldmachergeschichten das Werk reduziert auf eine bestimmte Funktion des sogenannten „Stein der Weisen“, die Herstellung von Gold durch die Transmutation von unedelen Metallen, galt der Stein der Weisen sowohl als mögliche Panazee, ein universelles Heilmittel, (bzw. als eine Vorstufe zu einem solchen) als auch als eine Etappe auf dem Weg zu einer (auch diesseitigen) Unsterblichkeit. Die Anleitungen zu seiner Herstellung sind allegorisch verschlüsselt, und aus ihnen entwickelte sich eine eigene allegorische Tradition im Sinne eines mystischen Stufenweges der Erkenntnis (siehe auch Stichwort „Initiation“). Eine grob vergleichbare Tradition gibt es im chinesischen Daoismus, allerdings mit dem dreifachen Unterschied, dass die Herstellung von Elixieren im historischen Wèidān („äußeres Elixier“, „äußere Alchemie“ im Gegensatz zu dem späteren die Bezeichnungen einführenden Nèidān, „inneres Elixier“) eine eher marginale Rolle einnahm, dass grundsätzlich Körpertechniken eine größere Rolle innehaben als metaphysische Symbolismen (daher auch die „esoterische“ Rezeption als „Tao Yoga“) und dass das Unsterblichkeitskonzept in China kein Alleinstellungsmerkmal einer marginalen Gruppe darstellt: Auch „[d]ie daoistischen Götter sind eigentlich ‚Unsterbliche‘ (Xiān), ihr ‚Paradies des Westens‘ heilige Berge, auf denen die Unsterblichen wohnen“. Genauer besehen hat diese phänomenologische Gleichsetzung von hermetischer Alchemie mit daoistischem Nèidān, die allerdings bereits im 17. Jahrhundert von Chinareisenden vollzogen wurde, eine semantische Reduktion des Begriffes bewirkt. Während die hermetische Alchemie und ihr symbolisches System heute eher unbekannt sind, inspirieren lose Adaptionen von z.B. Drachentor-Daoismus eine stark metaphorische Verwendung des Begriffs „Alchemie“ im Sinne einer grundsätzlichen spirituellen Wandlung (man vgl. auch Seminar „Alchemie. Ein Gegenstand der Religionswissenschaft?“: Glossar Alchemie, Marburg 2007/08).

 

Von links nach rechts: Willem ten Rhijne, auch Wilhelmus ten Rhyne (1647-1700) veröffentlichte 1683 die „erste westliche Arbeit“ über Akupunktur. Andreas Cleyer gab 1682 Jesuiten-Schriften zur medizinischen Pulslehre heraus und machte diese damit bekannter. In Cleyers Apotheke fand bereits 1676 Johann Otto Hellwig eine Anstellung bis zum Ende der 1670er Jahre. Er brachte 1682 auch ein Buch heraus: „Centrum naturae concentratum, oder, Ein Tractat von dem wiedergebohrnen Saltz: insgemein und eigendlich genandt der Weisen Stein, in Arabischen geschrieben von Ali Puli, einem asiatischen Mohren, darnach in Portugiesische Sprache durch H. L. V. A. H. und ins Hochteutsche versetzt und heraus gegeben von Johann Otto Helbig…“. Es gilt heute als Fälschung.

 

Amma. Man vergleiche das Interview „Globale Gurus: Indische Religionen auf Welttournee“ (2011).

 

Anciennität. Nicht nur Martin Luther strebte „ad fontes“ (zu den Quellen), in der Rennaisance übersetzte Marsilio Ficino im Auftrag der Medici in Florenz das Corpus Hermeticum, 18 eigentlich spätantike Traktate, die dem mythischen Hermes Trismegistos zugeschrieben worden waren. Es wurde angenommen, diese Hermetik sei älter als die Bibel und daher eine urtümlichere Wahrheit, eine verlorengegangene Offenbarung Gottes im Medium eines „heiligen“ Textes. Dieser Kredit an Anciennität (vgl. Wilhelm Schmidt-Biggemann: Traditionskonkurrenzen. Eine Kreditgeschichte offenbarter Ursprungsgeschichten. In: Constructing Tradition. Means and Myths of Transmission in Western Esotericism; Aries Book Series Texts and Studies in Western Esotericism 11, hrsg. von Andreas Kilcher, Leiden: Brill 2010, S. 343-371), also „ehrwürdigem“ Alter, ließ sowohl extinkte sogenannte „Hoch“-Kulturen wie das alte Ägypten, spätestens ab dem 17. Jahrhundert Indien und China, später die vorderasiatischen oder altamerikanischen Kulturen bzw. ihre Religionen zu einem wesentlichen Steinbruch alternativer Spiritualität und Esoterik werden. Anciennität erläutert, warum Athanasius Kircher im 17. Jahrhundert vermutete, im biblischen Paradies wäre Altägyptisch gesprochen worden (Oedipus Aegyptiacus, 1652-54). Aus Anciennitätsgründen wurden im 17. Jahrhundert die Schriften der Rosenkreuzer auf eine mythische Bruderschaft und ihren Gründer im 14. Jahrhundert bezogen oder im 18. Jahrhundert magische Traktate mit einem Druckvermerk versehen, der sie irreführend an den Anfang der Buchdruckerkunst (15./16. Jh.) rückdatierte. Entscheidend scheint aber die Verbindung mit Schrift oder Zeichen (im Sinne auch eines Offenbarungscharakters wie bei monotheistischen Schriftreligionen) einerseits und der Idee des (ehemaligen) Geheimnisses andererseits. Demgegenüber steht die Denkfigur einer vermeintlich „natürlichen“ Religion, die gerade daher für „unverfälscht“ angesehen wird, dass sie ohne Schrift auszukommen scheint bzw. geschichtslos etwas erhalten habe – vom Anbeginn der Zeit (siehe Evolutionismus). Für eine erleichterte Einschätzung chronologischer Verhältnisse kann an dieser Stelle eine Tabelle eingesehen werden, welche „Wiedergeburten der Antike“, arabische und jüdische Einflüsse, „Geschichte der christlichen Religionen / Politische Geschichte Europas“ sowie „Geschichte der Europäer außerhalb Europas / Außereuropäische Geschichte“ zeitlich sortiert (Seminar „Religiöse Konzepte der Frühen Neuzeit“, Bochum 2012).

 

Folie aus einem Vortrag zum Thema „Anciennität“ (2006).

 

Archetyp. In den meisten Fällen direkter oder indirekter Bezug auf Carl Gustav Jung, der Sigmund Freuds Psychoanalyse bereits ab 1916 um ein Konzept des kollektiven Unbewussten ergänzte (in einem französischen Aufsatz „La Structure de l’inconscient“, in: Archives de Psychologie XVI, 1916), spätestens aber mit „The Archetypes and the Collective Unconscious“ (zuerst engl. 1959) unbeabsichtigt die Esoterik reformierte. Eine Kritik am Jung’schen Archetypen-Konzept aus religionswissenschaftlicher Perspektive bringt Carrie Dohe: Jung’s Wandering Archetype: Race and Religion in Analytical Psychology (2016). Der wandernde Archetyp Jungs ist dabei Wotan (Odin), den Jung in zwei Essays „Wotan“ 1936 und „Nach der Katastrophe“ 1945 zu einer „Grundeigenschaft der deutschen Seele“ erklärte. Aber auch ohne diese Art problematische Erklärung von spezifischen „Kollektivpsychen“ tendiert die aus Märchen und Mythen destillierte Archetypenreihe Schatten, Animus, Anima, das göttliche Kind, die alte Weise usf. dazu, bestimmte Lebensweisen als „natürlich“ und „gesund“ zu qualifizieren. Außerdem wird Spiritualität dadurch antielitär (entgegen den „zeremonialmagischen“ Initiationsgesellschaften, siehe Initiation) und scheinbar egalitär inszeniert – scheinbar, da andere Lebensweisen potenziell ausgegrenzt werden.

 

Arteigene Religion (Ariosophie). Man vgl. das Interview „Der ‚arische‘ Jesus und ‚arteigene Religion‘: Neue Studie zu einem spirituellen deutschen Sonderweg“ (2012).

 

Aurasehen. Zwar gibt es auch schon eine klassische auf Virgil zurückgehende Verwendung von lat., aura, für „Glanz, Schimmer“ (Scheller, 1812, S. 155), aber Paracelsus, der oft als Urheber genannt wird, hat selbst lediglich von einem zweiten „unsichtbaren cörpeln“ gesprochen (Schott, in: Dilg/Rudoph, Resultate und Desiderate der Paracelsus-Forschung, 1993, S. 36). Vor Walter Benjamin („Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“, 1935) verwendeten den Aura-Begriff u.a. William Walker Atkinson alias Swami Panchadasi in „The Human Aura: Astral Colors and Thought Forms“, 1912, aus dem Umfeld der Neugeist-Bewegung, Charles Webster Leadbeater in „Theosophical talks at Adyar“, 1911, aus dem Umfeld der Theosophischen Gesellschaft(en). Die beim sogenannten Aurensehen „gesehenen“ Farben werden häufig parallelisiert mit Qualitäten aus religiösen Traditionen. Eine beliebte Variante kombiniert dabei die sogenannten sieben „Chakren“ aus dem Kundalini-Yoga mit dem kabbalistischen Sephiroth-Baum, astrologischen Planetenzeichen uvm., daneben existieren aber auch andere Varianten – mit „widersprechenden“ Farbreihungen (buddhistisch mit nur fünf Qualitäten, „saturnisch“). Schließlich – in manchem Lichtarbeiter- und Channeling-Kontext – geht es gar nicht um Farben, aber das Sehen von Auren als solches gehört zu den Kennzeichen eines spirituellen Entwicklungsprozesses (wie bei den „Prophezeihungen von Celestine“ von James Redfield, 1993); oder eine bestimmte Farbe kennzeichnet etwa eine Generation von „Indigo-Kindern“ (siehe „Kristallkinder“). Man vergleiche auch den Artikel „Die Kopie ist das wahre Original: Aura-Kopierer, Religionswissenschaft, Falsifikation und Don Quijote“ (2012).

 

Auroville. Man siehe den Gastbeitrag „Auroville als alternatives Gemeinschaftsprojekt – ein Reisebericht“ (2013).

 

Autoritarismus. Angefangen bei der Berkeley-Studie von Theodor W. Adorno et. al. zur „autoritären Persönlichkeit“ 1950 (man denke an die Subskala „Aberglauben und Stereotypie“ der F-Skala, „f“ wie „facism“) über das Milgram-Experiment hat sich ein eigenes Forschungsgebiet innerhalb insbesondere der Soziologie und Politologie entwickelt, das differenzierte komplexe Itemkataloge entworfen hat, um Autoritarismus abzufragen (vgl. Susanne Rippl, Hg.: Autoritarismus. Kontroversen und Ansätze der aktuellen Autoritarismusforschung, Berlin 2013). Der ohne solche Differenzierungen vorgenommene einfache Vorwurf von Autoritarismus ist daher schon mit Vorsicht zu genießen. Auf Religionen angewendet, ist eine genauere Differenzierung unabdingbar, denn ein irgendwie gearteter affirmativer (bejahender) Bezug zu der Lehre selbst einer nur „spirituellen“ Vergemeinschaftung ist ohne eine gewisse Akzeptanz eines Autoritätsanspruchs nicht denkbar bzw. sonst höchstens als ironischer oder ästhetischer Bezug eines Einzelnen zu jener Lehre vorstellbar – oder die Gemeinschaft wird aus anderen Gründen als der Lehre wegen aufgesucht. In Umfragen werden institutionalisierte „Religionen“ eher mit Autoritarismus und negativ assoziiert, während „Spiritualität“ eher positiv assoziiert wird (vgl. Spirituelle Atheisten? Statistische Einblicke in aktuelle Formen weltanschaulicher Selbst-Verortung). Trotzdem ist die daher auch mindestens für neue Religionen naheliegende Selbstbezeichnung als „spirituell“ kein Garant für wenig Autoritarismus. Zugleich empfiehlt es sich, kronkreter zu differenzieren: Geht es um starken Formalismus in Lehre oder Praxis? Welche Rechte und Pflichten werden vermittelt? Wenn die Lehre stark dualistisch ist, gehören Verschwörungsmythen (siehe dort) deutlich zur Apologetik der spezifischen Gruppe?

 

Batinismus. Abgeleitet vom arabischen Wort für das Innere, „batin“, wird der Begriff „Batinismus“ gebraucht, um gestufte Erkenntnis- und Erfahrungswege von Aleviten, Alawiten oder Sufi-Gemeinschaften zu bezeichnen, die zuvor als eine „esoterische Gegenströmung gegen die islamische Orthodoxie“ gelabelt worden waren (vgl. Anton Josef Dierl: Geschichte und Lehre des anatolischen Alevismus-Bektaşismus, Frankfurt 1985; Annemarie Schimmel: Mystische Dimensionen des Islam. Die Geschichte des Sufismus, Köln 1985; Laila Prager: Die „Gemeinschaft des Hauses“. Religion, Heiratsstrategien und transnationale Identität türkischer Alawi-/Nusairi-Migranten in Deutschland, Münster 2010). Man vergleiche auch den Artikel „Religion und Vorurteil von A-Z“, Stichwort „Mystik“.

 

Baghwan. Siehe Osho-Bewegung.

 

„Betrug“, „Gewalt“. Um die Wortfelder „Betrug“ und „Gewalt“ geht es im Interview „Betrug“, „Gewalt“ oder „Spiritualität“: Entwicklungen in der Berichterstattung über Religion in ‚Stern‘ und ‚Spiegel‘ seit 1960 (2014) mit Judith Stander. Aus Artikel „Religionsbarometer und Varianz: Hass-Prävention mit Religionswissenschaft?“ (2015) sei zum „Betrug“ als Vorwurf an religiöse (oder spirituelle) Akteure noch zitiert:

„Gerade das Geld-Argument suggeriert, es gäbe eine Möglichkeit, ein Preis-Leistungs-Verhältnis zu bestimmen. Neben der Moralität ist also ein essenzieller Bezug zur Wirklichkeit inklusive, als ob die Metaphysik von z.B. Scientology oder Esoterikern weniger „echte“ religiöse Dienstleistungen erlaube. Eigentlich geht es also um die Idee eines Qualitätsunterschiedes ähnlich wie bei der Differenzierung „Glauben“ – „Aberglauben“ (und analog „Religion“ – „Sekte“). Also selbst das Geld-Argument basiert auf religiösen Vorstellungen. Es ist ähnlich wie bei manchen Weihnachtskritikern, welche die Kommerzialisierung des Festes beklagen, aber der Verlust des „echten“, „wahren“ Weihnachtsfestes ist die Artikulation einer religiösen Idealvorstellung, selbst wenn das Argument in einem religionskritischen Kontext gebracht wird. Argumente solcher Art scheiden also für eine wissenschaftliche Definition aus“.

 

Buddhismus im Westen. Man siehe das Interview „Der Buddha im Westen: Moderne einmal anders“ mit Michael Schmiedel (2011).

Celtic Recon (Celtic Reconstructionist Paganism). Man siehe die entsprechende Kurzinformation.

Coaching. Man siehe den Artikel „Das moderne Verhältnis von Coach und Weltanschauung und seine mögliche Bedeutung für die Zukunft neuer religiöser Bewegungen“ (2016).

 

Cochrane. Als Institution ist Cochrane Deutschland Mitglied im Netzwerk evidenzbasierter Medizin, und damit also indirekt Teil der Skeptikerbewegung. Ihnen gegenüber steht z.B. der Laienverband Hahnmannia für Homöopathie oder die Carstens-Stiftung mit 30.000 Fördermitgliedern. Jedenfalls bilden sie ein Gegenüber, insofern „evidenzbasierte Medizin“ sich affirmativ auf den Begriff „Schulmedizin“ bezieht, während die Stiftung explizit Homöopathie und komplementäre Medizin fördern möchte. Die Cochrane Library bietet als Datenbank Überblick über Studien (Versuche, Trails) sowie bewertende Reviews. Dabei sagt die Zahl der Versuche oder Reviews noch nichts über Wirksamkeit aus. Zwar kann bei Akupunktur, Yoga und Meditation wohl angesichts des Aufwands davon ausgegangen werden, dass sie vermutlich irgendwann irgendwie in einem bestimmten Behandlungszusammenhang wirksam waren, aber konkret können Cochrane-Reviews auch zum Ergebnis haben, dass die Qualität der Versuche nicht ausreicht, um die Hypothese der Studie zu bestätigen oder zu widerlegen. Solche Reviews sind im alternativ-medizinischen Bereich überhaupt vergleichsweise relativ häufig zu finden (z.B. bezüglich Reiki bei Depression und Angst).

 

Suchergebnisse der Cochrane Library, 19. Sept. 2017.

 

Als Beispiele seien noch angeführt, welche drei Versuche ohne Reviews „shamanic“ im Titel oder Abstract haben:

1. Feasibility and short-term outcomes of a shamanic treatment for temporomandibular joint disorders, Vuckovic NH , Gullion CM , Williams LA , Ramirez M and Schneider J, Alternative therapies in health and medicine, 2007, 13(6), 18;
2. Composite effects of group drumming music therapy on modulation of neuroendocrine-immune parameters in normal subjects, Bittman BB , Berk LS , Felten DL , Westengard J , Simonton OC , Pappas J and Ninehouser M, Alternative therapies in health and medicine, 2001, 7(1), 38;
3. The therapeutic use of the shamanic journey: Lived experience and psychospiritual outcomes of learning an ancient spiritual practice, Schmitz Steven Joseph, Dissertation Abstracts International, 2010, 70(8-B), 5184.

Die Cochrane-Reviews bei Ayurveda, einer indischen Gesundheitslehre, haben die Titel:

1. Ayurveda interventions for rheumatoid arthritis, Girish Tillu , Arvind Chopra , Sanjeev Sarmukaddam and Prathap Tharyan, 2015, Protocol;
2. Herbal medicines for treatment of irritable bowel syndrome, Jian Ping Liu , Min Yang , Yunxia Liu , Mao Ling Wei and Sameline Grimsgaard, 2006;
3. Ayurvedic medicine for schizophrenia, Vishesh Agarwal , Akhil Abhijnhan and Prakash Raviraj, 2007.

Der Versuch mit „Prana energization“ (vgl. Stichwort „Energie“) heißt:

The effect of add-on yogic prana energization technique (YPET) on healing of fresh fractures: a randomized control study, Oswal P , Nagarathna R , Ebnezar J and Nagendra HR, Journal of alternative and complementary medicine (new york, N.Y.), 2011, 17(3), 253.

Derjenige mit Quantum healing („Quantenheilung“):

Randomized expectancy-enhanced placebo-controlled trial of the impact of Quantum BioEnergetic distant healing and paranormal belief on mood disturbance: a pilot study. Rock AJ , Permezel FE and Storm L, Explore (New York, N.Y.), 2012, 8(2), 107.

Link: Suchformular der Cochrane Library.

 

Cthulu. Um die Rezeption der phantastischen Romane von Howard Philips Lovecraft (1890-1937) im Okkultismus geht es im Interview „Lovecraft goes Magick: Cthulhus Ruf in Phantastik und (neuer) Religion“ (2015).

Éliphas Lévi. Um Éliphas Lévi alias Alphonse-Louis Constant (1810-1875) geht es im Interview „Le Christianisme c’est le Communisme“: Sozialismus und Okkultismus im Frankreich des 19. Jahrhunderts (2013).

 

Erdchakren (Earth Chakras). Die Chakrenlehre aus dem Kundalini-Yoga wurde nicht nur im Aurensehen (siehe dort) rezipiert. Robert Coon („Earth Chakras“, Selbstverlag, nach eigener Angabe 1967, faktisch vermutlich um 2006, seit 2009 über earthchakras.org) ordnete sieben Erdchakren im Sinne von „Energiezentren“ (siehe Stichwort „Energie“) heilige Orte zu: Mount Shasta, Isla del Sol im Titicaca-See, Uluru und Kata Tjuṯa, Glastonbury und Shaftesbury, Große Pyramide sowie Berg Sinai und Ölberg, „The Aeon Activation Centre“ (beweglich, das „dritte Auge“) und Mount Kailas („Kronenchakra“). Jedenfalls hat sich diese Liste an Zuordnungen nach 2011 durchgesetzt (gerne in Kombination mit z.B. dem Konzept der Ley-Linien oder Ley Lines nach Alfred Watkins, 1921). Bei Jaap Van Etten („Gifts of Mother Earth: Earth Energies, Vortexes, Lines, and Grids“, 2011) heißt es noch:

„Several people have mentioned that they believe Earth has chakras in the same way the human body does. Some people mention seven or twelve chakras, although most mention only seven. Author Amorah Quan Yin [Gründerin der Dolphin Star Temple Mystery School, „eine gegenwärtige Form der alten ägyptischen Mysterienschule“,vgl. Stichwort Initiation; Autorin von „The Pleiadian Workbook: Awakening Your Divine Ka“, 1995, vgl. Stichwort Seele; mit Residenz am Mount Shasta] is one of the few people how mentions twelve Earth chakras. I have compared the information given by four people who discuss the first seven Earth chakras. Interestingly these four authors do not agree on any of the chakra locations. Only Uluru in Australia was twice mentioned as the location of the third chakra. Of the four authors, one mentioned Haleakala as the place of the fourth chakra while Amora[h] Quan Yin mentioned a different location in Hawaii. Certain places are mentioned frequently, although for different chakras. Mount Shasta, Mount Fuji, and the Himalayas were mentioned three times, but again always for different chakras“ (ebd.).

Ähnlich dem Konzept der „Kraftorte“ im paganen Kontext werden heilige Orte neu systematisiert (vgl. Julia Dippel: Ritualplatz, Ahnenstätte, Kraftort. Neopagane Rezeptionen germanischer Kultplätze, in: Germanische Kultorte: Vergleichende, historische und rezeptionsgeschichtliche Zugänge, hrsg. von Matthias Egeler, München 2016, S. 315-348). Zugleich kann „Mutter Erde“ auf diese Weise neu konzeptionalisiert werden unter Einbezug von Vorstellungen aus der Umweltbewegung.

 

Screenshot einer Google-Bild-Suche nach „Earth Chakras“, 22. Sept. 2017.

 

Energie. Viele Begriffe aus anderen Kulturen und Religionen wurden schon als „Energie“ vereinnahmt, darunter das chinesische Qì (auch Ch’i; „Atem“, „Luft“, „Kraft“), das indische Prana, das Ashé (Àşe, Aché, Axé) der westafrikanischen Yoruba (und des afrobrasilianischen Candomblé usw.). In einem Diskussionsforum des Geistheilers Jesus Lopez, der auch zu den Referenten des Frankfurter Rings gehört, werden noch ergänzt das „baraka = Sufis“ (eigentlich Segenskraft; auch im Kontext der Heiligengräber im schiitischen Islam), das „Orgon = Dr. Wilhelm Reich“ und die „Odische Kraft = Baron Reichenbach“ oder „Orenda = Irokesen“. Warum „Jesod = Kabbalisten“ die neunte Sephirah (eine von zehn Qualitäten) auswählt, überhaupt „die Kabbalisten“ damit auf eine bestimmte Teiltradition festlegt, oder bei „Ka = Ägypter“ (siehe Stichwort „Seele“) einer von wahlweise fünf oder sieben Seelenbegriffen des Alten Ägyptens hier auf „Energie“ / „Lebensenergie“ enggeführt werden, ist nicht ersichtlich. Die diversen angesprochenen Traditionen werden entkontextualisiert zum Steinbruch einer legitimierenden Herleitung der – in diesem Beispiel – eigenen Geistheilungspraxis (man vergleiche auch für ein anderes Beispiel eines phänomenologischen Reduktionismus das Stichwort „Rosenkranz“).

 

Esoterik. Man vergleiche die Kurzinformation Religion: Esoterik sowie den Artikel „Esoterik: Ein ungewolltes Kind von Reformation, Aufklärung und Kolonialismus?“, außerdem die Stichworte „Okkultismus“, „Satanismus“, „Heidentum“ und „Volksfrömmigkeit“ im Artikel Religion und Vorurteil von A-Z. Zur Esoterikforschung sei einführend auch auf folgende Rezension von Henrik Bogdans „Western Esotericism and Rituals of Initiation“ (Wagenseil, in: Marburg Journal of Religion, Vol. 13, No. 1, 2008) verwiesen.

 

Evolutionismus. Im zugehörigen Artikel von Gerhard Schlatter im Handwörterbuch religionswissenschaftlicher Grundbegriffe steht an einer Stelle die prägnante Formulierung: „Das Nebeneinander der Völker begann man als ein Hintereinander zu verstehen“ (Band 2, 1990, S. 385-393, Zitat S. 387). Kulturen oder Religionen wurden und werden in Schemata ihrer „Entwicklung“ einsortiert. Dabei werden z.B. sogenannte „schriftlose“ Kulturen (sie sind in keinem Fall „zeichenfrei“) als tendenziell geschichtslos verstanden. Evolutionismuskritik kann aber auch weit über das Ziel hinausschießen, als theologische Zurückweisung biologischer Theorien. Daneben ist die Rolle von Evolutionismusvorwürfen in Wertedebatten auch problematisierbar. Entscheidend für alternative Spiritualität und Esoterik ist aber die aus evolutionistischen Motiven beliebte Ahistorizität. So könnten ausgerechnet „Gespenster“, zumindestens als wiederkehrende Totengeister, eine sich allmählich im europäischen Spätmittelalter entwickelnde Idee sein, die allmählich durch „weiße Frauen“ und Kolonialismus in der Frühen Neuzeit zu einem universellen Konzept ausgebaut worden sind (vgl. Gespenster. Festliche Dekonstruktion einer Universalkategorie, 2011; man siehe auch die Einträge „Huna“, „Keltisches Baumorakel“, „Keltisches Stonehenge“, „Medizinrad“ und „Voodoopuppen“ im Artikel „Buddhas Drittes Auge – Populäre religionsgeschichtliche Irrtümer von A bis Z“).

 

Gespenst. Man siehe den Artikel Gespenster. Festliche Dekonstruktion einer Universalkategorie (2011).

Gothic Subkultur. Man siehe die entsprechende Kurzinformation.

Grundkraft. Man vergleiche den Artikel „Wenn es wirklich eine fünfte Grundkraft gäbe, sähe unsere Welt vollkommen anders aus“ (2016).

Hare-Krishna-Bewegung (International Society for Krishna Consciousness, ISKCON). Man vergleiche das Interview „Globale Gurus: Indische Religionen auf Welttournee“ (2011) und das Interview „Caitanyas Erbe: Heterogenität und Mitgliederfluktuation in der Hare Krishna Bewegung“ (2014) sowie Thomas Schweer: „Die Internationale Gesellschaft für Krishna-Bewußtsein. Einfach leben und hoch denken“ (PDF, 1998).

Heaven’s Gate. Man siehe Haimo Schulz Meinen: „Heaven’s Gate und ihre Nachfolger ins Himmelreich. Den Körper recyclen und abreisen“ (PDF, 1998).

Huna. Man vergleiche das entsprechende Stichwort im Artikel „Buddhas Drittes Auge – Populäre religionsgeschichtliche Irrtümer von A bis Z“ (2015).

 

Folie aus einem Vortrag zum Thema „Anciennität“ (2006), als Illustration des Stichwortes „Initiation“ mittels der Rezeptionsgeschichte des Corpus Hermeticum.

 

Initiation. Bereits im Artikel „Religion und Vorurteil von A-Z“ wurde beim Stichwort „Mystik“ erläutert, wie eine zunächst christliche Tradition der unio mystica mit Gott bereits in der Frühen Neuzeit verknüpft wird mit der antiken Tradition der Mysterienreligionen. Genauer zeigt obige Abbildung zur Rezeptionsgeschichte des Corpus Hermeticum (vgl. Stichwort Anciennität) die allmähliche materielle Verquickung von Hermetik, Mystik (z.B. Dionysij Areopagitae translatio) und Überliefungen der antiken Mysterien (zB. Iamblichus de mysterijs Aegyptiorum). Diese waren das Vorbild für europäische (und amerikanische) Initiationsgesellschaften ab dem 18 Jahrhundert. Ab spätestens dem Ende des 19. Jahrhunderts kamen Einweihungspraxen des Reformhinduismus, der islamischen Heterodoxie (siehe Batinismus) und des (ordensähnlichen) Buddhismus hinzu – sowie die ethnographische Ausweitung des Begriffes auf z.B. Bruderschaften in Afrika, Mannwerdungs-Rituale amerikanischer Indigener oder die Initiation eines afrobrasilianischen Candomblé-Priesters. Genauer besehen unterscheiden sich aber die Konzepte der Einführung eines religiösen Experten (oder eines auch kulturellen Hegemons im Fall der afrikanischen Bruderschaften) von dem Konzept der rites de passages (Übergangsriten nach Arnold van Gennep) oder den erwähnten „westlichen“ Initiationsgesellschaften und etwa den in spätmittelalterlich-christlicher oder batinistischer Tradition stehenden gestuften Erkenntniswegen. Wiederum als neue semantische Unschärfe kann die Idee der „Selbst-Initiation“, z.B. bei sogenannten „freifliegenden“ Wicca (moderne Hexen) gesehen werden.

 

Kristallkinder. Kristallkinder sind eine Weiterentwicklung des Indigo-Kinder-Konzepts des Kryon-Mediums Lee Carroll („The Indigo Children: The New Kids Have Arrived“, mit Jan Tober, 1998; zuvor schon bei Nancy Ann Tappe, „Understanding Your Life Through Color“, 1982). Der Begriff stammt von Doreen Virtue, („The Crystal Children – A Guide to the Newest Generation of Psychic and Sensitive Children“, 2003). Laut Carroll vollziehe sich bis zum Jahr 2012 eine „Verschiebung des Magnetischen“ auf der Erde (vgl. Stichwort „Magnetismus“ in Glossar: Zedlers Universal-Lexicon 18 Jh., 2005); Kinder, die nach 2012 geboren werden, würden mit einer Kristallaura (siehe Stichwort Aurasehen) geboren. Ein solches Konzept hat trotz aller berechtigter Kritik dabei mehr Zukunft als etwa dasjenige der brasilianisch-argentinischen Lineamiento Universal Superior (Superior Universal Alignment, „Oberste Universale Ausrichtung“) um Valentina de Andrade, 1984-1993, welche u.a. glaubten, dass nach 1981 geborene Jungen (ausgenommen waren die Kinder der Gruppenzugehörigen) „negative Energien“ haben und wie „Vampire“ seien (Mitglieder wurden für Mord und Verstümmelung von drei Kindern 2003 verurteilt). Letzteres Beispiel ist schon daher nicht repräsentativ, da solche extremen Experimente zumeist unmittelbar scheitern und nicht wie die zu Kristallkindern werdenden Indigo-Kinder als Konzept tradiert und transformiert werden können.

 

Lichtnahrung. Man siehe die entsprechende Kurzinformation von Melanie Möller.

 

Luzides Träumen. Im Interview „Zwischen den Stühlen – ein Gespräch über Magie“ (2011) wird behauptet: „Mittlerweile ist jedoch bekannt, dass luzides Träumen, obwohl es für viele noch in der Schublade ‚Magie‘ steckt, tatsächlich existiert“. Es geht um „die Fähigkeit, im Traum zu wissen, dass man träumt“. Ergänzt sei, dass der erste wissenschaftliche (peer-reviewed) Artikel von Stephen LaBerge (Lucid dreaming: An exploratory study of consciousness during sleep, 1980) stammte. LaBerges Arbeiten (daneben Publikationen von 1990, 1995, 2000) wurden zuerst von D. Erlacher und M. Schredl 2004 bestätigt („Required time for motor activities in lucid dreams“. Perceptual and Motor Skills. 99 (3 Pt 2), S. 1239–42). Eine Cochrane-Review zum Thema gibt es aber trotzdem nicht (siehe Cochrane).

 

Mahindra-Institut. Man siehe Markus Dressler: „Die Lehre von Sai Avatar Mahindra. Mahindras Yoga-Weg zum Christus-Bewußtsein“ (PDF, 1998).

Medizinrad. Man vergleiche das entsprechende Stichwort im Artikel „Buddhas Drittes Auge – Populäre religionsgeschichtliche Irrtümer von A bis Z (2015).

Mystik. Man siehe das entsprechende Stichwort im Artikel „Religion und Vorurteil von A-Z“.

 

Nahtoderlebnisse. Im Interview „Okkulte DDR – Umgang mit heterodoxen Wissensbeständen, Erfahrungen und Praktiken“ teilt Dr. Ina Schmied-Knittel mit: „So zeigte sich beispielsweise in unseren Untersuchungen, dass verschiedene außergewöhnliche Erfahrungen wie zum Beispiel Nahtoderlebnisse gleich häufig in West- als auch in Ostdeutschland auftraten“. Ähnlich dem luzidem Traum (siehe dort) gilt ein Nahtoderlebnis heute als ein reales physiologisches Ereignis – allerdings ist stark umstritten, was es bedeuten mag.

 

Oasis of Peace. Man siehe das Interview „Spiritualität als Friedenswerkzeug. Interviews aus einer jüdisch-palästinensischen Dorfgemeinschaft“ (2015).

Osho-Bewegung. Man siehe Joachim Süss: „Die Neo-Sannyas-Bewegung. Ein Laboratorium lebendiger Religiosität“ (PDF, 1998).

 

Otherkin. Nach Otherkin-Konzepten ist bei den diese für sich beanspruchenden Menschen ein Seelenteil nicht-menschlich, sondern z.B. eine Elfe oder ein „Vampyr“, mit übersinnlichen Fähigkeiten ausgestattet (vgl. „Otherkin Timeline: The Recent History of Elfin, Fae, and Animal People“, 2011; Joseph P. Laycock: “We Are Spirits of Another Sort”: Ontological Rebellion and Religious Dimensions of the Otherkin Community, 2012) – diese nach eigenen Vorstellungen besonderen Menschen verfügen also demnach ähnlich der Gnosis über eine Art göttlichen Seelenfunken, dort als „Pneuma“ bekannt und nicht allen Menschen zugeordnet (siehe auch Stichwort „Seele“).

 

Prä-Astronautik. Man siehe das Interview „Prä-Astronautik: Religionsgeschichte als unheimliche Begegnung der dritten Art“ (2012).

 

Pseudepigraphie. Die Falschzuschreibung eines Werks an eine bekannte Persönlichkeit. Ein modernes Beispiel ist das von David Orr („Earth in mind“, 1994, S. 12) stammende Zitat „Der Planet braucht keine erfolgreichen Menschen mehr. Der Planet braucht dringend Friedensstifter, Heiler, Erneuerer, Geschichtenerzähler und Liebende aller Arten“, das zumeist dem Dalai Lama zugeschrieben wird. Ein anderes zeitgenössisches Beispiel ist das esoterische Gedicht „Selbstliebe“, das aus sich verselbständigen Versen von Kim McMillen (1996) entstand, die Charlie Chaplin zugeschrieben und schließlich von wiederum anderen Akteuren zum Aushängeschild einer rechts-nationalistischen „Wahrheitsbewegung“ auf Youtube gemacht werden (vgl. Artikel „Charlie Chaplin und die ‚Wahrheit‘ der ‚alternativen‘ Medien“, 2017). Bekanntere Pseudepigraphen beziehen sich auf biblische Figuren, etwa das Evangelium der Maria Magdalena, welches zugleich eine gnostische Schrift darstellt (siehe Stichwort „Gnosis“ im Artikel Religion und Vorurteil von A-Z). Hermes Trismegistos als eine mythische Figur, der Traktate – das Corpus Hermeticum – zugeschrieben wurden, wurde bereits häufiger erwähnt. Ein anderes Beispiel ist Agrippa von Nettesheim: „De occulta philosophia Libri Tres“ von 1533. Nachdem der Autor 1535 verstorben war, erschien um 1550 in mehreren Auflagen ein vierter Band („Lyon, Gebrüder Béringue“ = [Basel: M. Isengrin, um 1550]; später: „Marburg“, 1559 = VD16 A 118: „Wohl kein deutscher Druck“; [Köln: Johnan Birckmann], 1565). Schließlich Robert Turner übersetzte diesen vierten Band 1655 ins Englische, mit Impressum „1555“. 1657 stellte Turner den „Lemegeton or lesser key of Salomon“ zusammen. Dabei war der „Schlüssel Salomons“ bereits innerhalb der jüdischen Kabbalah ein Terminus technicus (Clavis Salomonis; die griech. Handschrift London, BL, Ms. Harley 5596 aus dem 15. Jh. steht einer weiten Verbreitung ab dem 17. Jh. gegenüber). Inhaltlich werden Schriften von Autoren des 16. Jh. Johann Weyer (Buch 1), Johannes Trithemius (Buch 2), John Dee (Buch 3) und das „Alma(n)del“ (1469 lat., 1490er dt.) kombiniert. Ähnlich gehen Teile des Abraham von Worms (15. Jh.) zugeschriebenen „Buch der wahren Praxis der göttlichen Magie“ (älteste Handschrift vermutl. Wolfenbüttel, HAB, 47.13 Aug. 4°, um 1608) ein in das „Sechste und Siebte Buch Mosis“ („[i]n einer Verkaufsanzeige im Allgemeinen Literarischen Anzeiger vom 18. März 1797 taucht der Titel das erste Mal auf“, Pöhlmann 2009). Moses und Salomon werden nach jüdischen Vorbildern (Testamentum Salomonis, 1.-3. Jh.; Schwert des Moses, 13.-14. Jh.; Clavis Salomonis) zu magischen Autoren stilisiert.

 

Pseudo-Salomonische Schriften: Eine „Claviculae Salomonis“ von 1686 und das – zunächst nur in Handschriften überlieferte – „heilige Amadel“ oder „Amandel“ (15. Jh.).

GW = Gesamtkatalog der Wiegendrucke (15. Jahrhundert; Berlin, SB); VD16 = Verzeichnis der Drucke des 16. Jahrhunderts (München, BSB); VD17 = Verzeichnis der Drucke des 17. Jahrhunderts (Wolfenbüttel, HAB); VD18 = Verzeichnis der Drucke des 18. Jahrhunderts (Göttingen, GBV).

 

Reptiloide. Ursprünglich von David Icke stammende Idee. Der Brite kombiniert Prä-Astronautik mit der antisemitischen Fälschung der „Protokolle der Weisen von Zion“ und behauptet, eine babylonischen Bruderschaft habe Menschen genetisch manipuliert und eine Hybridrasse von menschlich-außerirdischen Reptiloiden geschaffen, auch bekannt als „Illuminati“ (Icke, The Biggest Secret, 1999, S. 52ff.). Außerirdische hat er bereits in „The Robot’s Rebellion“ (1994) eingeführt unter Rückgriff auf Bill Coopers „Behold a Pale Horse“ (1991), ergänzt dann in „And the Truth Shall Set You Free“ (1995), unter Rückgriff auf Barbara Marciniaks „Bringers of the Dawn“ (1992; vgl. David G. Robertson: UFOs, Conspiracy Theories and the New Age, London: Bloomsbury Publishing, 2016, S. 138). Heute gibt es esoterische Netzwerke wie „Transinformation / COBRA / Gaja Konföderation / Resistent Movement“, die von Slowenien aus Ickes Ideen mit Lichtarbeit und Channeling kombinieren (vgl. Artikel „Rechte Ideologie im esoterischen und neureligiösen Bereich“).

 

Rosenkranz. Heute für viele kaum mehr naheliegend als möglicher Kandidat eines Universalbegriffs lassen sich einige Arbeiten finden, welche ihn für Islam, Buddhismus und Hinduismus verwenden: Willibald Kirfel, Der Rosenkranz. Ursprung und Ausbreitung, 1949; Friedrich Fenzl: Der Jûzu – der buddhistische Rosenkranz. In: Dr. Walter Karwath-Gesellschaft: Bodhi-Baum3/1, 1978, S.33f.; Helga Venzlaff, Der islamische Rosenkranz. Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes Nr. 47,2. Stuttgart 1985, S. 1-118. Aber auch modernere Publikationen sprechen z.B. bezüglich Malas oder Japamalas von „Rosaries of India“ (Untracht, in: H. Whelchel, Ed., Traditional Jewelry of India, 2008, S. 69–73). Eine vergleichende Darstellung findet sich im Beitrag „Mala, Misbaha und der Rosenkranz. Gebetsketten und Perlenschnüre in den Weltreligionen“ auf Deutschlandfunk (2015). Dabei ist der katholische „Rosenkranz“ ein spezifisches Konzept, der Name rührt von der traditionellen katholischen Vorstellung her, dass die Jungfrau Maria die „rosa mystica“ sei:

Der Rosenkranz ist seit dem 11. Jhdt. bekannt, er galt als Ersatz für das lateinische Stundengebet für Laien (daher auch Psalter genannt). Rosenkränze sind seit dem 15. Jhdt. in z. B. Franken belegt. Die Rosenkranz-Andacht in ihrer heutigen Form führte 1208 der Hl. Dominicus in seinem Orden ein. Dem Hl Dominicus erschien der Legende nach „…. die Himmelskönigin, tröstet ihn und muntert ihn auf … hierauf leitet sie ihn an, wie er den Rosenkranz in Verbindung mit den Geheimnissen des Lebens, Leidens und der Verherrlichung Jesus, ihres Sohnes, unter dem christlichen Volke einführen soll. Der Heilige befolgte mit Freuden den Rath der heiligsten Jungfrau, gründete im Jahre 1208 zu Toulouse die Rosenkranzandacht und predigte überall von seinen Geheimnissen. Wunderbar war der Erfolg“ (vgl. Ott, Bd. II, S. 1351, [Legenden der Heiligen]). Zur Verbreitung des Rosenkranzes wurden zahlreiche Rosenkranz-Brüderschaften gegründet, die oft mit großen Indulgenzen (Straferlaß, Ablaß) begabt wurden. Besonders die „Türkengefahr“ zu Beginn der Neuzeit förderte das gemeinsame Rosenkranz-Gebet (Quelle: Meyer / Schodder).

Daneben kennt bereits das Christentum eine orthodoxe, eine anglikanische sowie mehrere Formen evangelischer Gebetsketten (z.B. „Perlen des Glaubens“ oder „Lebens“). Außerdem sind etwa die in Buddhismus, Hinduismus (insbesondere Vishnuismus) und Sikhismus verbreiteten Ketten oder Schnüre verknüpft mit den 108 Upanishaden, mit Attributen und Namen von Göttern, die 108 Bände der gesammelten Lehren Buddhas etc., aber auch mit dem Zählen von Mantras bei Meditationen. Das als phänomenologisch vergleichbar einzustufen bedeutet, wie der frühe Religionswissenschaftler Friedrich Heiler Gebet und Mantra sowie Meditation und Mystik gleichzusetzen.

 

Rosenkreuzer. Man siehe die entsprechende Kurzinformation.

Sai Baba. Man vergleiche das Interview „Globale Gurus: Indische Religionen auf Welttournee“ (2011) und Sabine Weber: „Die Sathya-Sai-Baba-Bewegung. Die Liebe ist mein Erkennungszeichen“ (PDF, 1998).

Satanismus. Man siehe das entsprechende Stichwort im Artikel „Religion und Vorurteil von A-Z“ sowie Joachim Schmidt: „Die First Church of Satan und der Temple of Seth. Satanismus – Ego – Vernunft und Spiritualität“ (PDF, 1998).

Schamanismus. Man siehe die entsprechende Kurzinformation (man vergleiche auch den Eintrag „(Neo-)Schamanismus“ in der REMID-Statistik der Religionen- und Weltanschauungen).

Scientology. Man siehe die entsprechende Kurzinformation sowie Steffen Rink: „Scientology. Thetanen unter uns“ (PDF, 1998).

 

Seele. Phänomenolog_innen wie Johann Figl in seinem Buch „Der Begriff der Seele in der Religionswissenschaft“ (2002) konstruieren eine universelle Seelenlehre:

„Die Lebensäußerungen des Menschen beruhen nach Meinung vieler Ethnien vielfach auf der Wirksamkeit eines belebenden Prinzips, einer „Vitalseele“. Sie kann mit dem Hauch identifiziert (Hauchseele oder Atem) oder eng mit Körper verbunden gedacht werden, lokalisiert im Herzen, in der Leber, im Blut, den Knochen oder den ganzen Leib durchdringend (Körperseele). So kommt es zur Annahme von sogenannten „Organ- oder Funktionsseelen“, indem verschiedenen Körperteilen, vor allem sensitiven, ein vitales Prinzip zugeschrieben wird. Die Lebensseele in verschiedenen Spielarten kann nach dem Tode mit dem Körper vergehen, aber auch in irgendeiner Form weiter existieren. Ebenso kann sie zu Lebzeiten den Körper kurzfristig verlassen, wodurch der Mensch krank wird. So bestehen Rituale, die die aus dem Leib entwichene Lebensseele zurückbringen sollen. Als Zentrum des Denkens, Wollens und der Gefühle, als Kern der Persönlichkeit, kann eine „Egoseele“ angesehen werden. Mitunter wird sie als ein eigenes, fast selbständiges Wesen im Menschen gedacht, mit einer stärkeren Autonomie. Sie verleiht die intellektuellen Fähigkeiten bzw. bringt sie zum Aktivieren oder fungiert auch als das, was wir Gewissen nennen. Als ihr Sitz wird häufig der Kopf oder das Herz gedacht. Sie repräsentiert die Persönlichkeit im Wachbewußtsein und wird nach dem Tode meist weiterexistierend aufgefaßt. Eine Wesenheit besonderer Art wurde von Ernst Arbman und seiner Schule als „Freiseele“ bezeichnet, die Hasenfratz „Exkursionsseele“ nennt; sie tritt bei paranormalen Zuständen des Menschen in Aktion: Sie hat nämlich die Eigentümlichkeit, nur lose am Körper zu haften oder gar außerhalb desselben zu existieren, kann sich also von der Leibgebundenheit weitgehend freimachen und hat sehr mobilen Charakter. Dieser „Seelentyp“ gilt manchmal als Art Kopie oder Spiegelbild des lebenden Menschen (daher spricht man auch von Bildseele); er kann sich aber ebenso im Schatten manifestieren, daher leitet sich die Bezeichnung „Schattenseele“ ab“ (Ebd., S. 54).

Der Autor extrahiert die „Meinung vieler Ethnien“ aus einem Sammelsurium an Quellen und erschafft damit ein Artefakt, denn das Gemeinsame – irgendwer nennt irgendwas „Seele“ – taucht jeweils nur in der „Abschrift“ (des Missionars, Reisenden, Wissenschaftlers) auf. Dabei bleibt schon in Hinblick auf eine bestimmte Religionskultur die neue Einheit – es handelt sich insgesamt um „Seelen“ – nur aus der Perspektive eines Konzepts des Individuums und des zarathustrisch-jüdisch-gnostisch-christlich-platonischen Konzepts einer unsterblichen Seele sinnvoll. Die etwa im Falle Altägyptens gut belegte Ausdifferenzierung von Ba, Ka, Ach, Ren, Ib, Chet und Schut lässt sich in folgender Abbildung am Beispiel von „bA“ und „kA“ nachvollziehen. Dabei dürfte klar werden, dass diese Begriffe in ihrem historischen Kontext nicht als diejenige Seelenqualitätenlehre gedacht waren, als die sie heute rezipiert werden im Kontext alternativer Spiritualität, z.B. im paganen oder hermetischen Feld – oder noch mehr pragmatisch-universell verkürzt im (Neo-)Schamanismus.

 

Die Lemmata „bA“ („Seelenkraft als Teil der Persönlichkeit“) und „kA“ („Lebenskraft“) im Thesaurus Linguae Aegyptiae, Herausgeber: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Altägyptisches Wörterbuch. Die anderen im Stichwort „Seele“ genannten altägyptischen Begriffe werden hier wie folgt übersetzt: Transliterationen „Ax“ („Würde als Geist, Geistermacht“ bzw. „Ach-Geist; Verklärter (seliger Toter)“ bzw. „Gespenst“), „rn“ („Name“), „jb“ („Herz; Verstand; Charakter; Wunsch“), „X.t“ („Leib; Bauch; Art; Weise“) und „Sw.t“ („Schatten“).

Webseite des Thesaurus Linguae Aegyptiae.

 

Sekte. Man siehe das entsprechende Stichwort im Artikel „Religion und Vorurteil von A-Z“.

Skeptikerbewegung. Man siehe den Artikel „Die Geister, das Klima und die Börse: Wird „Skeptiker“ doppeldeutig?“ (2013) und das Stichwort Cochrane.

 

Synkretismus. Die Angabe eines Zusammengewachsenseins der Elemente einer Lehre, die also religionsgeschichtliche Bezüge zu früheren Traditionen aufweist, sie rezipiert, transformiert usf., wäre trivial, wenn es nicht das Konzept der Offenbarung gäbe. Durch das Außerweltliche des Offenbarungswissens muss die Religion als Bruch mit der Tradition inszeniert werden. So lassen sich bereits diverse Szenen im Tanach der Juden, dem Alten Testament der Christen, deuten (das goldene Kalb, Eliah gegen die Baal-Priester). Daher hat „Synkretismus“ etwas Abfälliges, zur Abwertung des hellenistischen Pansophismus, des Neuplatonismus der Renaissance, der Heiligenverehrung, Marienfrömmigkeit und auch metaphysischer Scholastik im Katholizismus zur Zeit der Reformation, der „Schwärmerei“ (vgl. Glossar: Zedlers Universal-Lexicon 18 Jh., 2005) und des Pietismus zur Zeit der Aufklärung und schließlich der neuen religiösen Bewegungen. Empirisch gibt es aber keine nicht-synkretistischen Religionen. Trotzdem gibt es tendenziell mehr oder weniger starke synkretistische religiöse (oder spirituelle) Innovationen, insofern letztere innerhalb des konstitutiven Rahmens einer Religionstraditionsfamilie verbleiben, erstere ihn aber bewusst oder faktisch transzendieren und „etwas Neues“ machen (siehe auch Stichworte „Heidentum“ und „Kult“ in „Religion und Vorurteil von A-Z“).

 

Thelemismus. Um insbesondere Kenneth Grant und den Typhonian Ordo Templi Orientis geht es auch in dem Interview „Lovecraft goes Magick: Cthulhus Ruf in Phantastik und (neuer) Religion“ (2015).

Tierkommunikation. Man vergleiche den Artikel „Esoterik und (Tier-)Heilpraktiker: Mindmap zu (telepathischer) Tierkommunikation“ (2014).

Transzendentale Meditation. Man siehe die entsprechende Kurzinformation sowie Peter Meier-Hüsing: „TM – Die fliegenden Weltenretter“ (PDF, 1998).

Ufologie. Man siehe Heinz Albeck: „Ufologie als Religion. Extraterrestrisch-überirdische Kontakte“ (PDF, 1998) sowie die Stichworte Prä-Astronautik, Reptiloide, Heaven’s Gate.

 

Umfeld. Gerade alternativ-spirituelle und esoterische Bewegungen / Strömungen sind oft nicht kirchenförmig organisiert. Die von diesem Feld inzwischen auf andere Kategorien (Freikirchen, Organisierte Konfessionsfreie, Islam) der REMID-Statistik der Religionen und Weltanschauungen übertragene Terminologie des „Umfeldes“ erlaubt, diesem Unterschied einer oft eben loseren Bezüglichkeit oder Vergemeinschaftung Rechnung zu tragen:

„Es gibt zahlreiche Gemeinschaften, die eine explizite, formale Mitgliedschaft ablehnen und in denen sich gleichwohl eine Gemeindebildung vollzogen hat. Bei anderen Gemeinschaften wiederum ist nur ein relativ kleiner Kreis von Menschen über eine formale Mitgliedschaft an die Gruppe gebunden, während eine größere Zahl zur ‚Gemeinde‘ gehört. Hier versucht die REMID-Liste, mit der genannten Zahl denjenigen Personenkreis anzugeben, der aktiv mit einer Gemeinschaft verbunden ist. Besteht ein bestimmbares sog. Umfeld, das z. B. wie im Falle von ISKCON [Hare-Krishna-Bewegung; Anm.] relativ regelmäßig an Veranstaltungen teilnimmt, ohne selbst ein Mönchsgelübde abgelegt zu haben und auch nicht alle in der Gemeinschaft gelehrten Lebensregeln beachtet, ist dies – sofern möglich – mit angegeben“ (Steffen Rink: Erläuterungen zur REMID-Statistik der Mitgliederzahlen von Religionsgemeinschaften, 2001).

 

Ausschnitt aus: „Entwicklung der REMID-Statistik für Deutschland 2005-2016. Basierend auf den REMID-Datenblättern 2007-2017 (2. Jahreshälfte). Poster auf DVRW-Tagung 13.-16. Sept. 2017“.

Bild von REMID e.V. unter Creative Commons Lizenz CC BY-SA 4.0.

 

Verschwörungsmythen. Verschwörungsmythen überhöhen die Möglichkeit von personalen Absprachen zum pyramidalen System einer „Super-“ oder „Weltverschwörung“, an deren Spitze wahlweise Satan, die Illuminati oder die Juden stehen. Sie bilden insofern generell strukturelle Merkmale des Antisemitismus aus (siehe auch Stichworte Autoritarismus und Reptiloide). Vorstellungen wie „Chemtrails“, also dass bestimmte Streifen am Himmel darauf hindeuten, dass Flugzeuge Chemikalien mit fragwürdigen Motiven versprühen sollen, bauen basal auf Verschwörungsmythen auf, ähnlich die Lehre des verstorbenen Ryke Geerd Hamer („5 biologische Naturgesetze“, „(Germanische) Neue Medizin“). In vielen anderen Kontexten ist aber eher eine Aufladung der Diskurse mit Verschwörungsmythen zu beobachten, ohne dass diese zuvor von Bedeutung waren. Etwa das Label „Alternative Medizin“ leidet unter der Vereinnahmung durch die Homöopathie-Lobby, insofern diese als alternative Pharmazie das Feld dominiert, obwohl sie vermutlich nach evidenzbasierten Kriterien gerade zu den alternativen Medizinen gehören könnte, die sich in Versuch und Review nicht behaupten (siehe Stichwort Cochrane). Viele Anhänger_innen von alternativer Medizin glauben aber heute eher an eine Verschwörung durch u.a. die „Pharma-Lobby“ (allgemein zu Verschwörungsmythen siehe auch Artikel „Rechte Ideologie im esoterischen und neureligiösen Bereich“ und Interview „Islam in der Krise“ mit Michael Blume).

 

Voodoopuppen. Man vergleiche das entsprechende Stichwort im Artikel „Buddhas Drittes Auge – Populäre religionsgeschichtliche Irrtümer von A bis Z“ (2015).

Vril. Man vergleiche das Interview Von Aldebaran bis Vril. Interview über esoterischen Neonazismus sowie das Stichwort „Energie“.

Wasser (Gedächtnis oder Botschaft des). Um Masaru Emoto, „Botschaft des Wassers“ (jap. 1999, engl. 2000), und Bernd Kröplin, „Water Has Memory“ („Wasser hat Gedächtnis“, um 2010), geht es auch im Artikel „Wenn es wirklich eine fünfte Grundkraft gäbe, sähe unsere Welt vollkommen anders aus“ (2016).

Wicca. Man siehe die entsprechende Kurzinformation (2004-12) sowie das Interview „Wicca: eine performative “Naturreligion” und die (re)konstruierte Tradition“ (2012) sowie Herrmann Ruttmann: „Die Wicca-Bewegung. Alte Religion neu erstanden?“ (PDF, 1998).

 

Zusammenstellung von Christoph Wagenseil.

 

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