Was forschen ReligionswissenschaftlerInnen in Deutschland?

27. April 2013

Vor bald zwei Jahren wurde der Frage “Religionswissenschaft im Aufwind?” nachgegangen, anlässlich der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Religionswissenschaft (DVRW), die sich 2011 in Heidelberg diesem Thema widmete. Dieses Jahr ist es wieder so weit: “Empirie und Theorie — Religionswissenschaft zwischen Gegenstandsorientierung und systematischer Reflexion“, darum geht es bei der diesjährigen Tagung vom 11.-14. September in Göttingen. Ein solcher Titel bietet einen Anlass, mal nachzufragen: Was forschen ReligionswissenschaftlerInnen eigentlich aktuell in Deutschland?

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Von Aldebaran bis Vril. Interview über esoterischen Neonazismus

18. April 2013

Weltweit wird inzwischen mitgeschrieben an einer Mythifizierung des Nationalsozialismus. Eifrige Kinogänger begegnen diesen Ideen bei der Trilogie von “Indiana Jones” (seit 1981), bei “Hellboy” (2004) und schließlich “Iron Sky” (2012). Doch hat sich auch ein nicht zu unterschätzender esoterischer Neonazismus gebildet, insbesondere im deutschsprachigen Raum. REMID interviewte dazu den Religionswissenschaftler Julian Strube (Universität Heidelberg). Dieses Jahr erschien seine Monographie “Vril. Eine okkulte Urkraft in Theosophie und esoterischem Neonazismus” (man vgl. auch seinen Aufsatz in der Zeitschrift für Religionswissenschaft, Bd. 20, Heft 2 [Nov. 2012]: Die Erfindung des esoterischen Nationalsozialismus im Zeichen der Schwarzen Sonne).

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“Ein Leben unterwegs – Die Herbstmigration der Bakhtiari”: Crowdfunding in der Wissenschaft

12. April 2013

Der Religionswissenschaftler Ben Raßbach (Leipzig) und die Fotografen Maciej Staszkiewicz und Miriam Stanke (Mannheim) begleiteten 2012 die Nomadengruppe der Bakhtiari im Iran: “Zweimal jährlich brechen sie bedingt durch klimatische Bedingungen auf, um ihre Lager zu wechseln” (vgl. Kurzvideo auf Vimeo). Für eine multimediale Fotoausstellung vom 27. April bis zum 5. Mai 2013 im Leipziger Tipi Westwerk wurde ein Crowdfunding-Projekt ins Leben gerufen. REMID interviewte Ben Raßbach, zur Zeit in Ostkurdistan unterwegs, zu diesem in der Religionswissenschaft noch ungewöhnlichen Schritt.

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Umwelt und Tierschutz übertrumpfen Religion? Non-Profit in sozialen Netzwerken

04. April 2013

Wer hätte gedacht, dass in der Rubrik “Non Profit” bei dem Facebook Statistik-Service von socialbakers.com den ersten Platz die muslimische Seite ILoveAllaah.com einnimmt mit 8,48 Mio. Fans mehrheitlich aus Indonesien (35.7 %), Malaysia (14.8%), Ägypten oder Pakistan (jeweils ca. 5%)? Insofern bewirbt sie sich auch selbst, als die beliebteste muslimische Seite im Facebook. Nun sind in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Anteile der Bevölkerung (a) überhaupt online, (b) haben Zugang zu speziell diesem sozialen Netzwerk und (c) nutzen eben dieses z.B. anstatt einer der vielen möglichen Alternativen. Allerdings zeigen die World Maps of Social Networks von Vincenzo Cosenza, dass Facebook allmählich seine Konkurrenz verdrängt. Während Teile Südamerikas 2010 und Indien 2007 noch Orkut bevorzugten, ist beides im Juni 2012 in der Hand Facebooks. Nur China und Russland und einige angrenzende Gebiete sind heute noch nicht “erobert”.

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“Religionen” und der philosophische Streit der Fakultäten

28. März 2013

Der Zoologe und Verhaltensforscher Frans de Waal fragt “Ist militanter Atheismus eine Religion geworden?” und fordert im Anschluss einen neuen Humanismus “unter Primaten” (Salon vom 25. März). Die Probleme “weiter” Religionsbegriffe wurden bereits thematisiert, genauso wie die Schwierigkeiten “traditioneller” Religionskonzepte. Gibt es vielleicht eine philosophische Möglichkeit, etwas Klarheit in die Diskussion zu bringen? Möchte man “Religionen” in einem logischen Kalkül näher bestimmen, bietet sich an – erst einmal unter Ausschluss solcher Bestimmungen, welche ontologisch ein wie auch immer geartetes (”religiöses”) Sein (höherer Wesen oder spezieller Erfahrungen) voraussetzen, oder “Religion” im Singular als z.B. ethisches Prinzip deuten – , diejenige Differenz ins Auge zu fassen, welche auch für entsprechende historische Auseinandersetzungen seit der Aufklärung prägend wurde: Demnach sind “Religionen” zunächst eine Form der (potenziellen) Vergemeinschaftung unter Einbezug bzw. auf Basis von gemeinsamen metaphysischen Urteilen.

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Ein Beitrag zur interkulturellen Öffnung von Kindertageseinrichtungen, Horten und Schulen

21. März 2013

Interreligiöse Bildung sei an den meisten Kitas nach wie vor ein Fremdwort, fasst ein Artikel auf den Webseiten des Deutschlandradios das Ergebnis einer Studie, die Religionspädagogen von der Uni Tübingen in Stuttgart vorgestellt haben, zusammen. Die Tübinger Forscher fordern, “dass das Thema ‘Gott und Religion’ in allen Kitas – egal ob kommunal oder konfessionell – zum Bildungsauftrag gehören sollte”. Vorbildlich sind hier z.B. die Projekte des Leipziger Zentrums für europäische und orientalische Kultur e.V. (ZEOK). Grundlegend für die Bildungsarbeit des ZEOK ist das Projekt WELTKISTE, das 2007 von Rudaba Badakhshi initiiert wurde und seitdem erfolgreich weiterverfolgt wird. Bahnbrechend für die Seminartätigkeit war das Modellprojekt der Stadt Leipzig von 2009-2011 „Qualitätssicherung in Kindertagesstätten – Maßnahmen zur Verstärkung der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund in den kommunalen Einrichtungen“, bei dem ZEOK mit der Durchführung von Weiterbildungen beauftragt war. Der Verein verfolgt die Vision, “den kulturellen Dialog sowie das kulturelle Zusammenwirken von Orient und Okzident zu unterstützen, das wechselseitige Verständnis zu erhöhen und das gemeinsame kulturelle Erbe in all seiner Vielfalt darzustellen und zu pflegen” (vgl. auch Interview “Anders berichten. Gegen Sterotype in Bezug auf Islam und arabische Welt“). REMID interviewte Elke Seiler zu den Projekten des Vereins.

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“Empathie und kulturelle Sensibilität sind die zentralen Voraussetzungen”

15. März 2013

Kulturelle und religiöse Besonderheiten spielen nicht nur eine Rolle, wenn Menschen nicht-westlicher Herkunft z.B. in ein hiesiges Krankenhaus (vgl. Interview “Religion – Kultur – Medizin: Diversity ist die Devise und nicht Rezepte-Lernen“) oder Altersheim kommen, auch beim Militär kann das von Relevanz sein, gleich ob das Alternative durch einen neuen Rekruten Einzug erhält oder dadurch relevant wird, dass ein Einsatz in einem fremden Land stattfindet. REMID interviewte zum Thema Oberst Dietger Lather (im Generalstabsdienst), vier Jahre Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr im Bereich Joint Operations, Crisis Management, Information Operation und anschließend bis Ende Juli 2009 Kommandeur des Zentrums für Operative Informationen der Bundeswehr, derzeit in einem Divisionsstab an zentraler Stelle für das Change Management im Zuge der Bundeswehrreform verantwortlich.

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‘All inclusive’ optimiert: Lebensergänzungsmittel “Psychokult”

07. März 2013

“Hilfe, wir machen uns verrückt!” – eine kurze Rezension zu diesem neuen Buch von Steve Ayan, Redakteur von Gehirn&Geist, gibt es im Blog des Religionswissenschaftlers Michael Blume vom 5. Febr. 2013. Aber um dieses Buch soll es hier nur am Rande gehen. Blumes Rezension interessiert sich insbesondere für Kriterien der Wissenschaftlichkeit. Darauf wird zurückzukommen sein. Es geht bei der angesprochenen Psychologisierung (des Alltags, “des ganzen Lebens”) um insbesondere zweierlei: Beruf und Liebe. Überall gelte es, sich zu optimieren bzw. umgekehrt wird immer mehr “pathologisiert” als sozusagen “falscher” Lebensstil: als “Symptom” für etwas. Was für eine Rolle spielt hier “Religion”? Geht es nur darum, “dass die boomende Zahl der post-religiösen ‘Seelsorge’-Anbieter knallhart auf Kundensuche ist” (Blume), oder müsste eine systematische Kritik / “Systemkritik” weiter ausholen?

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“Außerordentlich global”: Theologien der Befreiung üben “bitter ernsthafte und existentielle Kritik an sozialer Ungerechtigkeit”

01. März 2013

“Er stößt die Mächtigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen.” (Lk 1,53) – befreiungstheologische Ansätze entwickelten sich von Lateinamerika ausgehend in verschiedenen Gegenden der Welt und über Protestantismus und Katholizismus hinausreichend. Ihre Geschichte beginnt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Name geht zurück auf das 1971 erschienene Buch “Teología de la liberación” von Gustavo Gutiérrez. Worum es dabei geht und was es politisch bedeutet, das fragte REMID im Interview den Theologen Prof. Dr. Erhard S. Gerstenberger (Altes Testament, Ev. Theologie Marburg bis 1997), zu dessen 80. Geburtstag in der Mitte letzten Jahres die „Gießener Elektronische Bibliothek“ (geb) einen Sammelband mit ausgewählten Aufsätzen (1961-2012) herausgegeben hat (Ute E. Eisen und Christl M. Maier [Hg.innen], Erhard S. Gerstenberger: Die Hebräische Bibel als Buch der Befreiung [OpenAccess Vollversion]. Ausgewählte Aufsätze; geb 2012/8601).

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