Archiv für die Kategorie ‘Religionsästhetik’

Was forschen ReligionswissenschaftlerInnen in Deutschland?

Samstag, 27. April 2013

Vor bald zwei Jahren wurde der Frage “Religionswissenschaft im Aufwind?” nachgegangen, anlässlich der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Religionswissenschaft (DVRW), die sich 2011 in Heidelberg diesem Thema widmete. Dieses Jahr ist es wieder so weit: “Empirie und Theorie — Religionswissenschaft zwischen Gegenstandsorientierung und systematischer Reflexion“, darum geht es bei der diesjährigen Tagung vom 11.-14. September in Göttingen. Ein solcher Titel bietet einen Anlass, mal nachzufragen: Was forschen ReligionswissenschaftlerInnen eigentlich aktuell in Deutschland?

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Religion online: Digitale Sinnsucher, virtuelle heilige Stätten und die Rolle des Tabus

Freitag, 13. April 2012

Virtuelle Welten haben von Anfang an einen utopischen Charakter – sei es das “Projekt Xanadu” als früher Versuch einer digitalen universalen Bibliothek 1960 (benannt nach einer Zeile des Gedichtes “Kubla Khan Or A Vision in a Dream” von Samuel Taylor Coleridge von 1798), sei es die später gebrochene Euphorie eines Stanislaw Lem (vgl. die Artikel des Science-Fiction-Autoren auf Telepolis, insbesondere “Progression des Bösen” von 2001 im Vergleich mit “Meine Abenteuer mit der ‘Futurologie’” von 1997). Überhaupt liegen virtuelle und ideale Welten qua Konstruktionsmoment schon nahe beisammen (vgl. die Einführung des Bandes “Virtuelle und ideale Welten” von Ulrich Gehmann, Karlsruher Studien zur Technikgeschichte Nr. 8, Karlsruhe 2012). Sinnkonzepte, ob nun weltanschaulich, religiös oder spirituell, spielen also grundsätzlich eine Rolle. Wie es konkret um Religionen in den Neuen Medien bestellt ist, dazu befragte REMID die Religionswissenschaftlerin Anna Neumaier von der Ruhr-Universität Bochum.

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Der Horrorfilm als derbe Predigt – bluttriefende Moraldidaxe im Kino

Freitag, 13. Januar 2012

Für gewöhnlich heißt es gerne, Horror sei des Teufels liebster Film und entsprechend warnt z.B. Harald Lamprecht, davor, es sei “bezeichnend, dass immer wieder Satanisten in ihrer Biographie davon berichten, wie sie über das Sehen von Horrorfilmen zum Satanismus gekommen sind”. Tatsächlich – und das gilt nicht allein für Horror – handelt es sich um ein Genre mit zumeist sehr deutlichen Gut-Böse-Schemata. Horrorfilme können gar als Ausdruck einer christlichen Moraldidaxe interpretiert werden, welche moralische Exempel liefert – unabhängig von und nur in sehr wenigen Fällen mit Beteiligung von Priestern oder Theologen einer organisierten Kirche. Das Böse tritt auf moderne Weise in Filmen wie “Rosemarie’s Baby” (1968), “Der Exorzist” (1973) oder “Das Omen” (1976) zutage. Von den gothic novels und dem Schauerroman der Romantik herkommend, begann das Genre mit Literaturverfilmungen von Mary Shelleys “Frankenstein” (1910, 1931) und Bram Stokers “Dracula” (1922 als “Noferatu”). Neue Stoffe fanden sich in den Gebieten der Ethnographie (”Der Golerm” z.B. 1920 von Paul Wegener, “White Zombie” 1932) sowie der Psychoanalyse und Hypnose (“Das Cabinet des Dr. Caligari” 1920). Zugleich spielen diese Filme häufig in einem magischen Universum, das mehr oder weniger in eine heile Alltagswelt einbricht. Ist insofern die Kritik dieser Filme aus theologischer Richtung (einschließlich der Absprache ihres moralischen Anspruchs) nur eine moderne Tradition des Ausdrucks protestantischer Schelte an einem hermetisch aufgeladenen, bunten Katholizismus?

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Bildungsarbeit mit der “Erfahrung des Krisenhaften, des Unvollständigen, des (noch) Unerklärlichen”

Montag, 29. August 2011

Bisher wurden für den REMID-Blog hauptsächlich ReligionswissenschaftlerInnen und Vertreter von akademischen Nachbardisziplinen interviewt. Für die Zukunft sind zusätzlich Interviews mit VertreterInnen aus den Religionsgemeinschaften zu speziellen Fragen geplant sowie – und damit soll heute begonnen werden – mit Vereinen, Organisationen, Gruppen wie Einzelpersonen, die im Umfeld der Religionen agieren, mit Religionen oder Religiösem / Spirituellem arbeiten, sei es aus den Bereichen Integration, Dialog, besondere Dienstleistungen, Journalismus, Bildung, Politik oder Kunst. Um letztere geht es bei Alexander Graeff und dem von ihm und anderen ins Leben gerufenen Verein: Kunstpädagogik, Lebensreform, Avantgarde und Okkultismus. REMID interviewte den freien Schriftsteller, Dozenten und Herausgeber über das die Künstlergruppe prägende Konzept okkulter Kunst zwischen Hermetik und Surrealismus.

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Der neue REMID-Blog

Freitag, 25. März 2011

Religionswissenschaft ist in den Medien deutlich unterpräsentiert. Neben den Blogs von Michael Blume und Kerstin Probiesch ist nicht viel in der Blogosphäre zu finden. Insbesondere letzterer ist zu verdanken, dass das Thema auch bei REMID immer wieder eine Rolle spielte, wenn auch leider lange Zeit einer Umsetzung harrte. Überhaupt gilt es, das Web 2.0 auch in Deutschland als relevant für akademische Öffentlichkeit zu etablieren.

Dieser Blog soll der Idee nach eine Plattform für alle REMID-Mitglieder sein, aber auch Gäste dürfen in Absprache kleine Artikel beitragen. Dabei können sie sich mit einem eigenen Account als Autor einloggen, erhalten damit zwar keine Möglichkeit, den Blog im Layout zu verändern, aber können eigene Artikel bearbeiten mit einem benutzerfreundlicheren “You see is what you get”-Editor. Es ist, als ob man ein WORD-Dokument schreibt. Auf diese einfache Weise können Neuigkeiten aus der Religionswissenschaft bzw. religionswissenschaftliche Analysen des Zeitgeschehens um Religionen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Auf neue Einträge verweisen wir dabei über Twitter oder bewegung.taz.de, um sie bekannter zu machen. [...]

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