Religion versus Wissenschaft – ein Osterspiel

Vor kurzem rezensierte Peter Monnerjahn für Telepolis das Buch „Abschaffung der Religion? Wissenschaftlicher Fanatismus und die Folgen“ des evangelischen Theologen Richard Schröder unter der journalistisch wenig taktvollen Überschrift „Journalistischer Selbstmord“. Unter Verweis auf die Medienereignisse um Jacques Benveniste und seine Thesen zur Homöopathie wird eine schärfere Trennlinie zwischen Religion und Wissenschaft eingefordert. Zurecht werden die biologischen Behauptungen Schröders kritisiert, weniger wird auf das eingegangen, was der das Buch zusammenfassende Zweizeiler im aktuellen Wikipedia-Artikel zum Autoren angibt, nämlich dass dieser unterstellt, Richard Dawkins („Der Gotteswahn“, 2006) fehle es an Wissenschaftlichkeit im Bereich der Kulturtheorie.

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Intoleranz steigt. Warum unser Toleranzbegriff ein Update braucht…

Allgemein in der Bevölkerung ist laut Pollack-Studie die Intoleranz gegenüber nicht-christlichen Religionen gewachsen. Innerkirchliche und innerreligiöse Auseinandersetzungen zwischen christlichen Kirchen und Denominationen konnten dabei von der Erhebung nicht wahrgenommen werden, da religiöse Gemeinschaften nur als jeweilige „Weltreligion“ in den Items zusammengefasst auftauchten. Auch wurde bereits eine größere Distanzierung der Religionen untereinander beobachtet; Hans Peter Goßhans, als Theologe im Münsteraner Excellence-Cluster „Religion und Politik“, das auch die Pollack-Studie durchführte, kritisiert z.B. einen bevormundenden Umgang im Dialog mit den Muslimen als Konsequenz von Toleranz, die nach seiner Auffassung nur ein asymetrisches Verhältnis zum Tolerierten erlaube, und setzt stattdessen auf „Anerkennung“. […]

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Des Teufels Netz – Italien und interreligöse Toleranz

Das Internet fördere den Satanismus, diese atm-Pressemeldung vom 4. April war ursprünglich ein Artikel im Telegraph vom 30. März. Nicht jedes Presseorgan, welches diese Meldung druckte, nimmt sie gänzlich ernst, bei chip.de wird sie am 10. April abgedruckt, umrankt von dem Satz “Fotostrecke: Diablo 3 – teuflisch gute Screenshots”. Anlass ist die Ankündigung einer “Exorzistenkonferenz” in Rom an der Regina Apostolorum Pontifical Universität. […]

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Islam und Europa – ein jahrhundertelanger Diskurs

„Der Islam ist Teil von Deutschland“, mit dieser Äußerung konnte Bundespräsident Christian Wulff eine besondere Zäsur setzen in einem jahrhundertelangen Diskurs um die Identität Europas. Während der aktuelle Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) diese Sentenz wieder umzukehren sucht und dabei Erfolge der Deutschen Islamkonferenz mit wenigen Auftritten zu ruinieren droht, schüren Intellektuelle wie Alice Schwarzer eine gefährliche Unschärfe der Begriffe (in der FAZ: „Das Kopftuch ist die Flagge des Islamismus“) oder predigen für Unwissenheit und eine Art säkulare Ignoranz wie die Autorin Monika Maron (im Spiegel: „Aber ist es nicht unser Recht, vom Islam nichts zu verstehen und nur zu erwarten, dass wir von ihm nicht mehr behelligt werden als von allen anderen Religionen?“). […]

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Der neue REMID-Blog

Religionswissenschaft ist in den Medien deutlich unterpräsentiert. Neben den Blogs von Michael Blume und Kerstin Probiesch ist nicht viel in der Blogosphäre zu finden. Insbesondere letzterer ist zu verdanken, dass das Thema auch bei REMID immer wieder eine Rolle spielte, wenn auch leider lange Zeit einer Umsetzung harrte. Überhaupt gilt es, das Web 2.0 auch in Deutschland als relevant für akademische Öffentlichkeit zu etablieren.

Dieser Blog soll der Idee nach eine Plattform für alle REMID-Mitglieder sein, aber auch Gäste dürfen in Absprache kleine Artikel beitragen. Dabei können sie sich mit einem eigenen Account als Autor einloggen, erhalten damit zwar keine Möglichkeit, den Blog im Layout zu verändern, aber können eigene Artikel bearbeiten mit einem benutzerfreundlicheren „You see is what you get“-Editor. Es ist, als ob man ein WORD-Dokument schreibt. Auf diese einfache Weise können Neuigkeiten aus der Religionswissenschaft bzw. religionswissenschaftliche Analysen des Zeitgeschehens um Religionen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Auf neue Einträge verweisen wir dabei über Twitter oder bewegung.taz.de, um sie bekannter zu machen. […]

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