„Außerordentlich global“: Theologien der Befreiung üben „bitter ernsthafte und existentielle Kritik an sozialer Ungerechtigkeit“

„Er stößt die Mächtigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen.“ (Lk 1,53) – befreiungstheologische Ansätze entwickelten sich von Lateinamerika ausgehend in verschiedenen Gegenden der Welt und über Protestantismus und Katholizismus hinausreichend. Ihre Geschichte beginnt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Name geht zurück auf das 1971 erschienene Buch „Teología de la liberación“ von Gustavo Gutiérrez. Worum es dabei geht und was es politisch bedeutet, das fragte REMID im Interview den Theologen Prof. Dr. Erhard S. Gerstenberger (Altes Testament, Ev. Theologie Marburg bis 1997), zu dessen 80. Geburtstag in der Mitte letzten Jahres die „Gießener Elektronische Bibliothek“ (geb) einen Sammelband mit ausgewählten Aufsätzen (1961-2012) herausgegeben hat (Ute E. Eisen und Christl M. Maier [Hg.innen], Erhard S. Gerstenberger: Die Hebräische Bibel als Buch der Befreiung [OpenAccess Vollversion]. Ausgewählte Aufsätze; geb 2012/8601).

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