Heilige Medien: Von der Teufelsbibel bis zur Tempel-App

Die Zeichen haben längst die Starre steinerner Monumente hinter sich gelassen, Rechnungen bzw. andere ökonomische Texte sind handlicher geworden als etwa VAT 12770, eine sumerische Cuneiform im Vorderasiatischen Museum Berlins aus Fara (Periode ED IIIa, ca. 2600-2500 v.u.Z.). Inzwischen erlauben mobile Endgeräte, dass man z.B. jederzeit in der Lage ist, die nächstliegende Moschee zu finden (zumindest im United Kingdom und in Nordamerika; entsprechend gibt es einen buddhistischen „Temple Finder“) oder sogar weltweit Restaurants mit „halal food„. Abgesehen von der dabei relevanten GPS-Ortungsfunktion des mobilen Endgerätes – wie unterscheiden sich solche Medien von den weniger Handlichen? Wie viel Inhalt steckt in der Medienrevolution? Was bedeutet diese für heilige Texte? Können virtuelle Orte heilig sein?

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Von Chanology bis Pentabarf – wie halten Hacker es mit der Religion?

Die Welt der sogenannten Nerds war von Anfang an gekennzeichnet durch eine gewisse Affinität, sozusagen mittels einer Art Cyber-Platonismus die digitalen Welten zu bevölkern: Lässt man sich in einem Linux-System z.B. die aktuell laufenden Systemprozesse anzeigen, wimmelt es da von „Dämonen“ (disk and execution monitors), nicht nur „Trojaner“ verweisen auf Mythologien, die Programmiersprache „Bon“ wurde benannt nach dem „Gemurmel magischer Formeln“ der tibetischen Bön-Religion, und die Rede vom „Avatar“ als Bezeichnung für eine eigene Repräsentation an einem bestimmten digitalen Ort macht den Umgang mit dem Computer zu einem transzendenten Akt. Aber das ist nicht alles. Schon die ersten „Hacker“-Generationen entwickelten eigene Sinnkonzepte.

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Religiöse Themen in den E-Petitionen des Bundestags

Eine durch die Neuen Medien ermöglichte Form der demokratischen Beteiligung der BürgerInnen an der Politik stellen die E-Petitionen des Bundestages dar. Es mag ein unüblicher Gegenstand religionswissenschaftlicher Betrachtung sein, dafür aber auch eine unerwartete Fundgrube.

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Des Teufels Netz – Italien und interreligöse Toleranz

Das Internet fördere den Satanismus, diese atm-Pressemeldung vom 4. April war ursprünglich ein Artikel im Telegraph vom 30. März. Nicht jedes Presseorgan, welches diese Meldung druckte, nimmt sie gänzlich ernst, bei chip.de wird sie am 10. April abgedruckt, umrankt von dem Satz “Fotostrecke: Diablo 3 – teuflisch gute Screenshots”. Anlass ist die Ankündigung einer “Exorzistenkonferenz” in Rom an der Regina Apostolorum Pontifical Universität. […]

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