Religionen und fairer Handel: Interreligiöser Dialog, Islam und Gerechtigkeit

Themen wie Umweltschutz oder Pflege nehmen bei Religionsgemeinschaften oft mehr Raum ein als theologische Debatten, so Maria Mahler im diesseits-Interview über 25 Jahre REMID. Ein solches Thema ist sicherlich auch der faire Handel. Die Dialogforschung innerhalb der Religionswissenschaft scheint diese relativ neue Erscheinung auf dem Feld interreligiöser Beziehungen zwischen Religionsgemeinschaften noch nicht für sich entdeckt zu haben (wohl aber die Einstellungsforschung mit Bezug zu Nachhaltigkeits- oder Tierrechtskonzepten; man vgl. auch Beispiele für angewandte Religionswissenschaft? Internationale Zugänge zur Dialogforschung). In Kassel fand nun am 7. Februar ein „Studientag zu gerechtem Wirtschaften“ statt: „Christentum und Islam – gemeinsam unterwegs zu Fairem Handel(n)“. Der Tag war eine Kooperationsveranstaltung von Islamische Informations- und Serviceleistungen e.V. (IIS), dem Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau, dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen e.V. und Hima e.V.

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Ein Beitrag zur interkulturellen Öffnung von Kindertageseinrichtungen, Horten und Schulen

Interreligiöse Bildung sei an den meisten Kitas nach wie vor ein Fremdwort, fasst ein Artikel auf den Webseiten des Deutschlandradios das Ergebnis einer Studie, die Religionspädagogen von der Uni Tübingen in Stuttgart vorgestellt haben, zusammen. Die Tübinger Forscher fordern, „dass das Thema ‚Gott und Religion‘ in allen Kitas – egal ob kommunal oder konfessionell – zum Bildungsauftrag gehören sollte“. Vorbildlich sind hier z.B. die Projekte des Leipziger Zentrums für europäische und orientalische Kultur e.V. (ZEOK). Grundlegend für die Bildungsarbeit des ZEOK ist das Projekt WELTKISTE, das 2007 von Rudaba Badakhshi initiiert wurde und seitdem erfolgreich weiterverfolgt wird. Bahnbrechend für die Seminartätigkeit war das Modellprojekt der Stadt Leipzig von 2009-2011 „Qualitätssicherung in Kindertagesstätten – Maßnahmen zur Verstärkung der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund in den kommunalen Einrichtungen“, bei dem ZEOK mit der Durchführung von Weiterbildungen beauftragt war. Der Verein verfolgt die Vision, „den kulturellen Dialog sowie das kulturelle Zusammenwirken von Orient und Okzident zu unterstützen, das wechselseitige Verständnis zu erhöhen und das gemeinsame kulturelle Erbe in all seiner Vielfalt darzustellen und zu pflegen“ (vgl. auch Interview „Anders berichten. Gegen Sterotype in Bezug auf Islam und arabische Welt„). REMID interviewte Elke Seiler zu den Projekten des Vereins.

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