Nachgefragt: Religion in Ex-Position. Eine religionswissenschaftliche Ausstellung

Eine religionswissenschaftliche Ausstellung ist eine Heraus-forderung, so kenne ich das von der Religionskundlichen Sammlung Marburg. Im Seminarraum ging es häufiger darum, auf welchem Konzept ein Museum oder eine Sammlung fußen kann, und dass überhaupt ein religionskundliches Konzept weltweit eine Seltenheit darstellt (vgl. z.B. Susanne Claußen: Anschauungssache Religion. Zur musealen Repräsentation religiöser Artefakte, Bielefeld 2009). 2004 zählte Sandra Schramm für Europa drei Einrichtungen: das Museum of the History of Religion in St. Peterburg, die Religionskundliche Sammlung in Marburg und das St. Mungo Museum of Religious Life and Art in Glasgow (Spirita: Darstellung von Religion in Museen). Am 4. Dezember 2013 berichtete Konstanze Runge bei der REMID-Reihe „Religion am Mittwoch“ über den Dharma-Meister Hsin Tao und das von ihm konzipierte Museum der Weltreligionen in Taipeh (mwr.org.tw). Nun ist gerade letzteres sicherlich ein Beispiel für eine gerade nicht religionswissenschaftliche Ausstellung von Religion(en). REMID befragt Simone Heidbrink und Carina Branković (Religionswissenschaft Heidelberg) zu ihrer aktuellen Ausstellung „Religion in Ex-Position“.

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„Der Brahmane sagt…“ – Digital Humanities, Big Data und Religionswissenschaft

Vom Human Brain Project über die angehäuften einer Auswertung harrenden Scherbenlager aus archäologischen Ausgrabungen zu dem reichhaltigen aufgearbeiteten Transkriptionsfundus des Deutschen Text Archives – in vielen Bereichen haben sich große Datensammlungen entwickelt. Als Digital Humanities versuchen Forschungsprojekte ihr jeweiliges Korpus zu erschließen und über sozusagen Big Data (vgl. auch Claas Triebel: Fünf Jahre nach dem Ende der Theorie, Telepolis 02. Juli 2013, unter Bezug auf Chris Andersons „End of Theory“ von 2008) neue Methoden und Erkenntnisse zu gewinnen. REMID interviewte dazu den Religionswissenschaftler Frederik Elwert vom Bochumer SeNeReKo-Projekt „Semantisch-soziale Netzwerkanalyse als Instrument zur Erforschung von Religionskontakten“.

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