Religionen und fairer Handel: Interreligiöser Dialog, Islam und Gerechtigkeit

Themen wie Umweltschutz oder Pflege nehmen bei Religionsgemeinschaften oft mehr Raum ein als theologische Debatten, so Maria Mahler im diesseits-Interview über 25 Jahre REMID. Ein solches Thema ist sicherlich auch der faire Handel. Die Dialogforschung innerhalb der Religionswissenschaft scheint diese relativ neue Erscheinung auf dem Feld interreligiöser Beziehungen zwischen Religionsgemeinschaften noch nicht für sich entdeckt zu haben (wohl aber die Einstellungsforschung mit Bezug zu Nachhaltigkeits- oder Tierrechtskonzepten; man vgl. auch Beispiele für angewandte Religionswissenschaft? Internationale Zugänge zur Dialogforschung). In Kassel fand nun am 7. Februar ein „Studientag zu gerechtem Wirtschaften“ statt: „Christentum und Islam – gemeinsam unterwegs zu Fairem Handel(n)“. Der Tag war eine Kooperationsveranstaltung von Islamische Informations- und Serviceleistungen e.V. (IIS), dem Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau, dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen e.V. und Hima e.V.

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Religiöse Erziehung im Islam: Gender-Perspektiven, Elternbilder und ethnischer Kontext in Deutschland und Ägypten

Unabhängig von Projekten für islamischen Religionsunterricht in bisher einzelnen Bundesländern (vgl. z.B. Artikel der ZEIT „Auf dem Weg zum deutschen ‚Staats-Islam'“), ob konfessionell als Bekenntnisunterweisung oder überkonfessionell als Religionskunde, bleiben bei Fragen der religiösen Erziehung die Eltern die erste Adresse. Insbesondere bei Migrantengruppen und hier wiederum im Speziellen beim Islam bestehen Vorurteile und Klischees über die Erziehung. Dabei ist diese weder notwendig religiös noch dann notwendig konservativ – etwa im Sinne der Religion betreffenden Skalen der jüngsten Studie des Innenministeriums über Lebenswelten junger Muslime. Über Erziehung im Islam in den Medien und in der Wirklichkeit, Unterschiede zwischen z.B. türkischen und arabischen Islamformen in Deutschland, Rollenbilder von Vater und Mutter sowie im Vergleich Familienplanung in Ägypten interviewte REMID Dr. Jeannette Spenlen vom Bonner Institut für Migration und interkulturelles Lernen (BIM).

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Weg von den Hinterhöfen. Interview mit Ahmadiyya-Gemeinde in Marburg

Wie bereits schon einmal angekündigt, sollen im REMID-Blog neben Wissenschaftlern und Vereinen, die sich mit Religionen beschäftigen, auch religiöse Gemeinschaften selbst zu Wort kommen. Folgendes Interview mit der Marburger Ahmadiyya-Gemeinde ergänzt dabei das Projekt der lokalen Religionsforschung von Hermann Ruttmann: „Vielfalt der Religionen am Beispiel der Glaubensgemeinschaften im Landkreis Marburg-Biedenkopf“ von 1995. Die seit 2009 in Räumlichkeiten in der Bunsenstraße ansässige Gemeinde konnte damals noch nicht in das Projekt eingebunden werden. 2005 zählte REMID 50.000 Ahmadiyya-Gläubige bzw. 244 Gemeinden in Deutschland, religiöse Flüchtlinge aus Pakistan stellen einen größeren Anteil. Kamran und Saadat berichten über das Leben als Angehörige einer muslimischen Minderheit in Deutschland.

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