Säfte und Kräfte – Ansätze zu einer Religionsgeschichte der Körperflüssigkeiten

Nicht nur Blut ist ein ganz besonderer Saft. Viel zu selten bislang wurde im REMID-Blog ein tatsächlich allgemein vergleichender Ansatz vorgestellt, abgesehen von etwa dem Interview mit Prof. Dr. Peter J. Bräunlein über „Christliche Körper in Ost und West. Eine Religionsgeschichte des Schmerzes„. Das hängt auch mit grundsätzlicher Kritik an der für Vergleiche benötigten Phänomenologie zusammen (vgl. das Interview mit Steffen Führding: Mit Religion provozieren: Nach Russell T. McCutcheon radikaler Perspektivwechsel notwendig). Sicherlich, das Problem der Vergleichbarkeit wird auch hier am Rande gestreift, etwa wenn später über eine hinduistische „Dämonin“ gesprochen werden wird (vgl. Religion und Vorurteil von A bis Z sowie Quo vadis, domine? Eurozentrismus(kritik) in der Religionswissenschaft; auch die meisten reformhinduistischen deutschen Texte erläutern die weibliche Asura namens Putana als „Dämonin“, etwa der Wiki des Verbandes Yoga Vidya oder ISKCON-Begründer A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada in seinem Werk „Die Transzendentalen Spiele Sri Krishnas“). Doch es wäre ebenso problematisch, deswegen grundsätzlich auf Arbeiten wie diejenige von Gerrit Lange (Religionswissenschaft Marburg) zu verzichten. REMID interviewte ihn zu seiner Master-Arbeit, welche Ansätze zu einer Religionsgeschichte der Körperflüssigkeiten entwickelt – mit besonderem Blick auf altindische Mythen.

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Christliche Körper in Ost und West. Eine Religionsgeschichte des Schmerzes

„Schmerz“ ist in den Nachrichten besonders häufig vertreten. Sei es die Schmerzwahrnehmung von Fischen, welche mit derjenigen von Säugetieren nicht zu vergleichen sei (schließlich entscheidet die Leidensfähigkeit über die Gültigkeit mancher Paragraphen des Tierschutzgesetzes); sei es Lady Gaga, welche in der Bunten interviewt wird unter der Überschrift „Ich kann Schmerz lange ertragen“; oder sei es Robert Harting, der trotz eines plötzlichen Schlagschmerzes in der Bandscheibe weiterwarf und zum dritten Mal Diskus-Weltmeister wurde, überschrieben mit „Hartings Schmerz aus Gold“ (alle Meldungen August 2013). Zur Religionsgeschichte des Schmerzes, Passionsritualen in westlichen und östlichen Christentümern und parallel zur Mythisierung entsprechender Bilder in einer globalen Kinokultur mit lokalen Zentren interviewte REMID Prof. Dr. Peter J. Bräunlein.

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„Religion was here – Religion und Populärkultur“: Bericht vom Studierenden-Symposium der Religionswissenschaft

Das 20. Symposium der Studierenden der Religionswissenschaft fand vom 09. bis 12. Mai 2013 in Marburg statt. Das Thema der Tagung „Religion was here – Religion und Populärkultur“ wurde in vielen studentischen Vorträgen aufgegriffen und diskutiert. Das Symposium geht auf eine studentische Initiative zurück und fand vor zwanzig Jahren zum ersten Mal in Marburg statt. Seitdem wechselt es jährlich seinen Standort. Die viertägige Tagung bot Studierenden der Religionswissenschaft die Gelegenheit mit Kommilitonen und Kommilitoninnen in Kontakt zu kommen, neue Studienstandorte und -schwerpunkte kennen zu lernen und aktuelle Themen in Vorträgen, Diskussionen und Workshops gemeinsam zu erarbeiten. Dabei wurde das breite Spektrum der religionswissenschaftlichen Themen auf kreative Weise aufgegriffen und dargestellt. Studierende von Universitäten aus dem deutschsprachigen Raum präsentierten ihre Ergebnisse aus Abschlussarbeiten, Forschungsprojekten oder Hausarbeiten.

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Gespenster – festliche Dekonstruktion einer Universalkategorie

Das Gespenst oder die Geister gelten im allgemeinen als eine alte Kategorie so genannter „niederer Mythologie“, wie es die deutsche Philologie des 19. Jahrhunderts nannte. Sie werden erst im religionswissenschaftlichen Blickpunkt zu einer phänomenologischen Kategorie universaler Relevanz. Doch ist das den Forschern geläufige europäische Vorbild, welches ihnen weltweit für die Konzepte der Totengespenster, aber auch der Ahnengeister als Erklärungsmuster Modell stand, wirklich alt? Oder ist es vielmehr wie mit vielen in Zeiten des Nationalismus für traditionell ausgegebenen Bräuchen, wo es galt, mit „Volksaberglauben“, Märchen und Sagen einen kulturellen Wettbewerb auszufechten?

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Gefangen im Sprachspiel: Der Religionsbegriff und die neuen Atheisten

Es war eine Auszeichnung des frühen Ludwig Wittgensteins, den Begriff des „Sprachspiels“ völlig ohne Voraussetzungen einer unabhängig von den Sprechern bestehenden „Natur“ zu bestimmen. Man versuchte, den Schwebezustand, den man bei solchen Philosophien verspürte, abzuschwächen, indem Versuche unternommen worden sind, neben dem natürlichen auch das gesellschaftliche Sein des Menschen zu systematisieren und beide Seinsweisen auf verschiedene Weisen miteinander zu verbinden. Eine dieser Weisen führte zum Faschismus. In dieser Zeit institutionalisierte sich auch die Religionswissenschaft neben vielen anderen damals neuen Disziplinen. Doch wie aktuell sind auf solche Weise systematisierte Sprachspiele noch?

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Zwischen Prometheus, Kreuz und Amirani – Kunst, Mythos und Religion in Georgien

Dominik Irtenkauf studierte Deutsche Philologie, Philosophie und Komparatistik in Münster und ist freischaffender Autor von Prosa- und Sachtexten. Er beschäftigt sich vorwiegend mit Kunst- und Kulturphilosophie, Medientheorie, Hermetik und Avantgarde sowie Musik jeder Richtung. Die Grenzen zwischen Wissenschaft und Literatur gestalten sich bei ihm fließend. In seinen Texten macht sich eine besondere Vorliebe für artistische und mythologische Sujets bemerkbar, Er verfasste Literatur sowie journalistische Beiträge in diversen Zeitungen, neben Black Metal Theory ist ein wichtiges Thema für ihn das Land Georgien. Zu seinen Reiseerfahrungen und ihren Anlässen interviewte REMID den Autoren.

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