Lovecraft goes Magick: Cthulhus Ruf in Phantastik und (neuer) Religion

Cthulhu – aus den Erzählungen Howard Philips Lovecrafts – ist populär. Auch in der Comic-Serie „Southpark“ taucht der „dunkle Lord“ auf, um sich mit Cartman alias the Coon zusammen die Welt untertan zu machen („Es steht alles in den Prophezeiungen des Necronomicon“, in: Staffel 14, Folge 12, Mysterion schlägt zurück, 2010, 3:40), nachdem Bohrungen eines bekannten Ölförderungsunternehmen auf dem Mond dazu führten, den „mächtigen Cthulhu“ „heraufzubeschwören“. Allerdings nicht nur im Comic erhält dieses Phantastik-Motiv eine reale Gestalt, auch im zeitgenössischen Okkultismus. REMID interviewte dazu Friedemann Rimbach-Sator (Religionswissenschaft Marburg, vgl. auch seine Gastbeiträge zur Dialogforschung und Religionskritik).

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Wicca: eine performative „Naturreligion“ und die (re)konstruierte Tradition

Der Begriff „Naturreligion“ war ursprünglich ein weiterer verlegener Versuch, diese vielen anderen lokalen Traditionen zusammenzufassen, die keiner mit einem Stifter in Beziehung setzbaren „Weltreligion“ (vgl. zur Geschichte dieses Begriffes im Blog: Wer zählt was?) zurechenbar sind. Es sollte vermutlich besser klingen als „Stammesreligionen“ oder „Heidentum“ oder „Primitive Religionen“, „worshippers of fetish cults“ etc. Zugleich erinnert es an die religio naturalis, die natürliche Erkenntnis (des christlichen) Gottes, welche manche den „Heiden“ bereits im 18. Jahrhundert zutrauten. Gelegentlich wird dieser Ausdruck positiv innerhalb derjenigen Szene verwendet, welche sich selbst mit vorchristlichen bzw. paganen Traditionen auseinandersetzt, so auch im modernen Hexentum oder Wicca. Wir interviewten zu dieser Neuen Religion die Europäische Ethnologin und Kulturwissenschaftlerin Dr. Marion Näser-Lather.

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