Die Autoren Detlef Pollack und Olaf Müller schreiben unter Verwendung der REMID-Zahlen des Bezugsjahres 2010: "Das Ausmaß, in welchem die religiöse Pluralität in den letzten Jahrzehnten in Deutschland zugenommen hat, ist beeindruckend [...]. 1950 - ein Jahr nach der Gründung der beiden deutschen Teilstaaten - gehörten in Gesamtdeutschland noch 95,6% der Bevölkerung der evangelischen oder der katholischen Kirche an. Nur 4,4% waren entweder konfessionslos oder Mitglieder anderer, teils freikirchlicher oder nicht-christlicher Religionsgemeinschaften. Auch die Bevölkerung der DDR bekannte sich damals nahezu geschlossen zu einer der beiden christlichen Kirchen. Über 80% waren in dem religionsfeindlichen Staat zum Zeitpunkt seiner Gründung evangelisch, mehr als 10% katholisch. Heute - 60 Jahre später - sind im wiedervereinigten Deutschland noch etwa drei Fünftel konfessionell gebunden [...]. Aus der verschwindenden Minderheit derjenigen, die vor 60 Jahren weder der katholischen noch der evangelischen Landeskirchen angehörten, aber dennoch religiös gebunden waren, ist ein beachtlicher Anteil von etwa 10% [Grafik: 10,1%] geworden." (S. 33).
Weitere Ergebnisse betreffen die religiöse Praxis, welche gegenüber 2008 nahezu unverändert gering ist (S. 11: "Besuch Gottesdienst/Tempel/Freitagsgebet/spirituelle Rituale [...]" 2008: West 23%, Ost 20%; 2013: West 22%, Ost 12%; "Beten" mind. täglich 2008: West 29%, Ost 11%; 2013: West 24%, Ost: 12%). 13% im Westen (2008: 12%) und 6% im Osten (2008: 4%) schätzen sich als "ziemlich" oder "sehr" spirituell ein, 59% (2008: 62%) im Westen und 77% (2008: 81%) im Osten halten sich für "wenig" bzw. "gar nicht" spirituell (S. 12).
2013 (S. 36f.) stimmten im Westen 61% (im Osten 57%) der Aussage zu, religiöse Vielfalt sei eine Bereicherung, 65% im Westen (im Osten 59%) der Aussage, die zunehmende Vielfalt sei eine Ursache für Konflikte. Dass Religionen grundsätzlich etwas Schädliches seien, denken im Westen 15% (im Osten 20%). Als Bereicherung empfunden werden im Westen Buddhismus mit 62% (Ost: 48%), Hinduismus mit 49% (Ost: 42%), Christentum mit 76% (Ost: 64%), Judentum mit 53% (Ost: 52%), Islam mit 31% (Ost: 21%) und Atheismus mit 43% (Ost: 49%). Als Bedrohung empfunden werden im Westen Buddhismus mit 10% (Ost: 11%), Hinduismus mit 11% (Ost: 12%), Christentum mit 9% (Ost: 15%), Judentum mit 19% (Ost: 19%), Islam mit 49% (Ost: 57%) und Atheismus mit 36% (Ost: 16%).
Studie als PDF
Unter dem Titel "Religion was here" beschäftigt sich der akademische Nachwuchs im Fach Religionswissenschaft mit Religion und Populärkultur. REMID ist mit Stand vertreten und bietet drei Führungen durch Marburg an.
Webseite der Tagung
Der Artikel (dw.de/p/15CgH) liefert Zahlen zu den Religionen Deutschlands in einer Grafik, die durch eine Quellenangabe "REMID" suggeriert, es handele sich zumindest teilweise um unsere Zahlen. Ausschließlich die Zahlen zu Muslimen, Buddhismus (letzteres allerdings mit Wert von 2011/12) sowie zu katholischen und evangelischen Christen (nicht: Freikirchen und Sondergemeinschaften) stimmen mit unseren (angegebenes Bezugsjahr 2010) überein.
Unsere Zahlen (Bezugsjahr 2010) beim Mediendienst Integration
Unsere Zahlen (Bezugsjahr 2011) bestellen
Unsere Statistik für Religionen und Weltanschauungen in Deutschland
Artikel im REMID-Blog: "Wer sind die Konfessionsfreien?"
Im übrigen verwendet REMID die im Artikel und der Grafik auftauchenden Begriffe "Sekte" oder "Sektenanhänger" nicht (vgl. REMID-Blog "In Sekten? Religiöser Nonkonformismus als Auslöser kultureller Dynamik – aktuelle Ansätze in der Religionsforschung" sowie "Religionsfreiheit hat in Deutschland keine Lobby").
An Stelle von Stefan Katowiec hat jetzt Julia Dippel (Marburg) ein Beisitzer-Amt übernommen. Im Anschluss an die Mitgliederversammlung stand eine Besichtigung mit Führung in der Erfurter Synagoge auf dem Programm.
Wer ist wer im Verein
Nachdem im letzten Semester Judentum, Jehovas Zeugen und Wicca an der Reihe waren, geht es im Herbst in die nächste Runde:
Poster), voraussichtlich um 16.00 Uhr in der Heusinger Str. 5 (zwischen Biegen- und Uferstraße).
Poster).
Poster)Von 13-19 Uhr gibt es Programm und viele Stände rund um das KFZ. REMID ist mit den Schatzkisten der Weltreligionen dabei - zum Ausprobieren, Anfassen und spielerisch Lernen.
Weiter zum Flyer auf den Seiten des Marburger Ausländerbeirates
Die Moderne stellt verschiedene Herausforderungen an Politik und Gesellschaft, wie auch an die vielen in Deutschland vorzufindenden Religionsgemeinschaften. In aktuellen öffentlichen Diskussionen wurde verschiedenen Religionsgemeinschaften vorgeworfen, diesen Herausforderungen aus dem Weg zu gehen, unmodern zu sein oder nicht an die moderne Gesellschaft angepasst zu sein.
Worin bestehen diese Herausforderungen und wie können die Menschen, gleich ob religiös oder nicht, diesen Herausforderungen begegnen? Diesen Fragen geht REMID in Form einer Podiumsdiskussion am 25. September 2012 (18-20 Uhr) nach, die in Zusammenarbeit mit der Universität Erfurt als Beitrag zur Interkulturellen Woche 2012 durchgeführt wird. Gäste auf dem Podium sind Mitglieder verschiedener in Thüringen vertretener Religionsgemeinschaften: der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden in Deutschland, des Islam, der Römisch-Katholischen Kirche und der Russisch-Orthodoxen Kirche. Die kulturwissenschaftliche Sichtweise auf das Thema wird ein Religionswissenschaftler der Universität Erfurt dem Publikum näher bringen. Veranstaltungsort ist das Café Nerly, Marktstrasse 6, 99084 Erfurt. Eintritt frei!
Im letzten Jahr hatte die Gesellschaft für Anomalistik einen Preis ausgeschrieben. Es galt, einen wissenschaftlichen Artikel zum Mythos um den 21. Dezember 2012 einzusenden. REMID-Mitglied Christoph Wagenseil, inzwischen einer von drei Vorsitzenden, nahm mit einem Beitrag "Der Diskurs um Weltuntergänge 2012 - Kritische Anmerkungen zu Esoterik und Geschichtsphilosophie" teil. Das Themenheft ist jetzt Ende August erschienen.
Weiter zur Beschreibung auf den Seiten der ZfA
Poster).
Poster).
Poster).Für das Programm zum Wintersemester 2012/13 verfolgen Sie die Informationen auf unserer Startseite.
Harry Potter, Bibi Blocksberg und Gandalf sind Jedem vertraut. Auch das Grimmsche Märchen mit der Knusperhexe. Woher kommen die Motive, die wir aus Märchen und Fantasy kennen? Was ist ihre eigentliche Geschichte? Und wie setzt sich diese bis heute fort? Welche Rolle haben dabei unsere heutigen fiktiven Magie-Experten? Einige Antworten liefert der Vortrag von REMID-Referent Christoph Wagenseil in der Brüder-Grimm-Stube, Markt 23 in Marburg, am 30. April um 19 Uhr.
Im REMID-Blog: Märchen und Magie zwischen Wirklichkeit und Fiktion

Mit 13 Personen waren wir im Gurdwara Sikh Center in Frankfurt. Bei der Führung durch die Räume konnten wir auch in den Religionsunterricht und den Panjabi- Unterricht reinschauen. Eine wirklich gelungene Veranstaltung!
Am 26. März bietet REMID eine kostenfreie Exkursion zu dem Afghan Hindu Verein in Frankfurt am Main an. Nachmittags, um 13:35 Uhr fahren wir gemeinsam vom Marburger Hauptbahnhof zu dem zugehörigen hinduistischen Tempel. Dort wird es - wie bei den anderen "REMID lädt ein..."-Veranstaltungen - ein Impuls-Referat von REMID geben. Danach haben wir die Möglichkeit, an den Fastenfeierlichkeiten der Gläubigen beobachtend teilzunehmen und ins Gespräch zu kommen, weiterhin erhalten wir eine Führung durch den Tempel.
Poster zur Veranstaltung

Am Montag, 6. Februar 2012, veranstaltet REMID eine Vorstellung mit offener Gesprächsrunde in der Bunsenstr. 1. Beginn ist 16 Uhr. Seit 2003 hat die Gemeinde ihre eigenen Räume in Marburg.
Interview im REMID-Blog: "Weg von den Hinterhöfen".
Am Montag, 16. Januar 2012, veranstaltete REMID eine Vorstellung mit offener Gesprächsrunde in der REMID-Geschäftsstelle, Universitätsstr. 55, Beginn ist 16 Uhr. Seit 1968 besteht die Gemeinschaft von ca. 100 Gläubigen im Marburger Umland.
Poster zur Veranstaltung
Der Ausländerbeirat der Stadt Marburg und der Religionswissenschaftliche Medien- und Informationsdienst (REMID) haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Aufklärung und Information über religiöse Vielfalt und Erscheinungsformen sind dabei wesentliche Anliegen. “Es gibt nicht ein Christentum, einen Islam oder einen Buddhismus”, betonte die REMID-Vorsitzende Maria Mahler zur Kennzeichnung der Vielfalt und Verschiedenartigkeit innerhalb der religiösen Orientierungen. „Fehlinformationen sind nicht selten eine Ursache von Konflikten“ ergänzt Maria Hennig vom Ausländerbeirat.
Artikel "Kooperationsprojekt: Religiöse Vielfalt wahrnehmen und verstehen lernen" das-marburger.de.
Video Pressekonferenz marburgnews.de.

Am Montag, 7. Nov., veranstaltet REMID eine Führung mit Gesprächsrunde im Shambalazentrum, Auf dem Wehr 33, Beginn ist 16 Uhr. Es handelt sich um eines von weltweit 260 Shambhala-Zentren. In Marburg wurde dieses Jahr Anfang September das 30jährige Jubiläum gefeiert.

Am Dienstag, den 25. Okt. fand um 16 Uhr in der Religionswissenschaft eine Vorstellung von REMID für die neuen Studierenden und alle Interessenten statt.
Gemeinsam mit dem diagonal Verlag gab es auf der Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRW) vom 14. - 18. September in Heidelberg einen REMID-Stand. Dort wurde die neue Kurzinformation von Melanie Möller und Stefan Rademacher "Esoterik" und die neue E-Publikation "Afrikanische Religionen und ihre Anerkennung in Deutschland" u.a. von Christoph Wagenseil vorgestellt. Die Vorträge von Sarah Jahn und Christoph Wagenseil arbeiteten u.a. mit Material von REMID. Carsten Ramsel stellte auf der Mitgliederversammlung der DVRW ein Plakat zur Umfrage bzgl. Religionswissenschaftler und Stellenmarkt vor.
Am Sonntag fand im Anschluss die Mitgliederversammlung von REMID statt. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt. Vorsitzende sind nun Maria Mahler, Dr. Nicolai Staab und Christoph Wagenseil. Dr. Staab ist zudem Kassenwart. Melanie Möller, Anja Badouin und Stefan Katowiec sind BeisitzerInnen. Martin Tulaszewski (Erfurt) wurde Kassenprüfer.
Who is Who bei REMID
Pressemitteilung vom 15.09.2011

Nach der Initialveranstaltung am 25. Mai, einer
Stadtführung: Jüdisches Leben in Marburg, deren Stationen die mittelalterliche Synagoge am Schlosssteig, der Platz der ehemaligen während des Dritten Reichs zerstörten Synagoge und der Ende 2012 fertiggestellten Gedenkstätte sowie die neue Synagoge in der Liebigstraße mit intensiver Erläuterung durch Amnon Orbach waren, begann eine neue Serie von REMID-Führungsangeboten.
Weiter ging es am 8. Juni mit einer Führung insbesondere für Studierende in der Omar-Ibn-al-Khattab-Moschee im Marbacher Weg 26A. Auch das Marburger Bauprojekt der neuen Moschee (Abbildung siehe Poster) war eines der Themen. Per Klick sehen Sie eine Großansicht des Posters.
Die Reihe, veranstaltet von Maria Mahler und Anja Badouin, wird fortgesetzt nach einer Sommerpause.

Am 25. Mai lädt REMID alle Studierenden ein, bei einer Stadtführung zum jüdischen Leben in Marburg teilzunehmen. Krönender Abschluss ist ein Besuch in der neuen Synagoge. Der Beginn ist bei der mittelalterlichen Synagoge oberhalb des Marktplatzes in der Oberstadt um 16.30 Uhr (Nähe Schlosssteig). Diese Veranstaltung wurde u.a. möglich durch eine Spende des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst sowie durch das Engagement von Maria Mahler. Klicken Sie das Plakat an, um es in Originalgröße zu betrachten.

Pünktlich zum April 2011 startet der neue
REMID-Blog. Damit sind einige Veränderungen angegangen: das lange Zeit ruhende Projekt Religionswissenschaft online erhält hiermit neuen Zuspruch. So wurde zunächst die alte statische Webseite in ein Content-Management-System (neu entworfen) durch Christoph Wagenseil umgewandelt. Dabei wurde das Layout unter Wahrung unseres Coporate Design leicht modernisiert. Zudem wurde der
REMID-Twitter-Account ausgebaut, inzwischen haben wir in relativ kurzer Zeit mit nur 55 Tweets und 372 Accounts, denen REMID folgt, 65 Follower erreicht. REMID wurde in die Listen "Media" sowie "Leaks & Political News" aufgenommen. Als eigene Liste wurde "Study of Religions" begründet.
Der nun neue Blog ist ein Wordpress-System, welches mit einigen Erweiterungen bestückt wurde. Alle REMID-Mitglieder sowie Gäste können darauf schreiben. Näheres erläutert der
erste Blogeintrag.
Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat uns bei der Förderung aus Sondermitteln im Haushaltsjahr 2011 mit 500 EUR Festbetragsfinanzierung bedacht. REMID bedankt sich dafür!
© 2007-2012 REMID e. V. Marburg ♦ Letzte Bearbeitung: 10.05.2012 ♦

Gegendarstellung "Deutsche Welle"
Mitgliederversammlung 2012
REMID lädt ein...: Programm WiSe 2012/13
Tag der Vieltfalt
Podiumsdiskussion Erfurt: Religion in der Moderne
REMID-Beitrag in ZfA
REMID lädt ein...: Programm SoSe 2012
Vortrag in der Gebrüder-Grimm-Stube
REMID lädt ein...: Exkursionen zu Sikhs und Hindus
REMID lädt ein... im Frühjahr 2012: Ahmadiyya und Bahai
Kooperation mit Ausländerbeirat Marburg (mit Video)
REMID lädt ein...: Buddhismus
Mitgliederversammlung 2011 / Neuer Vorstand
Neues Projekt: REMID lädt ein... (Judentum, Islam)
Neues Projekt: Der REMID-Blog
Danksagung Spende
Archiv: Aktuelles