REMID führt eigene Projekte durch, veranstaltet Tagungen und bietet seinen Mitgliedern Möglichkeiten der Mitwirkung, z. B. durch Publikationen. 2002-2006 wurden Einzelprojekte auch im Rahmen des Programms "Entimon - gemeinsam gegen Gewalt und Rechtsextremismus" gefördert.
Gern kooperiert REMID mit anderen Einrichtungen, Organisationen und Initiativen
Die Lernwerkstatt Weltreligionen ist aus der Beteiligung von REMID am Marburger Bildungsnetzwerk entstanden. 2005 und 2006 wurde das Projekt im Programm "Entimon - gemeinsam gegen Gewalt und Fremdenfreindlichkeit gefördert". Mit Hilfe der Robert Bosch Stiftung konnte Ende 2006 die Fachtagung "Religionen in der Schule" durchgeführt werden.
Im Projekt wurden Angebote für Schulen und Jugendgruppen erarbeitet und durchgeführt, in denen ein kreativer Umgang mit dem "Gegenstand" Religion zu mehr Sensibilität und Verständnis gegenüber fremden Religionen und Kulturen verhelfen soll. Ebenso wurden Fortbildugnen durchgeführt. REMID ist beim Institut für Qualitätsentwicklung des Hessischen Kultusministeriums als Träger von Fortbildungen akkreditiert.
Im Projekt wurden drei Materialkoffer mit Gegenständen und begleitenden Informationen der Religionen Islam, Judentum und Christentum erarbeitet. Die Koffer sollen ab 2010 zur Ausleihe und zum Erwerb zur Verfügung stehen. Die Angebote für Schulen und Jugendgruppen werden fortgeführt.
"Religion am Mittwoch" ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Fachgebiets Religionswissenschaft und der Religionskudnlichen Sammlung der Philipps-Universität Marburg und REMID.
Immer am ersten Mittwoch im Monat - außer im August - berichten Fachleute über ein Thema der aktuelleren Religionsgeschichte. Außerdem werden lokale Aktivitäten und Forschungen vorgestellt. Zu jedem Vortrag bereitet die Religionskundliche Sammlung eine halbstündige ergänzende Führung vor.
Die Faltblattreihe "Kurzinformation" gibt kompetente Einführungen zu einzelnen Themen, Religionen und Gemeinschaften. Die Autorinnen und Autoren sind Mitglieder von REMID. Die Faltblätter erscheinen in unregelmäßiger Folge.
REMID verfügt über eine in dieser Form einzigartiges Archiv zu Religionen in Deutschland. Gesammelt werden vor allem Periodika und graue Literatur von Religionsgemeinschaften, ergänzt um elektronische Newsletter. Zusätzlich steht eine Handbibliothek mit grundlegenden Schriften zur Verfügung. Mit diesen Materialien lässt sich zugleich die aktuelle Religionsgeschichte Deutschlands dokumentieren.
Die Bestände des Zeitschriften-Archivs und der größte Teil der Handbibliothek befinden sich seit Ende 2008 in neuen Räumen in der "Neuen Kanzlei" in Marburg.
Archiv mit Dokumentationsstelle
Bereit seit Mitte der 1990er Jahre veröffentlicht REMID im Internet eine Übersicht mit Zahlen der Mitglieder bzw. Anhänger von Religionsgemeinschaften in Deutschland. Die einzelnen Angaben werden laufend aktualisiert. Quelle sind Selbstaussagen der Gemeinschaften und Sekundärliteratur, ergänzt um eigene Befragungen und Hinweise von Expertinnen und Experten aus dem Kreis der REMID-Mitglieder. REMID bietet außerdem kumulierte Daten und Zeitreihen zu den Kirchen, zum Judentum und Islam an.
Religionen in Deutschland: Mitlgieder und Anhänger
Als Partner im Marburger Bildungsnetzwerk verantwortet REMID Module der Projektangebote für Schulen und Jugendgruppen. Das Projekt entstand im Zusammenhang mit dem Elisabeth-Jahr 2007. Die einzelnen Angebote werden fortgeführt.
Die Einrichtung eines Arbeitskreises "Religionswissenschaft online" mit dem Ziel, religionswissenschaftliche Aktivitäten im Internet zu fördern und kritisch zu begleiten, konnte lange nicht realisiert werden aufgrund fehlender personeller und finanzieller Resourcen. Bei diesem Thema kam es leider auch in der Vergangenheit zu Missverständnissen. Jetzt ist es aber soweit, REMID beginnt allmählich die virtuellen Welten zu entdecken. Im April 2011 startet der neue Blog, in dem alle REMID-Mitglieder und Gäste schreiben können. Schon etwas Vorlauf hatte unser Twitter-Account.
Damit sind bei weitem noch nicht die Möglichkeiten erschöpft. Weitere Aktivitäten, aber auch Hinweise sind immer erwünscht. Für bisherige Beratungen bzgl. Web 2.0 und Barrierefreiheit dankt REMID an dieser Stelle besonders Kerstin Probiesch, auch wenn noch nicht alle Vorschläge Eingang finden konnten.
Zum 20jährigen Jubiläum (
Plakat zum Download) wurde zu einer Fachtagung "Religion(en) und Medien - Das Verhältnis von Religionen zu ihren Inszenierungen" eingeladen (vgl.
Information Fachtagung). Am Beispiel des Weltjugendtags stellten drei Referenten ihre Überlegungen vor: Hubert Mohr (Religionswissenschaft, Basel), Ursula Engelfried-Rave (Forschungskonsortium Weltjugendtag, Koblenz) und Dr. Franz Norbert Otterbeck (freier Mitarbeiter beim Nachrichtenportal kath.net).
Vom 31. März bis 18. Mai April 2008 präsentierte REMID in den Räumen der Religionskundlichen Sammlung die Ausstellung "Gesichter des Islam". Ein Begleitprogramm wurde ebenfalls angeboten.
Infos zur Ausstellung in Marburg
REMID war lokaler Projektpartner beim Filmfestival "ueber morgen", das bundesweit von der Aktion Mensch durchgeführt wird. Veranstalter in Marburg ist das Café Trauma. Am Samstag, 16. Februar 2008, hat REMID zusammen mit dem Kinderschutzbund Marburg die Patenschaft für den Film "Jesus Camp" übernommen und im Anschluss an die Vorführung an einer Podiumsdiskussion zum Thema "Die Grenzen der Toleranz" teilgenommen. Die Diskussion wird am 30. März, zwischen 15.00 und 18.00 in einer Sendung des Radio Unerhört Marburg zum Festival ausgestrahlt. Frequenz: 90,1 MHz (Marburg) und über Internet im Livestream.
Radio Unerhört Marburg
Infos zum Festival in Marburg
Die Tagung griff aktuelle Konzepte der Auseinandersetzung mit Religionen im schulischen Alltag auf und diskutierte Perspektiven für eine erweiterte Berücksichtigung von religiöser und kultureller Differenz mit den Zielen einer vorurteilsfreien, offenen Auseinandersetzung mit Religionen, einer gelingenden Integration und der Prävention von Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Die Tagung sensibilisiert für die Bedeutung von Religionen im schulischen Alltag, insbesondere der Schülerinnen und Schüler, und für die Entwicklung von Schule als Lernort für demokratische und soziale Bildung. Zielgruppe der Tagung waren Lehrerinnen und Lehrer der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer, insbesondere pädagogische Leiter, Vertreterinnen und Vertreter von Lehrer-Fortbildungseinrichtungen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kultusbehörden, insbesondere mit Zuständigkeit für die Lehrplanentwicklung.
Den öffentlichen Abendvortrag hielt Dr. Wanda Alberts (Universität Bremen): "Blick über den Tellerrand - Religionen in der Schule in anderen europäischen Ländern."
Das Projekt besteht weiterhin, kann jedoch nicht mehr als REMID-Projekt bezeichnet werden. Angeregt durch die Arbeit in Deutschland hat sich in Fribourg eine REMID-Regionalgruppe gegründet und das "Lernprojekt Religionen in der Welt" (heute: Wissenswert Religionen) aufzubauen. Schon aus organisatorischen Gründen erschien es im Lauf der Zeit sinnvoll, dass die Gruppe eigene und unabhängige Strukturen aufbaut.
Das Netzwerk Migration und Religion wurde 2003 vom Arbeitsstab der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung und REMID initiiert, 2004 fand eine eintägige Fachtagung zum Thema statt. Mit dem Wechsel im Amt der Integrationsbeauftragten nach der Bundestagswahl 2005 und einer offensichtlich erfolgten inhaltlichen Neuausrichtung der Arbeit der Integrationsbeauftragten des Bundes ist das Netzwerk seit 2006 faktisch eingestellt.
Das Internet-Projekt wurde 2002 bis Anfang 2005 über das Entimon-Programm gefördert. Zurzeit kann keine Aktualisierung der Informationen stattfinden.
Am 3. Juli 2004 fand in Marburg die "Zukunftswerkstatt Religionswissenschaft. Universität - Beruf - Öffentlichkeit" statt. Der Tag bot eine gute Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre über das Fach Religionswissenschaft, die eigenen Wünsche an seine öffentliche Wirksamkeit oder an Vereine wie REMID zu diskutieren. Anlass war das 15jährige Bestehen von REMID.
Informationen zur REMID-Zukunftswerkstatt
Der REMID-Fotokurs hat auch 2004 wieder statt gefunden! Diesmal etwas länger, von Montag bis Freitag, 1. bis 5. März. Als Ort des gemeinsamen Arbeitens wurde diesmal die Jugendherberge Marburg gebucht. Neun Studierende der Ethnologie, Pädagogik und Religionswissenschaftler und Kursleiter Tobias Frick setzten sich mit Bildgestaltung und Technik auseinander, wobei die eigene Praxis nicht zu kurz kam.
Untersuchungen über Religionsgemeinschaften in Städten oder Regionen wurden und werden an vielen Orten durchgeführt. Auf der REMID-Tagung, die vom 13. bis 15. Juni 2003 in Leipzig stattfinden wird, sollen solche Projekte vorgestellt werden. Die weitergehenden Fragen beziehen sich auf die theoretische Fundierung solcher Studien, auf ihren "Nutzwert" für PraktikerInnen in Politik, Verwaltung und Medien, auf technische Fragen der Umsetzung und nicht zuletzt darauf, vorhandene Initiativen lokaler Religionsforschung miteinander zu vernetzen.
Die Tagung wird zusammen mit dem Religionswissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig durchgeführt.
Mit der von Benita von Behr geleiteten Exkursion startete vom 15. bis 17. März 2002 das Projekt REMID-Reisen. Einblicke in deutsche und berliner jüdische Geschichte und Gegenwart boten ein Sabbat-Gottesdienst in der Synagoge Pestalozzistraße, ein Sabbat-Menu im koscheren Restaurant Arche Noah im jüdischen Gemeindehaus, ein Stadtrundgang durch Berlin Mitte mit der Sozialwissenschaftlerin Iris Weiß, Führungen im Jüdischen Museum und in der Neuen Synagoge sowie ein Gespräch mit dem Religionslehrer der Jüdischen Oberschule Dr. Abraham Ehrlich.
REMID hat auf der Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRG) in Leipzig (26. bis 28. September 2001) ein eigenes Panel verantwortet. Als Referenten traten Dr. Gritt Klinkhammer, Steffen Rink und James T. Richardson auf. Informationen zur Tagung gibt es auf den Internet-Seiten des Religionswissenschaftlichen Instituts Leipzig zur DVRG-Tagung.
REMID hat im Jahr 2001 eine gleichnamige Tagung veranstaltet, um zwei bislang wenig in Beziehung gebrachte Themen interdisziplinär zu diskutieren. Der Band dokumentiert die Vorträge der Tagung, außerdem wurden einige zusätzliche Beiträge aufgenommen, um das vielschichtige Verhältnis von Religion und Recht noch näher zu untersuchen. Ein Tagungsband ist erschienen
Die internationale wissenschaftliche Tagung fand vom 27. bis 29. März 1998 in Marburg statt. Ziel war, unterschiedliche Perspektiven der Forschung und Diskussion über neue religiöse Bewegungen aus dem In- und Ausland miteinander ins Gespräch zu bringen. Die 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus verschiedenen europäischen Ländern.
Um die Teilnahme von kirchlichen Vertretern entspann sich kurz vor der Tagung eine Kontroverse, die gezeigt hat, wie problematisch die vorurteilsfreie Diskussion um Neue Religionen in Deutschland weiterhin ist.
Zur Unterstützung der kirchlichen Vorbereitungen zur EXPO2000 führte REMID 1995 eine Recherche zum interreligiösen Dialog in Deutschland durch.
Als erste wissenschaftliche Tagung organisierte REMID 1995 das Symposium "Kritik an Religionen. Religionswissenschaft und der kritische Umgang mit Religionen". Das Symposium griff eine in der Religionswissenschaft umstrittene Frage auf: Ob und wenn ja in welcher Form kann oder soll sich die Religionswissenschaft kritisch zu ihrem Gegenstand Religion verhalten?
Seit 1993 hat REMID Vortragsveranstaltungen durchgeführt oder zusammen mit anderen Institutionen veranstaltet:
Hexen - damals und heute (Vortragreihe), Fremde Religionen -Religion in der Fremde (Vortragsreihe, zusammen mit der Volkshochschule Bielefeld), Drewermann und die Folgen (Podiumsdiskussion), Neue Religionen und christliche Sondergemeinschaften (Vortragsreihe in der ev. Kirchengemeinde Marbach) Völkische Religiosität (Vortragsreihe in der Ev. Stadtakademie Hamburg). Hinzu kommen Einzelvorträge von Mitgliedern des Vorstands und der Geschäftsstelle.
© 2007-2011 REMID e. V. Marburg ♦ Letzte Bearbeitung: 31.03.2011 ♦
