Publikation: Kritik an Religionen

Religionswissenschaft und der kritische Umgang mit Religionen.

Hg. von Gritt Maria Klinkhammer, Steffen Rink und Tobias Frick.
Marburg: diagonal-Verlag 1997.
ISBN 3-927165-49-2.
250 Seiten.
20,00 Euro.

Zum Buch:

Kritik an Religionen? Für die Religionswissenschaft spielt diese Frage eine nebengeordnete Rolle. Sie gehört nicht zu ihren klassischen Aufgabenstellungen. Die Auseinandersetzungen um Neue Religionen oder den sog. islamischen Fundamentalismus fordern aber auch die Religionswissenschaft dazu heraus, zu ihrem Gegenstand kritisch Position zu beziehen. Dieses Buch stellt verschiedene Antworten der heutigen Religionswissenschaft einschließlich der relevanten Nachbardisziplinen (Soziologie, Pädagogik, Philosophie, Rechtswissenschaft, Psychologie) vor. Theoretische Fragestellungen werden mit konkreten Phänomenen, etwa der Mädchenbeschneidung, verknüpft. Die Beiträge sind aus einem Symposion des Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienstes e. V. REMID vom November 1995 hervorgegangen.

Die Autorinnen und Autoren:

* Prof. Peter Antes (Religionswissenschaftler, Universität Hannover)
* Dr. Wolfgang Bock (Jurist, Forschungsstätte der Ev. Studienanstalt Heidelberg)
* Prof. Christoph Elsas (Religionswissenschaftler, Universität Marburg)
* Kurt-Helmuth Eimuth (Sozialpädagoge, Weltanschauungsbeauftragter des Ev. Regionalverbandes Frankfurt)
* Edith Franke (Religionswissenschaftlerin, Universität Hannover)
* Dr. Yvonne Karow (Religionswissenschaftlerin, Berlin)
* Prof. Hans G. Kippenberg (Religionswissenschaftler, Universität Bremen)
* Dr. Volkhard Krech (Soziologe, Forschungsstätte der Ev. Studienanstalt Heidelberg)
* Dr. Ursula Mihciyazgan (Pädagogin, Hamburg)
* Dr. Sebastian Murken (Psychologe und Religionswissenschaftler, Mainz)
* Prof. Michael Pye (Religionswissenschaftler, Universität Marburg)
* Dr. Joachim Renn (Philosoph, Universität Erlangen)
* Prof. Kurt Rudolph (Religionswissenschaftler, Universität Marburg)
* Prof. Ursula Spuler-Stegemann (Religionswissenschaftlerin, Universität Marburg)

“Eine über den ‘wertneutralen’ Zugang mit seinen impliziten normativen Setzungen hinausgehende Kritik an Religionen bedarf eines erweiterten Standpunktes. Eine explizit formulierte wissenschaftliche Kritik am Forschungsgegenstand muß sich wissenschaftstheoretisches Terrain für eine eigene Position schaffen. Das bedeutet, daß die Forschenden Kriterien und Prämissen formulieren müssen, die eine wissenschaftliche Kritik ermöglichen. Hier aber herrscht Uneinigkeit, inwiefern das überhaupt möglich ist und ob es Wertvorstellungen gibt, die sich allgemeingültig aus einer wissenschaftlichen Beschäftigung ergeben, oder ob nicht mit wertgebundener Kritik in jedem Fall die Grenze zum politischen Engagement überschritten ist. Schließlich die Frage, welche Werte die ‘westliche’ Wissenschaft legitimerweise auf ihre Fahnen schreiben soll, kann oder darf.” (Aus dem Vorwort)

Weitere Informationen beim diagonal-Verlag Marburg: www.diagonal-verlag.de

Ein Kommentar:

  1. Folgende Review betrachtet diese REMID-Publikation mit einem aktuellen Werk einer säkular ausgerichteten Religionskritik: Polemik gegen die Schwerkraft.

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Autor*in: REMID e.V.