Archiv mit Dokumentationsstelle

Herzlich willkommen!

Das REMID-Archiv beherbergt eine einzigartige Sammlung von sog. “grauer Literatur” der verschiedensten Religionsgemeinschaften in Deutschland: Zeitschriften, elektronische Newsletter, Broschüren sowie grundlegende Schriften, ergänzt um einen kleinen Bestand an Sekundärliteratur. Seit Ende 2008 befindet sich dieses Archiv in den Räumen der “Neuen Kanzlei” unterhalb des Marburger Schlosses, in der auch das Fachgebiet Religionswissenschaft und die Religionskundliche Sammlung der Philipps-Universität Marburg untergebracht sind.

Entdeckungsraum Archiv

Ein Archiv muss kein Raum verstaubter Akten sein. Im REMID-Archiv wird Religionsgeschichte lebendig. Die Materialien geben Auskunft über Glauben, Diskussionen, Trends und Kontroversen in den verschiedenen Gemeinschaften in Deutschland. Sie vermitteln einen Eindruck von der zunehmenden Pluralität der religiösen Landschaft vor Ort. Lange bevor solche Entwicklungen den Eingang in die wissenschaftliche Literatur oder in Materialien für die Schule gefunden haben, werden sie in den Zeitschriften und anderen Selbstdarstellungen sichtbar. Andere Zeitschriften wiederum berichten wöchentlich, monatlich und manchmal auch in größeren Abständen über diese Entwicklungen.

Im REMID-Archiv befinden sich rund 120 laufend eingehende Zeitschriften und Schriftenreihen sowie rund 60 elektronische Newsletter. Schwerpunkte sind Islam, neue Religionen und christliche Sondergemeinschaften.
Das Material wartet darauf, von Ihnen für Unterricht und Forschung entdeckt zu werden!


Kontakt

REMID-Archiv
Landgraf-Philipp-Straße 4
35037 Marburg
Tel. Geschäftsstelle: +49 06421 64270
Tel. vor Ort: +49 06421 2824035
archiv (at) remid.de

Neue Benutzerordnung: Download (PDF), Stand: Oktober 2011

Zeitschriften-Datenbank
Unten können Sie den aktuellen Bestand der Periodika im REMID-Archiv abfragen. Neben den Zeitschriften, die regelmäßig in den Bestand eingehen, sind auch diejenigen Zeitschriften verzeichnet, die wir nicht mehr erhalten oder deren Erscheinen eingestellt wurde.

Aktueller Hinweis: Die Datenbank befindet sich noch in der Erprobung. Fragen Sie ggf. nach aktuelleren Ausgaben

Das REMID-Archiv

Wer sich mit aktueller Religionsgeschichte beschäftigt, kommt an den Materialien und Selbstdarstellungen, die von den verschiedenesten Religionsgemeinschaften herausgegeben werden, nicht vorbei. Zeitschriften, Broschüren und Newsletter geben einen lebendigen Einblick in die Themen, Fragen, Diskusssionen und auch Konflikte, die in den Gemeinschaften behandelt und ausgetragen werden. Änderungen im Lehrverständnis sind hier genauso dokumentiert wie neue Strategien der Mission, der “Zielgruppenansprache” oder der Öffnung zur Gesellschaft.

Die Möglichkeit dieser Innenansichten macht die sog. graue Literatur der Gemeinschaften und Bewegungen so wertvoll. Leider wird diese Literatur an den öffentlichen Bibliotheken nur selten gesammelt. Bei einigen Gruppierungen, die in der Öffentlichkeit besonders kritisch gesehen werden, gibt es manchmal sogar die Haltung, dass deren Informationen keinen Eingang in staatlich finanzierte Bibliotheken fínden dürften.

Aus Sicht der Religionswissenschaft handelt es sich bei diesen Materialien um notwendige Quellen, die das angestrebte vollständige Bild der religiösen Landschaft erst ermöglichen. Dabei geht es nicht um die distanzlose Übernahme von religiösen Selbstzeugnissen. Zeitschriften und Broschüren sind vielmehr ebenso Quellen wie das persönliche Gespräch. Sie erschließen das “Forschungsfeld” Religion in der ihnen eigenen Weise und komplettieren die Elemente, die zu einer umfassenden Analyse von Religonen und ihren Gläubigen gehören.

Aus diesen Überlegungen heraus hat der Religionswissenschaftliche Medien- und Informationsdienst e. V. REMID schon seit seiner Gründung den Aufbau eines Archivs mit Dokumentationsstelle betrieben. Was mit privaten Spenden nicht mehr genutzter Materialien begann, hat sich im Lauf der Jahre zu einer der umfangreichsten Sammlungen dieser Art von Quellen der gegenwärtigen Religionsgeschichte entwickelt. Immer wieder musste REMID seinen Standort wechseln, weil die wachsenden Bestände des Archivs zu Raumproblemen der Geschäftsstelle führten.

Alle Materialien werden dem REMID-Archiv unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Aus Sicht des Vereins ist dies ein deutlicher Vertrauensbeweis und spiegelt das Bewusstsein, dass es unabhängige Orte geben muss, an denen das gegenwärtige Leben in den Religionsgemeinschaften – insbesondere denjenigen “neben den Kirchen” – dokumentiert und für jede/n zugänglich ist.

Seit Ende 2008 ist das Archiv nunmehr in der “Neuen Kanzlei” untergebracht. Es ergänzt damit in die dort untergebrachten Einrichtungen der Universität: Die Religionskundliche Sammlung, das Fachgebiet Religionswissenschaft und die gemeinsam mit der Universitätsbibliothek betriebene Bibliothek Religionswissenschaft mit ihren rund 40.000 Bänden und zahlreichen Sondersammlungen. Mit diesem Umzug wurde ein lange gehegter Plan von REMID Wirklichkeit: Das Archiv durch eine räumliche Anbindung an die Universität einem breiteren Benutzerkreis zu erschließen.

Durch neuere Projekte von REMID – etwa der Lernwerkstatt Weltreligionnen mit ihren Projekten für Schule und außerschulische Bildungsarbeit – traten die Möglichkeiten, die das REMID-Archiv auch für höhere Jahrgänge in den Schulen bietet, ins Blickfeld. Eine künftige Aufgabe des Archivs wird deshalb sein, dieses Arbeitsgebiet zusätlich zur Nutzung in Lehre und Forschung zu erschließen. Das REMID-Archiv kann zeigen, dass hier ein Entdeckungsraum besteht, in dem das Interesse an religiöser Gegenwartskultur und dem Glauben “der anderen” gestillt werden kann. Das Archiv kann somit auch Impulse zur intensiveren Beschäftigung und persönlichen Begegnung geben.

Deshalb ist das Archiv nicht nur ein Baustein für eine fundierte, sachliche Auseinandersetzung mit Religionen. Wissen um die religiöse und kulturelle Vielfalt ist eine wesentliche Voraussetzung für eine Kultur des Respekts und der Anerkennung.

REMID arbeitet seit seiner Gründung im Jahr 1989 für die Vermittlung religionswissenschaftlicher Perspektiven in die Öffentlichkeit, um damit einen Beitrag zur Anerkennung der Vielfalt von Religionen und Kulturen zu leisten. Auskünfte, Tagungen und Workshops, Publikationen und Internetprojekte gehören ebenso dazu wie Schulprojekte in der “Lernwerkstatt Weltreligionen” und die Mitarbeit im Marburger Bildungsnetzwerk.

REMID wurde vom Bündnis für Demokratie und Toleranz für sein vorbildhaftes zivilgesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Der Weg zum REMID-Archiv

Die Landgraf-Philipp-Straße mit der “Neuen Kanzlei” liegt unterhalb des Marburger Landgrafenschlosses. Beim Schloss stehen begrenzt Parkmöglichkeiten zur Verfügung. In der Straße Pilgrimstein befindet sich das Parkhaus Oberstadt mit ausreichend Parkplätzen. – ÖPNV: Haltestellen Gutenberstraße oder Rudolphsplatz. Der Beschilderung Oberstadt bzw. Schloss folgen.

Ausleihe

Die Materialien können nicht ausgeliehen werden. Begründete Ausnahmen bestätigen die Regel.

Kopiermöglichkeiten

Im Haus steht ein Kopierer zur Verfügung. Er wird mit den an der Universität üblichen Kopierkarten bedient. Eine Kopierkarte kann ausgeliehen werden.

Auftragsrecherchen

Gern recherchieren wir für Sie und nutzen dafür nicht nur das REMID-Archiv, sondern auch die Ressourcen der Universität Marburg und selbstverständlich auch seriöse Quellen im Internet.

Kosten werden nach Aufwand und Absprache berechnet.
Bibliothek und Fachgebiet Religionswissenschaft

Für die Nutzung der Bibliothek Religionswissenschaft (3. Stock) gelten eigene Bedingungen.

REMID und das Archiv – was ist wo?

Landgraf-Philipp-Straße 4 (REMID-Archiv)

Zeitschriften-Archiv (Periodika, Jahrbücher)
Primärliteratur der Religionsgemeinschaften (Quellentexte, Broschüren)
Handbibliothek: Broschüren, Dokumentationen und Bücher zu neuen religiösen Bewegungen und zu einzelnen Religionsgemeinschaften

Universitätsstraße 55 (REMID-Geschäftsstelle)

Archiv: Kleinbroschüren
Handbibliothek: Überblicksdarstellungen, Lexika
REMID-Projekte (z. B. Lernwerkstatt Weltreligionen)
Verwaltung, Mitgliederservice


Spenden für das Archiv

Das REMID-Archiv ist auch nach dem Umzug in Räume der Philipps-Universität Marburg eine unabhängige Einrichtung, die allein vom Verein Religionswissenschaftlicher Medien- und Informationsdienst e. V. REMID getragen wird. Die Arbeit für das Archiv wird ehrenamtlich erbracht.

Deshalb ist das Archiv auch in Zukunft auf Ihre Spende angewiesen.
Materialspenden

Zeitchriften-Abonnements
Broschüren und andere Selbstdarstellungen
Religiöse Quellentexte
Sekundärliteratur

… sind diejenigen Bestände, die wir gerne weiter ausbauen möchten, auch durch zurückliegende Jahrgänge. Schauen Sie in unserer Datenbank nach, ob Ihrer Meinung nach eine wichtige Zeitschrift fehlt, oder sprechen Sie uns direkt an, wenn Sie Material abgeben möchten.
Archiv-Ausstattung

Auch hier gibt es – nicht zuletzt durch den Umzug – Bedarf: Der Arbeitsplatz im REMID-Archiv muss noch durch einen separaten PC mit Drucker ergänzt werden. Hier können Sie über eine Geld- oder Sachspende helfen. Und auch für laufende Anschaffungen und Verbrauchsmaterialien freuen wir uns über jede Geldspende.
Der Weg Ihrer Spende

Sprechen Sie uns an, wenn Sie das REMID-Archiv und seine Zielsetzung unterstützen wollen. Spenden sind steuerlich absetzbar. Auch für Sachspenden stellen wir gern eine entsprechende Bescheinigung aus.

Geldspenden bis zu einer Höhe von 100,00 € werden vom Finanzamt automatisch anerkannt.

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