Religionswissenschaft und Ideologiekritik. Ein Gespräch aus der Zukunft

Heute bin ‘ich’ ein auktorialer Erzähler in einer Geschichte einer möglichen Zukunft, die ich erzählen möchte. Wie jeder Futurismus ist es eine noch fiktive Geschichte. Ich wähle dieses Mittel aus mehreren Gründen. Einer davon ist sicherlich auch Höflichkeit, dass ‘ich’ mich an einer Methode des Humanismus um 1500 orientiere. Zudem erlaubt diese leichte Verschiebung in die Zukunft eine Zuspitzung und leichte Übertreibung. Aber diese eigentlich hinter die bewussten Regungen eines auktorialen Erzählers reichenden Kenntnisse um die Gründe seiner Existenz seien auch sofort wieder vergessen: Wir befinden uns in einer mehr oder weniger nahen Zukunft. Der Ort ist ein Straßencafé, irgendwo in einer großen Metropole, in welcher gerade ein Kongress eines Dachverbandes der Religionsforschung veranstaltet wird, an mehreren Standorten des Metropolenviertels.

 

Bild beruht auf einer bearbeiteten Fotografie von Jean-Christophe Benoist unter einer Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA 3.0.

 

Es sitzen zwei Personen an einem der Tische, die draußen an der Straße stehen. Die eine, das ist deutlich zu erkennen, ist ein junger Student, der gerade zu einer Frage ansetzt: “Mir war gar nicht klar, dass es überhaupt möglich ist, Religionen ernsthaft zu erforschen, ohne selbst religiös zu sein. Das, was Sie über diese Vereine nach 1968 erzählt haben, hat mich sehr beeeindruckt!”.

– “Oh, es gab sogar Dachverbände einer sich darin größtenteils einigen Religionswissenschaft, die sich bewusst gegen Vereinnahmungsversuche von Seiten der Theologien stellte. Sogar international. Mehr oder weniger. Aus der kritischen Reflexion der Fachgeschichte – und das war damals die naive Religionsphänomenologie am Anfang des 20. Jahrhunderts, und nach den Erfahrungen mit den historischen Nazis ging das einfach nicht mehr: diese Schau nach dem ‘Heiligen’ in den Religionen der Welt, nach den Phänomenen gucken, ihnen nachzuspüren, das Gefühl war sehr wichtig – so wie heute wieder – jedenfalls reflektierte man das und öffnete sich, für soziologische Theorien, für linke Theorien, für kritische Theorie, ‘Postmoderne’, nie wieder sollte eine Religionswissenschaft der Ideologie zuarbeiten. Nie wieder sollte sie einen Faschismus unterstützen können. Mit der Öffnung ging einher, dass man sich so etwas wie eines methodischen Agnostizismus verpflichtete. Jede und jeder sollte Religionswissenschaft betreiben können – unabhängig von seinem eigenen Glauben. Also auch Atheisten und Agnostiker…”.

Der junge Student unterbricht, um sich einen Espresso zu bestellen, “und da habt ihr damals diesen Verein gegründet?”.

– “Nein, das war ja nicht ich. Der Verein hat ja mehrere Generationen durchlaufen. Und nein, so wichtig waren diese Vereine nun auch wieder nicht. Erstmal wurden diese Dachverbände gegründet, die nationalen wie die internationalen. Oder sie wurden reformiert. Es ging ja nicht darum, die Theologen rauszuwerfen – oder wie radikal das manchmal dargestellt wird – es ging darum, sich auf Methoden zu einigen. Und eben auch mal darum, welche auszuschließen, die nicht wirklich wissenschaftlich waren”.

Eine Kellnerdrohne bringt den Espresso, der Student trinkt einen Schluck, “wo wir gerade bei Sachen sind, die umstritten sind: Stimmt denn das mit den Islamisten? Hatten diese Vereine wirklich mit Islamisten zusammengearbeitet?”. Von weiter Ferne hörte man eine Straßenmusik, die zu einem Tango ansetzte.

– “Natürlich nicht in diesem Sinne, das war eine Integrationspolitik. Mitglieder des Vereins hatten u.a. Gutachten geschrieben, welche bei einer Anerkennung der Islamverbände als Vertragspartner der Bundesländer geholfen hatten. Also als es noch darum gegangen war. Und es gab eben den Fall, dass sich Partner einer Aktion im Umfeld im Nachhinein als problematisch erwiesen haben. Manchmal betrafen die Vorwürfe jemand, der eigentlich nur wegen einer Forschung mit Islamisten Kontakt hatte, also so jemandem auch seine Interviewfragen vorgelegt hatte. Was daraus nachher für alberne Verschwörungsfantasien wurden, das liegt zu Teilen auch daran, dass man diese Zeit nicht mehr versteht. Wir waren ja gerade bei der Öffnung der Religionswissenschaft. Mehr Interdisziplinarität. Und da war eben dieses Anliegen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Nicht länger einer Art Pakt mit der Theologie folgen – das war damals noch insbesondere die evangelische Theologie – also es ging darum, denen überließ man Europa und das Christentum, die Religionswissenschaft bekam die außereuropäischen Religionen. Und das wurde allmählich aufgebrochen. Eigentlich eben erst Ende der 1980er, aber zugleich an der Universität und in diesen Vereinen. Gerade die erste Generation dieses Vereins war recht wichtig im Fach geworden, die späteren wurden dann irgendwann eine Minderheit. Es waren mehrere Vereine in unterschiedlichen Ländern, die sich insbesondere anfangs auch stark austauschten. Und ja, es stimmt schon, da waren schon welche bei der SPD oder den Grünen. Warum auch nicht? Jedenfalls war es eben auch der Versuch einer eigenen religionswissenschaftlichen Perspektive. Wenn war man Moderator in interreligiösen Belangen, keinesfalls religiöser Akteur. Da war viel Anthropologie drin, aber auch viel Sozialwissenschaft. Man war teilnehmender Beobachter. Beschreiben ohne zu werten. Die Terminologie überarbeiten: die Sprache, die wir verwenden, mit der wir uns die Welt konstruieren. Was heute gerne zum Anfang allen Übels stilisiert wird, hatte kritische Gründe. Und das war im übrigen nie richtig ‘postmodern’, das war bloß ‘modern’, nämlich Wittgenstein, Sprachspiele und Familienbegriffe. Das würde hier jetzt etwas weit führen…”.

Der Student zeigt Anzeichen von Irritierung in den Augen: “Hatten Sie nicht eben gesagt, dass das Fach sich öffnete, dass da auch die Postmoderne rezipiert wurde?”.

– “Ja, klar. Aber das war doch alles sehr verhalten. Am stärksten hatten die postkolonialen Überlegungen einen Einfluss, also zu Othering oder Ethnozentrismus. Daneben die Diskursanalyse, allerdings lediglich – vergleichbar der Grounded Theory – als gewählte Methode, ohne dass, sagen wir mal, die Möglichkeiten dieser Methoden immer völlig ausgeschöpft worden wären. Natürlich Gender Studies, aber zaghaft und oft eher im Mittelbau. Und sicherlich muss man einschränkend sagen, dass die Wittgenstein-Sache zwar schon vor dem 2. Weltkrieg begonnen hatte, aber erst danach allmählich ihren Einfluss entfaltete. Das eigene kleine 1968 der Religionswissenschaft, nur dass es eher ein 1989 war. Also weil sich diese Vereine ja auch etwas später gründeten. Für die andere Seite war das aber alles eher Geschwurbel. Oder sagen wir: ein Missverständnis. Eigentlich ist diese Sache mit der Relativität eine der Aufklärung. Schon im internationalen Lexikon der Freimaurerei geht es an einigen Stellen um die Erkenntnis der Relativität der Wahrheit bezogen auf die ersten Initiationsrituale der Johannisgrade der regulären Maurerei:

‘Das Erkennen der Relativität jeder Wahrheit heißt aber zugleich die Möglichkeit, ja geradezu die Regelmäßigkeit des Irrens bei allem menschlichen Weg- und Zielstreben zuzugeben. Diese Erkenntnis ist die notwendige Voraussetzung aller Toleranz, aller Glaubens-, Gewissens- und Geistesfreiheit, dieser wesentlichen Kriterien der Demokratie als Kulturform’. (Unveränderter Nachdruck der Ausgabe 1932, Wien/München, 1980, Sp. 331, Stichwort ‘Demokratie’).

Das Buch wurde in seiner ersten Auflage nicht ohne Grund 1932 gedruckt; das, was es beschreibt, spielt im frühen 18. Jahrhundert. Das Problem der Relativität der Wahrheit ist uralt. Eigentlich müssten Religionswissenschaftler*innen das auch wissen, aber die sind heute so spezialisiert, die kennen kaum etwas außerhalb ihres Gegenstandes. Die Postmodernen haben nur noch ein paar weitere Grundüberzeugungen der Moderne als Metaphysik entlarvt, indem sie Grenzen der Erkenntnis aufzeigten. Die eigentlichen Vorwürfe sind im Grunde scheinheilig, da ging es um Leute aus dem Fach, die einer neuen religiösen Bewegung beigetreten sind. In manchen Fällen, um sie zu erforschen; in anderen, weil sie es wollten. Manche gründeten sogar neue religiöse Bewegungen, wenn auch jetzt niemand aus dem Verein, soweit ich weiß. Auf der anderen Seite sind nämlich die Theologen doch selbst in dieser Hinsicht keinen Deut besser, es ging ja gar nicht darum, dass die in ihren Arbeiten unwissenschaftlich gearbeitet hätten, einfach der angeblich distanzlose Kontakt wurde sanktioniert. So wie das heute auch zum Teil wiedergekehrt ist.”

 

Bild beruht auf einer bearbeiteten Fotografie von cyclonebill unter einer Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA 2.0.

 

Nachdenklich rührt der Student mit seinem Löffel in der leeren Espressotasse. Er bestellt mit dem Holophone an seinem Arm einen neuen und setzt an, “ja, Sie sagten in Ihrem Vortrag, dass es damals wichtig war, dass man nicht ‘Sekte’ sagt, sondern … ‘neue religiöse Bewegung’. Irgendwie ging es aber auch um den Religionsbegriff. Das habe ich nicht ganz verstanden.”

– “Oh, es gab damals eine Mailingliste, in der wurde sehr gerne leidenschaftlich über den Religionsbegriff gestritten. Das war Fachfremden auch kaum zu vermitteln. Wo wir eben bei der Freimaurerei und Initiationen waren, manchmal ist es so, Religionswissenschaft, zumindest das, was ich darunter verstehe, ist wie eine Art Initiationsprozess, wo man die Dinge immer wieder anders sieht, je weiter man geht. So was typisch Postmodernes ist das mit dem leeren Signifikanten, sagen wir etwas vereinfacht, eine Art Update von Wittgenstein: ‘In diesem Sinne erscheint es konsequent, sich der Tatsache bewusst zu werden, dass auch Religionswissenschaft ein leerer Signifikant ([…]) zu sein scheint, der von unterschiedlichen Akteuren in unterschiedlichen Kontexten mit sich unter Umständen diametral entgegengesetzten Konzepten gefüllt wird.'” [Sebastian Emling: Von “In God We Trust” zu “Yes We Can”. Münster: Lit, 2013, S. 36, Anm. 7, unter Rückgriff auf Ernesto Laclau].

Wieder kommt eine dieser Drohnen angeflogen und serviert Espresso, diesmal einen für jede Person. “Danke”, sagt der Student, “das klingt aber sogar nihilistisch!”

– “Ja, es ist schwierig zu akzeptieren, dass Worte erstmal nichts sind als Worte. Es ging eben darum, dass es nicht ‘den’ Islam, ‘den’ Hinduismus, ‘das’ Christentum gibt. Und so war das auch mit ‘Religion’. Beim Hinduismus hat man sich nochmal rekonstruktiv angeguckt, wie westliche Missionare und Forscher dahingegangen waren und allmählich eine Weltreligion Hinduismus konstruiert hatten. Da war das auch insofern leichter, weil schon deutlicher geworden war, dass das eigentlich viele Religionen sind. Aus dieser Perspektive kommt der Satz ‘Es gibt nicht nur einen Islam, sondern viele’. Dazu muss man aber schon einschränkend sagen, dass es eben gerade Sufismus und schiitischer Islam waren, welche bei den Leuten im Verein zu seiner ersten Generation insbesondere populär waren. Ähnlich wie sich die Ethnologie oder Kulturanthropologie als ‘Anwalt der Völker’ verstanden hatte oder die Soziologie ihrem Selbstverständnis nach die gesellschaftlichen Verhältnisse mit Hilfe ihrer empirischen Beschreibung und deren Analyse auch verbessern wollte, ging es eben gerade um die Minderheiten. Es war eine Perspektive der Vielfalt. Typisch war es, sich irgendwo zwischen Säkularisierungstheorie und einer neuen Pluralität der Religionen zu verorten. Das waren am Anfang Hindutempel in Deutschland und eben die Debatte um neue religiöse Bewegungen als ‘Sekten’ gerade in den 1990ern. Und das war der Islam. Es waren sogar einige solche Minderheiten vorübergehend sogenannte ‘Institutionsmitglieder’ im Verein, die aber kein Stimmrecht hatten. Gut, das hatte auch das, was einer unserer frühen Beiräte ‘tensions with believers’ nannte, Spannungen mit Gläubigen. Man hatte ja immer diese religionswissenschaftliche Perspektive, die von Nichteingeweihten oft mit einer atheistischen verwechselt wurde, wenn sie religiös waren, und mit einer theologischen, wenn sie es nicht waren. Also insofern, wenn man jetzt die anguckt, die auch in der Politik waren, die Idee ist doch mehr so zu verstehen gewesen, dass man im Grunde sich jeglichen metaphysischen Urteils enthalten wollte, und das führte zu einer Ablehnung von essenzialistischen Begriffen. Wenn man als Wissenschaftler*in erstmal sagt, dass das immer eine Glaubensfrage ist, was im Glauben unter ‘Christentum’ oder ‘Islam’ verstanden wird, dass man da als Wissenschaftler*in doch eigentlich nur diese vielen Varianten hat, die religionsgeschichtlich überliefert sind oder in Religionsgemeinschaften praktiziert werden. Und da kann man doch nicht einfach der metaphysisch gefärbten Einordnung einer Orthodoxie folgen, darüber kann nichts ausgesagt werden. Egal wie absurd es war. Gerade so Religionsparodien wie ‘das fliegende Spaghettimonster’ wurden einem in den Debatten gerne als vermeintliches Gegenargument angeboten. Heute würden solche Debatten wahrscheinlich gar nicht mehr so weit geführt werden. ‘Funktionale Bezüge dürften’, und damit ist dann alles Mögliche gemeint, ‘für die Definition von Religion hingegen entbehrlich sein’, werden sie sagen. ‘Gewiss lassen sich funktionale Wirkungen von religiösen Zugehörigkeiten, Praktiken und Vorstellungen ausmachen. Sie tragen aber nicht zur Identifikation von Religion bei, da diese ein multifunktionales Gesicht trägt und viele ihrer Funktionen mit anderen gesellschaftlichen Phänomenen teilt’, etwas in der Art würden sie sagen, und eben insbesondere: ‘Dies bedeutet nicht, dass die anderen Begriffe falsch sind, nur sind sie wissenschaftlich aufgrund bestehender Schwierigkeiten in der empirischen Verwendung nicht so weiterführend wie ein substantieller Begriff von Religion – so einengend und ethnozentristisch dieser nun auch sein mag.’ Und das Schlimme daran ist ja, dass sie das zu fast allem sagen, was da während dieser Öffnung zögerlich rezipiert wurde. Sie drehen es um, so wie früher die Religionsphänomenologie des frühen 20. Jahrhunderts historisiert war und sozusagen belächelt wurde; bzw. man hatte mit harter Kritik zu rechnen, wenn man bewusst dagegen verstieß. Jetzt sind es diese Sachen, die irgendwie mit 1968 assoziiert werden, welche als etwas aus einer ‘Welt von Gestern’ dargestellt werden, das überholt sei.”

Der Student leert seinen Espresso und guckt auf die Uhr, “wer sind denn ‘sie’?”.

– “Wollen Sie das noch hören? Ich denke, es hatte mit diesem allgemeinen Rechtsruck zu tun. Von Trump stammte dieses ‘make America great again’, so ähnlich gibt es Akteure, die das Christentum ‘great again’ machen wollen, bzw. vielleicht eher so etwas wie die Hauptströmungen der jeweiligen großen Kategorien oder was sie als solches gelten lassen wollen, also ‘make religion great again’. Auf einmal war da diese katholische Initiative, einen eigenen Europa-Verband für Religionsforschung zu gründen, und die sagten einfach, da es so etwas ja noch nicht gäbe, gründeten sie sich auch als Ansprechpartner für die Öffentlichkeit, Politik und Medien. Die quasi in ihrer Existenz übergangenen religionswissenschaftlichen Verbände reagierten mit einem empörten Statement. Und ja dann haben doch einige mitgemacht. Und wir wissen ja alle, wohin das heute geführt hat. Jedenfalls damals war das mit der Religionswissenschaft noch eher so, dass man erzählte, es sei typisch für einen Religionswissenschaftler, also man wird zuhause gefragt, ob man Theologie studiere, und es war dann eben diese Selbstverständlichkeit, diese Episode als Witz unter Eingeweihten nachzuerzählen, und damit eben auch zu meinen, dass Religionswissenschaft eben nicht Theologie ist. Mich würde mal interessieren, was sie heute erzählen.”

Die Drohne kommt mit der Rechnung, der Student bezahlt seinen Teil mit Hilfe des Holophones, nimmt Jackett und Tasche in die Hand und hält nochmal inne: “Also ich muss jetzt los, aber danke, das war alles sehr interessant!”. Die Person, mit der er gesprochen hat, bleibt im Schatten vorübergehender Passanten zurück.

Christoph Wagenseil

3 Kommentare:

  1. Nun erfordert “Wissenschaft” nicht nur “Methoden” und “Perspektiven”, sondern glatt eine “Initation”!

    Lustig wäre es alle Male, wenn man von nun an zur Erlangung eines Universitätsabschlusses zusammen mit den Professoren um den Hexenkessel tanzen muß.

    Würde wenigstens etwas Leben in diese öden Hallen bringen.

  2. Ich habe das eher so verstanden, dass es um eine gerade säkulare Religionswissenschaft geht, die es vielleicht so bald nicht mehr geben könnte. Oder so ähnlich.

  3. Das gehört hier vielleicht nicht hin, aber ich habe neulich die Breivekverfilmung gesehen.

    Mehr als 6 Jahre nach dem Attentat muß man leider sagen, dass einige Behauptungen von Breivek in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind und Zuwanderung auch von Menschen als ein Problem gesehen wird, die sich ansonst als “offen” usw. beschreiben.
    Für mich kein Beleg dafür, dass die “offene Gesellschaft” gescheitert ist, sondern ich denke es wird klar, dass die “offene Gesellschaft” jenseits ihrer antikommunistischen Ideologie keinerlei Inhalt hat.

    Von dem marktwirtschaftlichen Optimismus der 90er ist nichts mehr übrig geblieben, die zwischenstaatliche Konkurrenz ist nun so offensichtlich, dass man mit schönen Worten nicht mehr darüber hinwegtäuschen kann, dementsprechend wird nun das Mittel des Betrugs unbrauchbar und der Staat bedient sich lieber der Autorität der offenen Machtausübung.

    Und das mit dem Rechtsruck der Regierung auch die Pfaffen mehr Einfluß gewinnen erscheint mir naheliegend. Die kirchliche Agitation wird gern gesehen, solang sie staatstragend ist.

    Tut mir natürlich leid für euch.

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