Soziologie auf Abwegen? Vom Quexit und warum Geisteswissenschaftler*innen gerade besonders wichtig sind

Laut FAZ gibt es aktuell einen neuen “Methodenstreit” in der Soziologie (Artikel vom 23. Januar), genauer einen “Positivismusstreit”. “Natürlich gab es schon immer Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen sozialwissenschaftlichen Richtungen, insbesondere zwischen den Vertretern der qualitativ-hermeneutischen Ansätze und jenen der quantitativ-metrifizierenden Verfahren”, liest mensch da. Und: “seit dem Positivismusstreit der sechziger Jahre [habe] auch keine dieser Richtungen mehr einen Alleinvertretungsanspruch für das Fach angemeldet”. Vom “Quexit” ist die Rede, in Anlehnung an den “Brexit”, Englands geplanten Austritt aus der Europäischen Union, wegen der “Qualos”, den Vertreter*innen qualitativer Ansätze von Sozialforschung, einer “Pippi-Langstrumpf-Soziologie”. Mit diesen wird der “Quexit”, der “Auszug[.] der quantitativen Sozialforschung aus der Soziologie” (Stefan Hirschauer, Der Quexit, Soziolpolis, 2018), begründet. Oberflächlich betrachtet geht es um Ideen von Repräsentativität, der Initiator der ‘spaltenden’ “Akademie für Soziologie”, Thomas Hinz, spricht eher von einer “Unterrepräsentanz” quantifizierener Methoden, und widerspricht zumindest nicht der Zuordnung der Akademie zu “Positionen, die nah am Kritischen Rationalismus und Realismus liegen” (Blog des Soziologie-Magazins, Mai 2018). Eigentlich ginge es auch nicht um weniger Vielfalt in den Methoden, sondern darum “zu einem methodisch kontrollierten und transparenten Weiterentwickeln von Erkenntnissen bei[zu]tragen”, und dass “die wissenschaftlichen Ansätze [nicht] gleichsam um ihrer selbst begründet werden” (ebd.). Einheit in der Vielfalt? Das Problem ist weitaus komplexer, und hat sogar tatsächlich auch eine politische Dimension.

Max Horkheimer (vorne links), Theodor W. Adorno (vorne rechts) und Jürgen Habermas (im Hintergrund rechts) im Jahr 1964 in Heidelberg.

Bild von Jeremy J. Shapiro unter Creative-Commons-Lizenz CC-BY SA 3.0.

1. Vom Faschismus lernen

Der Positivismusstreit hatte mit 1968 zu tun. Und es ging darum, wie Wissenschaft mit den Erfahrungen im Faschismus umgehen sollte, schießlich wurde auch Wissenschaft durch den Nationalsozialismus ‘missbraucht’. Der Kritische Rationalismus nach Karl Popper und Hans Albert ging von den “Phänomenen” aus. Demnach sei Wissen ausschließlich die Interpretation von “positiven”, d.h. von tatsächlich sinnlich wahrnehmbaren und überprüfbaren Befunden. Für eine solche Wissenschaft eigneten sich am besten naturwissenschaftliche Methoden. Für diesen Ansatz ist “Sprache” ein Problem, dessen Einfluss auf wissenschaftliches Arbeiten durch mehr “Exaktheit” zu minimieren sei.

Der Ausdruck “Positivismusstreit” und auch die Bezeichnung als “Positivisten” gehen auf die gegnerische Seite in der historischen Debatte zurück. Die sogenannte “Frankfurter Schule” um Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Herbert Marcuse und Jürgen Habermas hatte – soweit man das zusammenfassen kann – einen anderen Ansatz. Die sogenannte “Kritische Theorie” entspricht dabei nicht einfach der geisteswissenschaftlichen Seite. Während man zwar vereinfachen könnte, die Naturwissenschaften erwehrten sich damit auf eine gewisse Weise geisteswissenschaftlichen Einflüssen, ist es pure Polemik zu behaupten, diese Art Geisteswissenschaftler*innen würden sich gegen die Naturwissenschaften stellen. Dennoch ist es auch nicht ganz falsch, dass es darum geht, ein bestimmtes Denken zu kritisieren, das man auch in den Naturwissenschaften, auch im Kritischen Rationalismus und gerade in einem “Realismus” finden kann.

Das hat mit den Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis zu tun. Während die einen mit der Rückführung auf eine z.B. “Autopoesis des Gehirns” am Ende das Primat der Naturwissenschaft behaupten, erklären das die anderen zu einem “naturalistischen Fehlschluss” und ‘bleiben’ bei einem Primat der Geisteswissenschaften, denn um vom Gehirn wissen zu können, benötigt es bereits einiger Voraussetzungen, die als Erkenntnisse damit das zur Bedingung hätten, was sie eigentlich erst ermöglichen sollen. Während also ein*e Naturwissenschaftler*in demnach behaupten kann, das Problem des Leib-Seele-Dualismus nach René Descartes sei gelöst, erwähnten Zirkelschluss ignorierend, kann ein*e Geisteswissenschaftler*in sagen, es ist gerade nicht gelöst – und die Naturwissenschaften haben es eben nicht geschafft, tatsächlich “exakter” zu werden als die Geisteswissenschaften: Sie haben eigentlich ein ähnliches Legitimationsdefizit, schweben wie alles Wissen genauso über dem Nichts. Der wiederum an dieser Stelle logisch einsetzende ‘positivistische” Einwand, ein solches Denken führe in den “Relativismus”, ignoriert also weiterhin das Zirkelschluss-Argument, Gott bleibt tot auch in der Natur, mehr noch: Mit diesem ‘Dreh’ werden sämtliche reaktionären Ressentiments der Aufklärung gegenüber für Positivist*innen anschlussfähig. Denn eigentlich ist die Debatte Wahrheit versus Relativismus ein Thema der Aufklärungsepoche um 1800 (siehe auch: Von Agnostizismus bis Säkular: Eine Zusammenstellung zu nichtreligiösen Weltanschauungen, 2018).

Während es auf dieser Seite des Spielfeldes also um das Nicht-Wissen-Können bezüglich der ‘Objekte’ geht, arbeitet deren Spieler*innenschaft auf der Gegenseite mit dem Nicht-Wissen-Können bezüglich ‘subjektiver’ Zusammenhänge. Die Frankfurter Schule hatte da u.a. im Programm: aus u.a. der Psychoanalyse beeinflusste Vorformen eines “Sozialkonstruktivismus”, gesellschaftliche Strukturen, die sich aus Machtverhältnissen ergeben würden und sich in einer “historischen Dialektik” entwickelten. Gemäß der Marxschen Losung, die Hegel auf den Kopf stellte, dass nicht das Bewusstsein das Sein, sondern das gesellschaftliche Sein das Bewusstsein bestimmten, war das ebenso aufklärerisch ein “materialistischer” Ansatz – und hier gehören ausgerechnet die sogenannten “Positivist*innen” demnach zur Formenvielfalt eines Idealismus. Deren Idee einer Subjekt-Objekt-Identität unterscheide sich demnach von derjenigen der Romantiker*innen nur im ästhetischen Design und – da man dem genannten Gehirn doch auch misstraut – in der Verwendung von Messgeräten. Und es sind wahrscheinlich solche Sätze, die wiederum dazu führen, dass Naturwissenschaftler*innen solche erkenntnistheoretisch kritischen Geisteswissenschaftler*innen dann eine Nähe zur sogenannten “Esoterik” bescheinigen, diese würden doch auch die Ergebnisse der Naturwissenschaften anzweifeln.

Das Ouroboros-Symbol lässt sich bis ins Alte Ägypten zurückverfolgen. In der Alchemie bedeutete es die Einheit im Wandel der stofflichen Prozesse. Im aktuellen Fall illustriert das linke Bild einen Artikel über Autopoesis auf sistemassociales.com von 2018, während das rechte Bild einen Aufsatz, “The Autopoiesis of Architecture. Patrik Schumacher’s Parametricism and Theory” (2015) bebildert. “The Autpoietic system is a closed and self referential that reacts to outside sources as one”, heißt es in der Bildzeile. Die Subjekt-Objekt-Identität gefällt sich manchmal in mythischen Bildern.

2. Worum geht es Pippi Langstrumpf?

Nun, darum geht es gar nicht. Hier zu enden ist nur die halbe Geschichte. Aber anstatt sich hochphilosophisch an derjenigen Stelle aufzuhalten, an der qua “Nichts” auch nicht viel weiter zu holen ist, erinnern wir uns kurz an die Geschichte der vergleichenden Religionswissenschaft, um dann die Sache mal von der anderen Seite aufzurollen. Denn die vergleichende Religionswissenschaft ist in dieser Debatte ein ausnehmend besonderer Ort. Das hängt mit den Messgeräten zusammen. Erinnern Sie sich an Nobelpreise für Messungen von Besessenheitszuständen? Nein? Aber an Buddhist*innen, deren Gehirnströme beim Meditieren aufgenommen wurden? Ja, die gab es. Aber es gab keinen Nobelpreis. Und interessant ist die Rezeption. Ohne diese Beispiele jetzt heraussuchen zu wollen, es gab solche, die damit irgendetwas, im Zweifelsfall “den Buddhismus”, als bewiesen angesehen haben, genauso wie solche, die etwas, im Zweifelsfall “Religion”, damit als widerlegt angesehen haben. Nun sind solche “Bewusstseinszustände” noch vergleichsweise nahe am “Gehirn” und daher werden garantiert Daten mit Messgeräten produziert, bei den meisten Begriffen in Terminologien von Religionswissenschaftler*innen ist das allerdings nicht der Fall. Als “Phänomene” entziehen sie sich einfach der Messung. Noch schlimmer: Tun wir diesen Religionen nicht Gewalt an, wenn wir – aus nicht mit Messungen erklärbaren Gründen – ihre Begriffe universellen “Religionsphänomenen” zuordnen, ja damit eine universelle Religionsphänomenologie begründen oder, in anderen Worten, eine Meta-Religion, eine “wahre” Objektwelt der Religion, die sich in den einzelnen Religionen irgendwie “zeige” (ein “Phänomen” ist wörtlich ein Sich-Zeigendes)?

Stattdessen sollen in der modernen Religionswissenschaft allmählich ab 1945 die Gläubigen einer Religionsgemeinschaft als das empirisch Vorhandene gelten. Über deren religiöse Welt der Phänomene kann keine Aussage getroffen werden. Ob Islam und Christentum “den gleichen” Gott anbeten, ist daher eine religiöse Frage, keine religionswissenschaftliche. Historisch-kritisch lasse sich jeweils nur eine Vielfalt an Variationen feststellen, die vielleicht in philologischer Abhängigkeit zueinander stehen. Methodisch lasse sich insbesondere an den Geschichtswissenschaften, der (qualitativen) Sozialforschung und Anthropologie ansetzen.

Mit diesem Beispiel, das die Frankfurter Schule – zumindest nach meinem Wissensstand – nicht in dieser Hinsicht thematisierte, wechseln wir endgültig von der Perspektive des Objekts, die von den Phänomenen her denkt, zu derjenigen des Subjekts, die von der Sprache her denkt. Dabei sei übrigens am Rande angemerkt, dass ich glaube, auch bei einem Methodenmix lassen sich am Ende die jeweiligen einzelnen Positionen im wissenschaftlichen Diskurs einer dieser beiden Perspektiven zuordnen – oder um die Formulierung etwas zu variieren: Es ist ein Lustgewinn, das Denken irgendwann in eine Subjekt-Objekt-Identität, in einen sogenannten “Essenzialismus”, münden zu lassen und damit zu einem Ende zu kommen.

Ein anderes Beispiel, das besonders gut zeigt, worum es der Frankfurter Schule auch in Bezug auf ein Lernen aus Auschwitz gegangen war, sind deren Forschungen zum “autoritären Charakter” und dessen Rolle in Antisemitismus und Faschismus. Die “Dialektik der Aufklärung” von Adorno und Horkheimer 1947 ist dabei eigentlich als theoretische Grundlegung der empirischen Arbeiten gedacht. Einerseits geht es um historische Dialektik: Mit der Aufklärung habe sich etwas nachhaltig verändert; nach Auschwitz ist alles anders. Andererseits geht es um Verhältnisse und Strukturen sowie um psychodynamische Reaktionen der Subjekte. Die Aufklärung habe den Mythos nicht abgelöst, sondern transformiert. Das mythische Denken habe sich teilweise erhalten, z.B. darin Geschichte noch als Erinnerung an die Taten “großer Männer” zu begreifen – oder eben als Ergebnis einer Verschwörung mächtiger Menschen. Der autoritäre Charakter hinterfrage nicht seine Loyalität zu seinem Anpassungsverhältnis innerhalb bestehender Herrschaftsverhältnisse, sondern “verdingliche” die modernen Strukturen und deren widersprüchliche Tendenzen in ihrer Fortentwicklung. Sie existierten schlicht nicht. Subjektiv wahrgenommene Verschlechterungen der Lebensverhältnisse werden demnach auf Minderheiten projiziert und kulminierten schließlich in Ideen einer Weltverschwörung, die schließlich mit dem “Gerücht über die Juden” verschmelze. Faschismus sei demnach – vereinfacht ausgedrückt – eine Reaktion des Mythos auf die historische “Tatsache” der Aufklärung – und damit etwas spezifisch “Modernes”. Und im zweiten Schritt – nach Auschwitz ist alles anders – sei dieser absolute Zivilisationsbruch Ausdruck eines totalen “Vernichtungswillen”, und daher wird später 1986f. Jürgen Habermas die Singularität des Holocaust gegenüber dem Historiker Ernst Nolte im sogenannten “Historikerstreit” verteidigen. Es ist eben etwas passiert, was nach Hannah Arendt nicht wieder gutzumachen sei: “Weil man die Vorstellung gehabt hat, alles andere hätte irgendwie wiedergutgemacht werden können […] Dies nicht. Dies hätte nie geschehen dürfen. Und damit meine ich nicht die Zahl der Opfer. […] Da ist irgendetwas passiert, womit wir alle nicht fertig werden” (im Interview mit Günter Gaus, zitiert nach Max Czollek, Desintegriert euch!, München 2018, S. 163).

Andersherum geht es also beim Faschismus demnach in Replik auf die Anhänger*innen Noltes nicht nur um Gewalt oder einen “Extremismus”. Nolte hatte behauptet, “‘mit alleiniger Ausnahme des technischen Vorgangs der Vergasung’ seien alle Gräuel, die der Nationalsozialismus verübte, bereits zuvor von anderen praktiziert worden”: “Den entscheidenden Punkt, dass die Singularität des Holocaust keineswegs in der Art der Vernichtung, sondern in dem Beschluss bestand, eine nach wahnhaften Rassekategorien genau definierte Menschengruppe bis auf das letzte Individuum planmäßig vom Erdboden zu tilgen, ließ Nolte hinter seinen rhetorischen Verwirrungsmanövern verschwinden. Nur so konnte er seiner Insinuation eine scheinbare Plausibilität verleihen, der Holocaust sei nicht nur nicht originär, sondern auch eine Art überschießende Angstreaktion auf vorgängige Verbrechen [Nolte nennt sie ‘Provokationen’, Anm. C.W.] und somit in irgendeinem verborgenen Kern sogar begreiflich gewesen” (Richard Herzinger: Er sagte zuerst, was die AfD jetzt denkt, Welt, 2016).

Man könnte auch sagen, er löst das Ereignis in seine positivistisch bestimmbaren Gegenstände auf und ignoriert die Theorien der Frankfurter Schule. Er ‘leugnet’ den Holocaust nicht, dennoch “hilft” seine damalige Argumentation heutigen politisch Rechten, das Geschehene einzuebnen und damit Nationalsozialismus zu “normalisieren” – eine Formulierung, deren brutaler Sinn erst nach einigem Nachdenken klar wird (vgl. auch Czollek, a.a.O., S. 123-137). Und auch eine Nähe seines “positivistischen” Ansatzes zum Antisemitismus wird deutlich: “Ernst Nolte, der sich auf immer abwegigere Positionen wie die versteifte, Hitler habe das ‘Weltjudentum’ mit einer gewissen Berechtigung als einen Kriegsgegner betrachten müssen, geriet dagegen in den Jahren nach der Vereinigung immer weiter ins intellektuelle wie moralische Abseits” (Herzinger, a.a.O.).

Bildnis der deutsch-jüdischen Historikerin und politischen Philosophin Hannah Arendt an der Mauer im Hof des Geburtshauses, Stadtteil Linden-Mitte. Das Bild wurde nach einer Fotografie aus dem Besitz der Käthe Fürst (Ramat Ha Sharon, Israel) reproduziert und zeigt das bekannte Porträt der Philosophin mit Zigarette und ihrem berühmten Spruch “Niemand hat das Recht zu gehorchen” (Nobody has the right to obey). Das Kunstwerk ist eine im August 2014 fertiggestellte Auftragsarbeit der hannoverschen Graffiti-Künstler Patrik Wolters alias BeneR1 in Teamarbeit mit Kevin Lasner alias koarts.

Bild von Bernd Schwabe unter Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA 3.0.

3. Vom verdinglichten Denken: Und immer lockt der Mythos

Aber noch wirkt es vielleicht so, dass Nolte eher zufällig auch antisemitisch wird. Die Angelegenheit ist jedoch komplexer, dafür sei auf das auch in der Frankfurter Schule verwendete Konzept der “Verdinglichung” zurückgegriffen:

“In der Wirtschaftssoziologie: [1] besonders von G. Lukács im Anschluss an K. Marx verwendeter Begriff für eine Form der Entfremdung, die das Bewusstsein oder das Denken betrifft. Verdinglichtes Bewusstsein oder verdinglichtes Denken begreift den Zusammenhang von Mensch und von ihm geschaffenem Gegenstand, von Produzent und Produkt nicht mehr, sondern hält diese Spaltung für eine grundlegende und natürliche und die vom Menschen geschaffenen Dinge (seien es Waren, gesellschaftliche Regelungen oder soziale Institutionen) für außer der Gewalt des Menschen stehende und ohne ihn (natürlich) entstanden. Diese, für die Marxisten in der kapitalistischen Produktionsweise unvermeidbare Erscheinung, wirkt sich vor allem in den Anschauungen zur Religion, zur Moral und zur Kunst, aber auch zur Wissenschaft und Philosophie aus. Im Bereich des Religiösen ist die menschliche Welt in eine religiöse und eine weltliche verdoppelt, und moralische Gebote sind von außen aufgegeben. Die Kunst spiegelt die Spaltung von schlechter Wirklichkeit und unwirklicher Idee. Die „positivistische“ Wissenschaft wiederholt den Gegensatz von Produzent und Produkt in der erkenntnistheoretischen Spaltung von Subjekt und Objekt. Wie die Entfremdung verschwindet die Verdinglichung nach der revolutionären Aufhebung der kapitalistischen Produktionsweise. [2] Die nicht-marxistischen Soziologien, insbesondere die soziologischen Persönlichkeitstheorien, gehen von der Normalität eines bestimmten Grades von Verdinglichung aus: Die Spaltungs- und Entpersönlichungsphänomene sind konstitutiv für die Möglichkeit des Menschen, überhaupt Rollen zu spielen, Abstand zu nehmen und zu reflektieren. [3] Der Begriff Verdinglichung dient bei G. Simmel zur Erfassung des Phänomens, dass in der modernen Gesellschaft „aller Sachgehalt des Lebens immer sachlicher und unpersönlicher wird, damit der nicht zu verdinglichende Rest desselben um so persönlicher, ein um so unbestreitbareres Eigen des Ich werde“ […]. Die Verdinglichung des Produzierten wird gefördert durch die Mechanisierung, die das Objekt löst von der Entäußerung eines bestimmten Subjekts. Symbol und Ursache für die Verdinglichung ist nach Simmel das Geld” (Lexikon zur Soziologie von Werner Fuchs-Heinritz, 1973, Westdeutscher Verlag: Opladen, S. 720f.)

Möglicherweise denken Sie an dieser Stelle, das mit der “Entfremdung” müsse sich doch zusammen mit marxistischen Theorien überhaupt heutzutage erledigt haben. Wenn Sie dann noch “positivistisch” eher als kritische Potenziale eines “kritischen Rationalismus” übersetzen anstatt mit der hier bislang geäußerten Kritik an einem ‘positivistischen’ Denken, muss die “revolutionäre Aufhebung” einer solchen Wissenschaft gemeinsam mit der “kapitalistischen Produktionsweise” in einem mehrfachen Sinn mythisch erscheinen. Daher bitte ich Sie, diese Endpunkte marxistisch-hegelianischer Zeitkonzepte an dieser Stelle außer acht zu lassen. Wichtiger ist, dass etwas “für außer der Gewalt des Menschen stehend[.] und ohne ihn (natürlich) entstanden” zu erklären eine Umschreibung dafür darstellt, dass eine Subjekt-Objekt-Identität hergestellt wird, ein Essenzialismus.

Insofern “verdingliche” nicht nur der autoritäre Charakter das “Abstrakte” der Moderne, die gesellschaftlichen Verhältnisse und die aus ihnen sich ergebenden Widersprüche, im Gerücht über eine “Weltverschwörung”, welche verantwortlich sei, sondern eine positivistisch vorgehende Wissenschaft sei darüber hinaus gar nicht in der Lage, Antisemitismus in diesem Sinn zu bestimmen. Ob es dabei ein praktischer Nebeneffekt oder eigentlicher Zweck ist, mögen Psychoanalytiker*innen entscheiden, “mit der kategorischen Verabschiedung vom deutschen Antisemitismus […] die deutsche Gegenwart zugleich [zu] immunisier[en] gegen alle Fragen möglicher Kontinuität” (Czollek, a.a.O, S. 35), denn geht man von den “Phänomenen” aus, dem Sichtbaren des Antisemitismus, kann man zu folgendem Ergebnis kommen:

“Solches Wegdenken ist übrigens geltendes Recht: Als ‘glühender Antisemit’ darf laut der Einschätzung einer Presserichterin am Münchner Landgericht vom Oktober 2014 nur bezeichnet werden, wer sich mit Überzeugung antisemitisch äußert und dabei das ‘Dritte Reich’ und seine Handlungen nicht verurteilt. Das ist nicht nur absurd, weil kaum ein*e deutsche*r Antisemit*in heute noch die Vernichtung aller Juden fordern würde. Es ist auch historisch falsch, Antisemitismus auf den Nationalsozialismus zu beschränken – Antisemitismus hat nur in den seltensten Fällen die völlige Vernichtung bedeutet. Oder auch bloß ein mickriges Pogrom. Antisemitismus ist Teil der Normalität christlicher Gesellschaften gewesen. Den Extremfall zur Grundlage der Definition zu machen, ist, als wolle man behaupten, es liege erst dann Sexismus vor, wenn eine Frau vergewaltigt wird” (Czollek, a.a.O., S. 36).

Es ging in dem Beispiel 2014 um strukturellen Antisemitismus und Verschwörungsmythen. Das Gerücht um die Juden funktioniert auch ohne explizite Nennung von “Juden”. Eine streng positivistische Herangehensweise kann dabei nur die konkreten Behauptungen einer einzelnen Verschwörungsmythe im Sinne einer “Verschwörungstheorie” widerlegen. Sicherlich kann sie auch erkennen, dass Verschwörungsmythen kombiniert und oft in eine pyramidale Autoritätshierarchie eingebaut werden bzw. die jeweils angedachten Akteure wie “Freimaurer” oder ein “Atlantic Council”. Schließlich kann sie logische Fehler und rhetorische Tricks ausfindig machen. Dennoch: Prinzipiell bleibt die Existenz einer solchen Weltverschwörung, dann vielleicht mit anderen Akteuren und etwas weniger “plastisch” und fehlerhaft, dennoch in einer solchen Perspektive denkbar. Schlimmer noch: Unter alleiniger Berücksichtigung der Phänomene in einem positivistischen Sinn kann man nicht unterscheiden, ob etwas eine Verschwörungsmythe bzw. Quatsch ist oder eine fundierte geisteswissenschaftliche Theorie.

Demgegenüber wäre ein geisteswissenschaftliches Vorgehen zu überprüfen, inwiefern die “Theorie” nicht an irgendeiner Stelle ihre Argumentation abbricht in einer Subjekt-Objekt-Identität. Nehmen wir den in obiger Definition bei der dritten Bedeutungsweise genannten Georg Simmel. Das Signalwort ist hier “Phänomen”. Dieser Autor bestimmt Verdinglichung also von der Objektseite her. Da es da nichts zu bestimmen gibt, spricht er von einem “nicht zu verdinglichende[n] Rest”. Auf diese Weise verstanden reiht sich auch “Verdinglichung” ein in die mythischen Konzepte einer Romantik. Ein anderes Beispiel wäre der Begriff des “Kapitalismus”. Löst jemand diesen Begriff positivistisch auf in einzelne Gegenstände und Akteure, dann gibt es ihn wahlweise gar nicht oder es ist ein anderer Begriff für die conditio humana, dass es immer schon arme und reiche Menschen gegeben habe. Ebenso positivistisch wäre es im übrigen, Kapitalismus als ‘Verschwörung der Kapitalist*innen’ misszuverstehen. Und das wäre dabei ein Beispiel, bei dem Rezipient*innen offensichtlich – aus welchen Gründen auch immer – eine Art Methodenmix betreiben bzw. eben nicht die allererste mögliche Abfahrt aus dem strukturalistischen ‘Dschungel’ gewählt haben. Erst auf Rückfrage müssen sie sich entscheiden, ob sie nun zumindest spezifisch ‘moderne’ historisch-strukturelle Bedingungen und Verhältnisse anerkennen oder ob sie auch das wiederum in die Verantwortung einer Akteursgruppe verlagern.

Das wiederum heißt für die naturalistische Vorgehensweise: Allein schon, weil das antikapitalistische Ressentiment bereits beim Antisemitismus des Nationalsozialismus eine tragende Rolle spielte, aber auch weil auch viele heutige Linke sowie eben zeitgenössische rechte Akteure wie der im Urteil von 2014 betroffene Herausgeber des Magazins “Compact – Magazin für Souveränität” mindestens strukturell antisemitisch argumentieren, ‘antiimperialistisch’ Kapitalismus mit einer Hegemonie Amerikas und Israels gleichsetzen, gehöre der Begriff ‘Kapitalismus’ in den Dunstkreis antisemitischer Phänomene. Schlimmer noch: Insgeheim kann sie Ernst Nolte recht damit geben, dass so gesehen linke und rechte Gewalt irgendwie gleich schlimm seien. Und noch schlimmer: Mit diesem Vorgehen kann sie gegen jedwede vermeintliche “Pippi-Langstrumpf-Soziologie” nach 1968 (Gerhard A. Schwartz, “Symbole und Bilder”, Soziologie heute, Okt. 2018, S. 41f.; es handelt sich um ein privates Magazin ohne Bezug zu einer wissenschaftlichen Gesellschaft) argumentieren, ihre Begriffe seien entweder Gespenster, Verschwörungsmythen, Fake Science – oder sie werden passend “übersetzt” als ‘Übertreibung’ von etwas ganz ‘Natürlichem’ oder ‘Gewöhnlichem’. Dann ist auch Faschismus eben erst dann greifbar, wenn seine Ideologien der nationalsozialistischen zumindest nahekommen, wenn er spezifisch faschistische Herrschaftsstrukturen etabliert und wenn der Vernichtungswillen sich sichtbar genug zeigt:

“Wer angesichts des Zulaufs rechter Parteien in Europa und in Übersee das Wort Faschismus fallen lässt, bekommt oft abwiegelnde Antworten. Man könnte den Sermon, den dieses Reizwort auslöst, in etwa so zusammenfassen: Viele Gesellschaftskritiker machten es sich damit einfach zu leicht. Die Faschisten seien für sie immer die anderen. Überhaupt, Faschismus. Sei der wahre Faschismus nicht längst besiegt, ein bizarres Phänomen des 20. Jahrhunderts, assoziiert mit Schreihälsen in Fantasieuniform? Sei es nicht blindwütiger Alarmismus und eine beispiellose Überreaktion, die Krisen unserer heutigen Demokratien gleich als Faschismus zu bezeichnen? Vor allem aber: Komme es nicht einer Verharmlosung des Holocaust gleich, den heutigen Populismus mit Faschismus gleichzusetzen? Sollten wir nicht erst einmal versuchen, in Ruhe miteinander zu reden? – Jason Stanley, Professor für Philosophie an der Yale University, hat nun einen differenzierten Warnruf gegen dieses Gerede publiziert” (Jan Süselbeck, Das Partygesicht des Sozialdarwinismus, Zeit, 2019).

Dabei ist im übrigen bezeichnend, dass innerhalb dieses von meinem ehemaligen Kollegen am Marburger Fachbereich für Germanistik zitierten “Gerede[s]” sich sowohl Argumente finden, welche den “wahren” Faschismus in die Vergangenheit festschreiben und “Verharmlosung des Holocaust” anmahnen, als auch solche, welche den ‘linken’ Kritiker*innen nachsagen, sie wären eigentlich die ‘Faschist*innen’. Performativ bedienen sich also Faschist*innen sogar beim Positivismus- (und Historiker-)Streit und wiederholen diesen – in der Hoffnung auf z.B. Facebook gerade keinem Adorno oder Habermas und keiner Arendt zu begegnen. Sie nutzen aus, dass positivistische Methodik sozusagen ‘blind’ ist für strukturelle Zusammenhänge. Mehr noch: Es ist sozusagen folgerichtig, dass naturalistisch inspirierte Kritiker*innen eines sozialkonstruktivistisch gedachten “Gender”-Konzeptes dieses historisch dort verorten, wo es quasi erst als “Phänomen” naturwissenschaftlich ‘konkret’ wird: “Die Verwendung des Begriffs im Zusammenhang wie in ‘Gender-Rollen’ […] wurde von dem Mediziner John Money bei seiner Arbeit mit Transsexuellen geprägt” (de.wikimannia.org/Genderismus; vgl. dazu kritisch Marion Näser-Lather: “Gender Studies. Unwissenschaftlich, ideologisch, quasireligiös? Marginalisierungs- und Stigmatisierungsdiskurse in der Scientific Community”, Podcast Kombinat, 2017 sowie hier den Essay “Religionswissenschaft & Gender Studies: Selbstbestimmungsrechte und Theorie”, 2016).

Fazit

Um nun noch einmal auf den eingangs erwähnten Quexit und ähnliche “Akademie”-Spaltungen zurückzukommen: Es ist genau dieselbe Verfallslogik: “Dies bedeutet nicht, dass die anderen Begriffe falsch sind, nur sind sie wissenschaftlich aufgrund bestehender Schwierigkeiten in der empirischen Verwendung nicht so weiterführend wie ein substantieller Begriff von Religion – so einengend und ethnozentristisch dieser nun auch sein mag” (Detlef Pollack, Probleme der Definition von Religion, Zeitschrift für Religion, Gesellschaft und Politik, May 2017, zitiert nach Religionswissenschaft und Ideologiekritik. Ein Gespräch aus der Zukunft, 2018). Wiederholen Sie das Zitat noch einmal still für sich und lassen Sie es diesmal mit dem Ausdruck “substantieller Begriff” enden, also verallgemeinern Sie diesen Satz unabhängig vom Gegenstand “Religion”. Und legen wir den eingangs erwähnten Herrn Hinz daneben: “Zum Problem wird die Vielfalt wissenschaftlicher Ansätze, wenn sie nicht zu einem methodisch kontrollierten und transparenten Weiterentwickeln von Erkenntnissen beitragen, sondern die wissenschaftlichen Ansätze gleichsam um ihrer selbst begründet werden. […] Vielfalt wird dann zu Beliebigkeit oder zu einer Identitätsfrage der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Identität des ganzen Fachs verschwimmt dabei zusehends” (Interview, a.a.O.). Beide erzählen eine Verfallsgeschichte, in denen es am Ende um Wissenschaftler*innen als Akteure geht, die verantwortlich wären für diesen Verfall. Ihre Konzepte führen nicht weiter oder sind “um ihrer selbst” willen da. Es ist nur ein kleiner Schritt dahin zu sagen, sie seien ‘erfunden’.

Und in einem weiteren Aspekt gibt es eine noch ungeheuerlichere Diskursparallele, die auszusprechen man sich allerdings erst einmal trauen muss:

“Sollten die von der Akademie vertretenen wissenschafts- und erkenntnistheoretischen Positionen, die nah am Kritischen Rationalismus und Realismus liegen, dementsprechend allgemeingültig für die Soziologie sein? […]
Es wäre ein Missverständnis, wenn man die Gründung der Akademie auf den Streit wissenschaftstheoretischer Positionen beziehen würde. Wir wissen um die unterschiedlichen epistemologischen Positionen und wollen diese in der Akademie keineswegs in Richtung eines unreflektierten Realismus entscheiden. Das wäre kompletter Unsinn. Der Akademie für Soziologie geht es darum, inhaltlich relevante, theoretisch herausfordernde und empirisch wie methodisch transparente Soziologie zu fördern. Nicht mehr und auch nicht weniger.”

Auf die Rückfrage, ob das nicht “allgemeine Grundsätze der empirischen Forschung” seien, “die auch die DGS [Deutsche Gesellschaft für Soziologie] vertritt”, kommt dann auch die absurde Antwort “Ich bin selbst Mitglied der DGS und gehe davon aus, dass dies auch in der DGS gilt”. Ich wäre damit als Interviewer*in auch nicht zufrieden. Weitere Rückfragen liefern Andeutungen in den Antworten:

“In der Akademie wollen wir die Ergebnisse soziologischer Forschung in die öffentliche Diskussion einbringen. Dies verändert und adjustiert dann auch Relevanzwahrnehmungen.”
“Idealerweise sollten – speziell in der Wissenschaft – Scharfsinn und belastbare empirische Analyse zusammengehören, oder?”
“Wir wollen eher in den Wissenschaftsteil als ins Feuilleton.”

In einen “positiven” Satz gebracht: Da einige Kolleg*innen den Ruf der Soziologie absolut zerstörten und sie mit ihren nicht belastbaren Analysen alias identitätsstützenden ‘Erfindungen’ in den Feuilleton verbannten, gründen Hinz und Co. eine ‘wahre’ und ‘relevante’ Soziologie, die erstmals ‘echte’ “Ergebnisse soziologischer Forschung in die öffentliche Diskussion” einbringe. Die “Relevanz” des “Wissenschaftteil[s]” kann man dabei nochmal vereinfachen: Hinz und Co. wollen wie Naturwissenschaften wahrgenommen werden. Und: Nur dann sei es auch wissenschaftlich relevant. Der “Klartext” wäre also: Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie müsste aus der Wissenschaftsgemeinde ausgeschlossen werden, denn diese Akteur*innen werden verantwortlich gemacht für deren geringen Stand in der Öffentlichkeit. Es ist also mindestens (wieder) eine akteurszentrierte Verfallsgeschichte, deren Auflösung in einer Trennung dieser Akteur*innen vom wissenschaftlichen Feld gesehen wird.

Von dort ist es strukturell eben nicht mehr weit zu vergleichbaren Erzählungen: “‘Cultural Marxism’ oder ‘Kulturmarxismus’ ist in den USA bereits ein gängiger Kampfslogan, der in der neuen Rechten zum ideologischen Hintergrund ihrer Weltsicht gehört. Nach dieser Deutung heißt es in neurechten Kreisen in den USA, dass angeblich mit dem Emigranten der Frankfurter Schule in den 1930er Jahren – wie Theodor Adorno und Max Horkheimer – ein politischer Mainstream in den USA entstanden sei, der als ‘Kulturmarxismus’ charakterisiert wird”, erläutert der Politologe und Rechtsextremismus-Forscher Thomas Grumke 2016 eine aktuell beliebte Verschwörungsmythe gegenüber Deutschlandfunk Kultur (siehe auch den entsprechenden Eintrag in: Von Agnostizismus bis Säkular. Eine Zusammenstellung zu nichtreligiösen Weltanschauungen, 2018). Oder: “Der Weg, der das Judentum in die Wirtschaftswissenschaft führt, erstreckt sich dabei über Jahrhunderte und umfaßt verschiedene Phasen” (S. 6); “[und da die] Stellungnahme von Juden zu einzelnen politischen und wirtschaftlichen Tatsachen Anlaß zur gegenseitigen Aufhetzung und politischen Fehlleitung unseres Volkes geworden ist, haben wir alle Veranlassung, auch die geistigen Drahtzieher genau kennenzulernen” (S. 9 in: Klaus Wilhelm Rath, Judentum und Wirtschaftswissenschaft, Deutscher Rechts-Verlag, 1936).

Christoph Wagenseil

Man siehe auch unsere Themenseite: Antisemitismus mit Links zu weiterführender Literatur.

Ein Kommentar:

  1. Schöner Artikel, vielen Dank.

Schreibe einen Kommentar zu Lurker Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu, dass mit diesem Formular Name, E-Mail und Inhalt, gespeichert werden. Für detaillierte Informationen, wo, wie und warum wir Ihre Daten speichern, und zur Möglichkeit des Widerrufs schauen Sie in unsere Datenschutzerklärung.