Entwicklung Web-Statistik 2013

Im Jahr 2013 verbuchte remid.de 1.953.312 Seitenzugriffe (2012: 1.595.418, 2011: 1.107.292) bzw. 643.760 Besucher mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 1:40 Minuten (2012: 412.968 mit durchschnittlicher Verweildauer von 53 Sekunden). 2013 wurden sich durchschnittlich 3.1 Seiten pro Besuch angesehen. Die “Absprungrate” ist 67%, d.h. diese Besucher haben nur jeweils eine Seite angesehen.
Zu den häufigsten aufgerufenen Seiten folgen auf die Startseite, der Blog-RSS-Feed und die Blogstartseite, die Religionsstatistik und schließlich der Blogartikel Grafik: Pfeil nach rechts “Wer zählt was? Statistiken aller Religionen der Welt und ihre Probleme” vom 25. Nov. 2011.
Diese Statistik ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, da allein 31.6% der Besuche 2013 auf Suchmaschinen-Robots zurückzuführen sind, daneben sind weitere 14.7% sogenannte “General Crawlers” (jeweils Programme, die das Netz durchsuchen). Lediglich 37.0% lassen sich gängigen Browsern wie Firefox, Internet Explorer, Google Chrome, Mozilla 5, Thunderbird, Safari und Opera zuordnen (davon knapp die Hälfte Firefox). 15.0% der Besuche übermittelten “andere” der Statistiksoftware unbekannte User-Agents (das können seltenere Browser wie z.B. der veraltete Netscape sein, nicht erkannte weitere Bots oder Crawler sowie Surfer, welche ihre User-Agent-Informationen verschleiern; zur 100% fehlen 1.7% WordPress-Pings).
Oben genannter Blog-Artikel kommt laut eigenem Statistik-Plugin auf 13.400 Views ohne Robots 2013. Der Beitrag Grafik: Pfeil nach rechts “Fluchtgrund: (Un)Glaube. Ein Interview zum Tag des Flüchtlings (2011) kommt so auf 3.100 Leser_innen 2013, die Interviews Grafik: Pfeil nach rechts “Prä-Astronautik: Religionsgeschichte als unheimliche Begegnung der dritten Art” (2012) und Grafik: Pfeil nach rechts “Von Aldebaran bis Vril. Interview über esoterischen Neonazismus” (2013) auf jeweils 1.300 und der Artikel Grafik: Pfeil nach rechts “Religion, Politik und Partei(programm): Von Glücksempfinden und gesellschaftstragenden Utopien” (2012) sowie das Interview Grafik: Pfeil nach rechts “Religiöse Erziehung im Islam: Gender-Perspektiven, Elternbilder und ethnischer Kontext in Deutschland und Ägypten” (2012) auf jeweils 1.000.
Daneben bestand 2013 noch ein besonderes Interesse an Grafik: Pfeil nach rechts “Wer sind die Konfessionsfreien?” (2012), dem Grafik: Pfeil nach rechts Trendreport 2013 und Grafik: Pfeil nach rechts “Was forschen ReligionswissenschaftlerInnen in Deutschland?” (2013). Insgesamt zählt das Plugin im Blog 46.695 Leser_innen (2012: 33.277).

Liveschaltung in “Aspekte des Islam”, Thema “Islam und Gewalt”, TIDE TV, Offener Kanal Hamburg, 4. Nov. 2013

Kris Wagenseil war für REMID kurz per Live-Telefonat in angegebene Sendung zugeschaltet. Die Sendereihe behandelt aus Perspektive der Ahmadiyya Muslim Jamaat, welche im Juni 2013 in Hessen als Körperschaft des Öffentlichen Rechtes anerkannt wurde, Themen rund um Islam und Religion.
Grafik: Pfeil nach rechts Video auf Youtube (Teil 1 mit Interview ab 20. Min.), Teil 2

REMID-Vorträge im Oktober 2013 in Münster, Marburg und Gummersbach

Martin Radermacher organisierte für den 28. Oktober einen REMID-Votragstag in Münster: Schlaglichter der Religionsforschung zwischen Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit. Sarah Jahn und Melanie Möller fragen: “Was macht eigentlich REMID?”. Lennart Bohmann berichtet über “Gelebte evangelikale Religiosität am Beispiel der ‘Jesus Freaks'”; Natalie Gies-Powroznik über “Mudras und moderne Medizin”; Benjamin Heimann zur Hare-Krishna-Bewegung in Deutschland; Judith Stander über “Berichterstattung über Religion in Stern und Spiegel”.

Zuvor bereits trug Kris Wagenseil im Rahmen der “Marburger Afrika-Tage” am 15. Oktober in Kooperation mit der Religionskundlichen Sammlung und des Fachgebiets Religionswissenschaft in Marburg über “Religionen in Afrika – Afrikanische Religionen?” vor, nachdem Sammlungscustodin Konstanze Runge das Ifa-Orakel der Yoruba vorstellte.

Außerdem fand in Gummersbach bei Köln eine Tagung des Forums Offene Religionspolitik (FOR) statt. Dabei wurde die Veranstaltung mit einer Vorstellung der religiösen Vielfalts in Deutschland durch Kris Wagenseil eingeleitet. Mehr zu den Ergebnissen dieser Tagung entnehmen Sie dem Interview im REMID-Blog.
Grafik: Pfeil nach rechts Plakat für Münster, 28. Oktober
Grafik: Pfeil nach rechts Marburger Afrika-Tage, Oktober
Grafik: Pfeil nach rechts Tagung Offene Religionspolitik (FOR) in Gummersbach, 18.-20. Oktober
Grafik: Pfeil nach rechts Interview mit FOR-Mitbegründer Sven Speer: “Gleiche Rechte für alle Religionen und Weltanschauungen: Mit offener Religionspolitik kann Deutschland international zum Vorbild werden”

Trendreport: Pluralisierung und Newcomer bei den Religionen und Weltanschauungen in Deutschland

Die Statistik von REMID liefert seit dem Ende der 1990er Jahre detaillierte Angaben zu Religionen in Deutschland. Zunächst ging es darum, bisherige Statistiken dahingehend zu korrigieren, dass längst ein Abbild der Religionen aller Welt im Kleinen auch den gegenwärtigen Pluralismus in Deutschland prägt. Nicht nur der Islam, auch Buddhismus und Hinduismus gehören zu Deutschland. Ebenso ging es darum, Neue Religionen als solche ernstzunehmen, aber auch gesellschaftlichen Tendenzen entgegenzuwirken, welche mit viel zu hohen Schätzungen der Mitglieder sogenannter “Sekten und Psychogruppen” Panikmache betrieben (in den 1990ern wurde etwa von manchen Diskursteilnehmern suggeriert, es gäbe 300.000 Scientologen im Lande). Erst 2012 wurde allerdings der Bereich der Weltanschauungen hinzugenommen, auch als Reaktion auf die Gründung des Koordinierungsrat säkularer Organisationen (KORSO). Allerdings wurden auch andere Bereiche (z.B. Esoterik) erweitert. Welche Trends oder Tendenzen lassen sich herausarbeiten?
Grafik: Pfeil nach rechts Zum Trendreport

REMID im Religionsmonitor 2013

Die Autoren Detlef Pollack und Olaf Müller schreiben unter Verwendung der REMID-Zahlen des Bezugsjahres 2010: “Das Ausmaß, in welchem die religiöse Pluralität in den letzten Jahrzehnten in Deutschland zugenommen hat, ist beeindruckend […]. 1950 – ein Jahr nach der Gründung der beiden deutschen Teilstaaten – gehörten in Gesamtdeutschland noch 95,6% der Bevölkerung der evangelischen oder der katholischen Kirche an. Nur 4,4% waren entweder konfessionslos oder Mitglieder anderer, teils freikirchlicher oder nicht-christlicher Religionsgemeinschaften. Auch die Bevölkerung der DDR bekannte sich damals nahezu geschlossen zu einer der beiden christlichen Kirchen. Über 80% waren in dem religionsfeindlichen Staat zum Zeitpunkt seiner Gründung evangelisch, mehr als 10% katholisch. Heute – 60 Jahre später – sind im wiedervereinigten Deutschland noch etwa drei Fünftel konfessionell gebunden […]. Aus der verschwindenden Minderheit derjenigen, die vor 60 Jahren weder der katholischen noch der evangelischen Landeskirchen angehörten, aber dennoch religiös gebunden waren, ist ein beachtlicher Anteil von etwa 10% [Grafik: 10,1%] geworden.” (S. 33).
Weitere Ergebnisse betreffen die religiöse Praxis, welche gegenüber 2008 nahezu unverändert gering ist (S. 11: “Besuch Gottesdienst/Tempel/Freitagsgebet/spirituelle Rituale […]” 2008: West 23%, Ost 20%; 2013: West 22%, Ost 12%; “Beten” mind. täglich 2008: West 29%, Ost 11%; 2013: West 24%, Ost: 12%). 13% im Westen (2008: 12%) und 6% im Osten (2008: 4%) schätzen sich als “ziemlich” oder “sehr” spirituell ein, 59% (2008: 62%) im Westen und 77% (2008: 81%) im Osten halten sich für “wenig” bzw. “gar nicht” spirituell (S. 12).
2013 (S. 36f.) stimmten im Westen 61% (im Osten 57%) der Aussage zu, religiöse Vielfalt sei eine Bereicherung, 65% im Westen (im Osten 59%) der Aussage, die zunehmende Vielfalt sei eine Ursache für Konflikte. Dass Religionen grundsätzlich etwas Schädliches seien, denken im Westen 15% (im Osten 20%). Als Bereicherung empfunden werden im Westen Buddhismus mit 62% (Ost: 48%), Hinduismus mit 49% (Ost: 42%), Christentum mit 76% (Ost: 64%), Judentum mit 53% (Ost: 52%), Islam mit 31% (Ost: 21%) und Atheismus mit 43% (Ost: 49%). Als Bedrohung empfunden werden im Westen Buddhismus mit 10% (Ost: 11%), Hinduismus mit 11% (Ost: 12%), Christentum mit 9% (Ost: 15%), Judentum mit 19% (Ost: 19%), Islam mit 49% (Ost: 57%) und Atheismus mit 36% (Ost: 16%).
Grafik: Pfeil nach rechts Studie als PDF

Gegendarstellung zum Artikel “Religion wird bunter – Glaube in Deutschland” von Klaus Krämer auf Deutsche Welle vom 10. August 2012

Der Artikel (dw.de/p/15CgH) liefert Zahlen zu den Religionen Deutschlands in einer Grafik, die durch eine Quellenangabe “REMID” suggeriert, es handele sich zumindest teilweise um unsere Zahlen. Ausschließlich die Zahlen zu Muslimen, Buddhismus (letzteres allerdings mit Wert von 2011/12) sowie zu katholischen und evangelischen Christen (nicht: Freikirchen und Sondergemeinschaften) stimmen mit unseren (angegebenes Bezugsjahr 2010) überein.

Grafik: Pfeil nach rechts Unsere Zahlen (Bezugsjahr 2010) beim Mediendienst Integration
Grafik: Pfeil nach rechts Unsere Zahlen (Bezugsjahr 2011) bestellen
Grafik: Pfeil nach rechts Unsere Statistik für Religionen und Weltanschauungen in Deutschland
Grafik: Pfeil nach rechts Artikel im REMID-Blog: “Wer sind die Konfessionsfreien?”

Im übrigen verwendet REMID die im Artikel und der Grafik auftauchenden Begriffe “Sekte” oder “Sektenanhänger” nicht (vgl. REMID-Blog “In Sekten? Religiöser Nonkonformismus als Auslöser kultureller Dynamik – aktuelle Ansätze in der Religionsforschung” sowie “Religionsfreiheit hat in Deutschland keine Lobby”).